Das Rehahaus kennengelernt

Am Sommerfest im Effingerhort konnten Interessierte musikalische Darbietungen ge­niessen und Einblicke in die dortigen Tätigkeiten erhalten.

von
Lorenz Caroli

20. August 2019
13:20

Nach einem mehrjährigen Unterbruch lud das Team des Rehahauses Effingerhort die Bevölkerung zu einem Sommerfest ein. Dies ist ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit. Zu Beginn des Festes zeigten einige Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule Chestenberg ihr musikalisches Talent. Ein Blockflötenensemble machte den Anfang. Sie beherrschten ihre Blockflöten bestens und erhielten als Dank einen grossen Applaus. Weitere Musizierende spielten einzeln oder vierhändig Klavier. Die Jugendlichen erfreuten das Publikum mit ihrem musikalischen Können an den verschiedensten Instrumenten. Die Schülerinnen und Schüler wurden von den Eltern begleitet. Es gab etliche, die mit der Institution Effingerhort zum ersten Mal in Berührung kamen.

 

Interessanter Rundgang

Nach dem musikalischen Programm, das später wiederholt wurde, luden Mitarbeitende zu einem Rundgang durch die Gebäulichkeiten des Effingerhorts ein. In zwei neueren Gebäuden befinden sich die 60 Zimmer der Bewohner. In den weiteren Häusern sind die Arbeitsplätze und Therapieräume. Auf dem Kernenberg wurde von der letzten Bewohnerin des Schlosses Wildegg, Julie von Effinger, 1911 eine Institution gegründet, die versucht, Menschen von der Trunksucht zu erlösen und ihnen zu einem abstinenten Verhalten zu verhelfen. Dieses Ziel wird auch heute noch verfolgt. Die Behandlung wird nach den neuesten Erkenntnissen durchgeführt. Die gesundheitlich, psychisch und sozial beeinträchtigten Menschen mit einer Suchtproblematik wohnen und arbeiten im geschützten Rahmen im Effingerhort. Sie werden bei der Alltagsbewältigung beim Wohnen und bei der Körperhygiene begleitet und angeleitet. Mit Therapie und Arbeit erhalten sie eine Tagesstruktur. In den Betrieben Landwirtschaft, Kreativatelier, Gärtnerei, Einmachküche, Küche und Hauswirtschaft können sie ihre Fähigkeiten einsetzen, und ihnen wird somit zur Selbständigkeit verholfen.

 

Unterwegs mit Jimmy und Aida

Nach dem Rundgang wurden diverse Grilladen und Salate, Glace, Kuchen, Kaffee und Getränke aus dem eigenen Betrieb angeboten. Die zahlreich erschienen Besucher benutzten die Gelegenheit, die Produkte zu probieren.

Für die Kinder gab Rundfahrten im Zweier-Wägeli mit Esel Jimmy und Pferd Aida. Diese beiden Tiere erfüllen eine wichtige Arbeit bei der Beschäftigung der Bewohner. Die Kinder konnten sich anschliessend bei der grossen Hüpfburg austoben oder den Streichelzoo besuchen.

 

Bluesiger Abschluss

Den Schluss der Veranstaltung bestritten die BluesKidz. Das ist eine Gruppe von Jugendlichen zwischen 12 und 20 Jahren, die sich in einem Workshop-Projekt mit dem Blues befassen. Sie schreiben eigene Texte und Songs, mit denen sie das Publikum begeistern.

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