Deutliches Bekenntnis zur Holzbrücke

Der Einwohnerrat Wettingen stimmte dem Kreditbegehren von 2,6 Millionen Franken für die Sanierung der historischen Holzbrücke zu.

Die marode Holzbrücke zwischen Wettingen und Neuenhof wird saniert
Die sanierungsbedürftige historische Holzbrücke zwischen Wettingen und Neuenhof (Bild: pg)

von
Peter Graf

23. Mai 2018
09:00

Das Haupttraktandum der von Vizepräsident Christian Pauli (FDP) geleiteten Sitzung bildete ein Kreditbegehren über 2,605 Millionen Franken für die Sanierung der Holzbrücke zwischen Wettingen und Neuenhof. Die historische Brückenverbindung war ein wichtiger Teil der einstigen Kantonsstrasse, welche auch Basel mit Chur, ja sogar Paris mit Wien verband. Die 1819 errichtete Flussüberquerung wurde 1972 unter Denkmalschutz gestellt und ist eine der letzten Holzbrücken im Aargau und von nationaler Bedeutung. Aktuell befindet sich die Brücke noch im Eigentum des Kantons Aargau. Nach der Sanierung soll die Holzbrücke mit der vorgelagerten Stahlbrücke in das Eigentum der Gemeinde Wettingen und Neuenhof übergehen. Die Sanierungskosten werden mit 2,605 Mio. Franken veranschlagt. Der Bund hat in Aussicht gestellt, sich mit rund 630'000 Franken an der Sanierung zu beteiligen. Vom Restbetrag übernimmt der Kanton 75 Prozent (1,481 Millionen Franken) Die verbleibenden knapp 500'000 Franken teilen sich die Gemeinden Wettingen und Neuenhof. Das vorliegende Sanierungsprojekt war im Einwohnerrat unbestritten.

Nach der Sanierung soll die Brücke in den Besitz der Gemeinden Wettingen und Neuenhof übergehen. Dies wies Fragen hinsichtlich des Kostenteilers für den künftigen Unterhalt, aber auch bezüglich allfälliger Mehrkosten bei der Sanierung auf. Neuenhof, so Gemeindeammann Roland Kuster, wird an der Gemeindeversammlung vom 25. Juni über den Kredit abstimmen. Den im Vorfeld geführten Gesprächen hätte man aber entnehmen können, dass Neuenhof das Projekt unterstützt und auch bereit sei, künftig die Hälfte der Unterhaltskosten zu tragen. 

Der Kredit wurde einstimmig genehmigt und die Vorfreude auf die Einweihung im Jahre 2020 war spürbar.

 

Reglement wird überarbeitet

In einem Postulat forderte die Fraktion SP/WettiGrüen vor Jahresfrist den Gemeinderat auf, mittels eines Projekts die Zusammenarbeit der Gemeindebibliothek Wettingen und der Stadtbibliothek Baden Baden zu intensivieren und dadurch mittel- bis langfristig eine enge Zusammenarbeit der beiden Institutionen herbeizuführen. Dass dies bereits in vielen Bereichen geschehen ist, hob Gemeinderat Philippe Rey in seiner Beantwortung hervor, und so empfahl der Gemeinderat Überweisung und gleichzeitige Abschreibung. 

Seitens der Postulanten zeigte sich Christian Oberholzer (SP) mit der Beantwortung unzufrieden. Man hätte seitens des Gemeinderates eine schriftliche Beantwortung erwartet. In seiner ersten Sitzung im Januar stellte Ratspräsident Hansjörg Huser (SVP) die Revision des Geschäftsreglements des Einwohnerrates in Aussicht, welches derzeit überarbeitet wird. Mit dieser Ergänzung wird das Postulat einstimmig überwiesen und gleichzeitig abgeschrieben.

Weitere Themen der Einwohnergemeinderatssitzung

  • Bedingt durch ihre private und berufliche Situation, hat Einwohnerrätin Celina Feri (SP) ihren Rücktritt eingereicht. Sie gehörte dem Einwohnerrat seit dem 1. Januar 2014 an.
  • Anstelle des allzu früh verstorbenen Hermann Steiner (SVP) hat Roger Scherer (SVP) das Gelübde als Ratsmitglied abgelegt. Für den Rest der Amtsperiode 2018/2021 konnte Robin Rast als Mitglied des Wahlbüros gewählt werden.
  • Die Behandlung einer Motion von Michael Merkli (FWW), die Eigenständigkeit statt Sozialhilfe betreffend sowie die durch ihn eingereichten Postulate ein Naturschwimmbad im Tägi sowie eine Gewerbezone Würenlos-Wettingen betreffend. Merkli hatte im vergangenen Herbst die Wahl ins Parlament nicht mehr geschafft. Hinsichtlich einer gemeinsamen Gewerbezone wies Gemeindeammann Roland 
  • Kuster darauf hin, dass zwischen den beiden Gemeinden ein Siedlungstrennungsgürtel besteht, welcher durch einen regionalen Sachplan überlagert ist. Im Zuge der Behandlung der Geschäfte hat er Motion und Postulate zurückgezogen. 
  • Im Rahmen des Ausbaues der Landstrasse mit Busspur mussten im Abschnitt Knoten Geisswies bis Kreuzkapellenweg aufgrund hydraulischer Überlastung die Kanalisationsleitungen erneuert werden. Im Januar 2016 bewilligte der Einwohnerrat einen Kredit von 260'000 Franken. Die vorliegende Kreditabrechnung über 233'710 Franken wurde einstimmig genehmigt.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Baden ist. Erstmals farbig!

Kunterbunt ist garantiert: Fünf Kilometer beträgt die Strecke beim Colorrun. Bei... Weiterlesen

Mit «den Winzlingen» im Zelt

Unbedingt positive Zeichen setzen: Das war mitunter die Hauptmotivation der... Weiterlesen

region

Der Storyteller aus Zurzach zu Gast auf dem Schloss

Jürg Steigmeier ist Erzähler. Seine Geschichten basieren auf alten Märchen und... Weiterlesen 0 Kommentare

gemeinde

KW 34 | 2018

Informationen zur Leitbild-Präsentation, zur Einladung zum Waldumgang und zur... Weiterlesen 0 Kommentare

gemeinde

KW 34 | 2018

Informationen zum Abfuhrtag Weiterlesen 0 Kommentare