Der Dorfladen als Ort der Begegnung

Bis zum Umzug in den Neubau muss der Dorfladen in Freienwil im baufälligen Provisorium durchhalten. Trotzdem bleibt er ein Ort der Begegnung.

Die Genossenschafts-Vorstandsmitglieder Franz Burger, Gertrud Burger und Mira Hartmann (v. l.) freuen sich am Dreikönigstag mit Pächterin Doris Steimer über die neuen Fensterscheiben (links)
Die Genossenschafts-Vorstandsmitglieder Franz Burger, Gertrud Burger und Mira Hartmann (v. l.) freuen sich am Dreikönigstag mit Pächterin Doris Steimer über die neuen Fensterscheiben (links) (Bild: is)

von
Ilona Scherer

09. Januar 2018
12:10

In einem kleinen Dorf wie Freienwil ist der Dorfladen auch ein Ort der Begegnung. Bauarbeiter nehmen am langen Holztisch unter dem Vordach regelmässig ihr Znüni ein, Väter und Mütter halten einen gemütlichen Schwatz mit ihren Kinderwagen, und am Freitagabend wird das Wochenende mit dem obligaten Feierabendbier eingeläutet. Die beiden Sitzbänke sind oft gut besetzt. 


Fenster von der Badenfahrt

Am Dreikönigstag schenkte Pächterin Doris Steimer jedem Kunden ein Stück Dreikönigskuchen. In jedem steckte ein weisses Plastik-Figürchen, frei nach dem Motto: «Bei uns ist jeder Kunde König!» Die meisten genossen das Gebäck vor dem Laden – und stellten fest, dass der Sitzplatz plötzlich viel einladender und heller ist: Die verwitterten Blachen, die vor Wind und Wetter schützen sollten, wurden durch grosszügige Fensterscheiben ersetzt. Diese stammen vom Restaurant der «Bergbahn Freienwil», die während der Badenfahrt im August eine der Attraktionen auf dem Theaterplatz war! Die Scheiben passten fast perfekt in die vorhandenen Holzrahmen. «Nun ist unser Laden von aussen noch besser erkennbar», sagt Doris Steimer zufrieden. Demnächst werden die neuen Fensterscheiben noch mit dem Dorfladen-Schriftzug und fröhlichen Signeten des Dorfladen-Logos beklebt, um auch von Autofahrern und Vögeln besser erkennbar zu sein. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Firma Franz Burger aus Endingen, deren Inhaber Franz «Sugus» Burger auch im Vorstand der Genossenschaft sitzt. 


Projekt auf Stand-by

Trotzdem bleibt das Provisorium, das der Einwohnergemeinde gehört, baufällig. Doch der neue Anbau an die ehemalige Eintracht, in den der Dorfladen umziehen soll, wird frühestens 2020 fertiggestellt. Derzeit steht das Projekt auf Stand-by. Das Problem: Das sogenannte Kopfgebäude der Eintracht ist Teil des Gestaltungsplans Mitte. Durch zahlreiche Mitwirkungen und Einsprachen verzögert sich dieses Projekt jedoch ständig. Die Genossenschaft Dorfladen stellte deshalb im Herbst eine Anfrage an den Gemeinderat, welche Massnahmen geplant seien, um den Betrieb in der Zwischenzeit aufrecht erhalten zu können. Dieser bewilligte daraufhin die notwendigsten Unterhaltsarbeiten. Neben den neuen Scheiben im Aussenbereich wurde auch ein Teil des undichten Blechdachs erneuert. Ein Loch im morschen Boden des Lagerraums soll demnächst ebenfalls ausgebessert werden. 

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