«Das Lernwerk ist ein wichtiges Puzzleteil»

Vergangene Woche feierte das Lernwerk sein 20-jähriges Bestehen. Die Glückwünsche der Aargauer Regierung überbrachte Urs Hofmann.

Rund 250 Gäste fanden sich zum Jubiläumsanlass in den Räumlichkeiten des Lernwerks ein
Rund 250 Gäste fanden sich zum Jubiläumsanlass in den Räumlichkeiten des Lernwerks ein (Bilder: ag)

von
Annabarbara Gysel

30. Januar 2018
18:25

Verein Lernwerk

Der 1998 gegründete Verein Lernwerk ist ein gemeinnütziger privater Verein. Er unterstützt die Inte­gration von Erwachsenen in den Arbeitsmarkt und hilft Jugend­lichen, Lehrstellen zu finden und den beruflichen Einstieg zu meistern. Langzeiterwerbslose finden dauerhafte Beschäftigung in unternehmerisch geführten Sozialen Betrieben. 

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Der Januar-Apéro hat im Lernwerk Tradition. Dieses Jahr diente er aber nicht nur dem gemütlichen Beisammensein. In Anwesenheit der rund 250 Gäste durfte das Lernwerk sein 20-jähriges Bestehen feiern. Für den Jubiläumsanlass wurden die neuen Räumlichkeiten in der Halle Nord umfunktioniert. Wo sonst gehobelt, geschraubt oder lackiert wird, traf sich die Festgesellschaft zum gemütlichen Begrüssungsapéro. Beim Jubiläumsakt überbrachte Regierungsrat Urs Hofmann seine Glückwünsche und setzte sich mit dem Stellenwert der Arbeit sowie den Veränderungen des Arbeitsmarktes auseinander. Aktuell sei ein grosser Wandel im Gange, betonte er. Dieser könne zu hohen Hürden beim Ein- oder Wiedereinstieg in die Berufswelt führen. «Deshalb nimmt der Verein Lernwerk eine bedeutende Funktion in unserer Gesellschaft ein», so Hofmann. «Er ist ein wichtiges Puzzleteil für die Inte­gration in den Arbeitsmarkt.»


Vom Projekt zum Verein

Die eigentliche Geburtsstunde des Lernwerks zu eruieren, sei nicht ganz einfach, sinnierte Cyril Heimgartner, Vorstandspräsident des Vereins Lernwerk, im Anschluss. Sicher sei aber, dass die Wurzeln beim Hilfswerk Heks und deren heutigen Regionalstelle des Kantons liegen. 1995 hatte Heks ein Projekt lanciert, um die damalige Massenarbeitslosigkeit zu bekämpfen. 1998 wurde in der ehemaligen Spinnerei Kunz in Unterwindisch unter dem Namen «Heks Zentrum Windisch» der erste eigene Standort bezogen. Einige Jahre danach entstand daraus der Verein Heks Lernwerk, und noch etwas später der Verein Lernwerk, Spezialist für Arbeits- und Berufsintegration. «Aufgrund der fliessenden Übergänge beschlossenen die hauseigenen Geschichtsschreiber, das Gründungsjahr auf 1998 festzulegen.»

Seit Anfang dabei ist Christian Bolt. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung ergänzte die Ausführungen von Cyril Heimgartner mit einem persönlichen Rückblick. Vor 20 Jahren war er als Förster im Wald und in der forstwirtschaftlichen Ausbildung tätig. Über ein Projekt für jugendliche bosnische Flüchtlinge kam er mit dem Heks in Berührung. Schnell wurde ihm bewusst, dass ihm das Arbeiten mit Menschen viel Freude macht. «Ich realisierte auch, dass es Gruppen von Menschen gibt, die im Beruf oder bei der Arbeitsintegration unterstützt werden müssen.» Aus dieser Erkenntnis resultierte Bolts langjähriges Engagement für das Lernwerk. In erster Linie gehe es um Arbeit, Bildung und Beratung, erklärte er. «Diese drei Elemente müssen individuell an die Bedürfnisse der einzelnen Menschen angepasst werden. Das ist es, was uns vom Lernwerk ausmacht.»

  • Regierungsrat Urs Hofmann gratulierte zum 20-Jahr-Jubiläum
    Regierungsrat Urs Hofmann gratulierte zum 20-Jahr-Jubiläum
  • Cyril Heimgartner, Vorstandspräsident des Vereins Lernwerk
    Cyril Heimgartner, Vorstandspräsident des Vereins Lernwerk
  • Christian Bolt, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Lernwerks
    Christian Bolt, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Lernwerks

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