Die Decke des Hallenbads wird saniert

Die letzte Ratssitzung von Christian Keller (Grüne) war von der Hallenbad-Thematik und von Personalwechseln geprägt. 

Die Ehemaligen und die Neuen: (von links) Christian Keller, Linus Egger, Walter Vega, Dieter Martin, Peter Stucki, Bettina Lutz (neu Gemeindeammann), Daniel Jenni (neu Einwohnerratspräsident) (Bild: pg)

03. Dezember 2019
11:00

Noch bevor das Hallenbad Obersiggenthal aus sicherheitsrelevanten Gründen geschlossen worden war, hatte der Einwohnerrat im November ein Kreditbegehren über 12,875 Mil­lionen Franken für eine Gesamtsanierung mit 27 zu 12 Stimmen zurück­gewiesen. Aufgrund der Rückweisung des Baukredits und der Dringlichkeit der notwendigen Untersuchungen an der Hallenbaddecke wurde dafür ein Verpflichtungskredit von 51'000 Franken beantragt. Dieser wurde an der Einwohnerratssitzung vom 6. Juni 2019 genehmigt. 

 

Hallenbad – ein Standortvorteil?

Damit konnten die weiteren Unter­suchungen, wie geplant, während der jährlichen Hallenbadrevision durchgeführt werden. Die vertiefte Untersuchung ergab, dass die Tragfähigkeit der Hallenbaddecke nicht mehr gewährleistet ist. Diese Erkenntnis führte zu dem nun dem Einwohnerrat vorgelegten Antrag über 1,7 Millionen Franken für die Sanierung und Ertüchtigung der Tragkonstruktion der Hallenbad­decke. 

Mit 30 Ja- zu 6 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung wurde der Antrag deutlich angenommen. 

Nach diesem Beschluss kann davon ausgegangen werden, dass das Hallenbad ab Herbst 2020 wieder zur Verfügung steht. Der Erhalt des Hallenbades, das in Gemeinschaft mit dem Aussenbad jährlich 100'000 Bade­gäste verzeichnet, ist auch für die SVP wichtig, jedoch nicht um jeden Preis. Der Deckensanierung hat man sich daher verweigert. 

Für SVP-Fraktionspräsident Eugen Paul Frunz ist der gelobte Standortvorteil durch das Bad nicht ersichtlich. Er vertritt die Ansicht, dass die Anlage der Region als Standortvorteil diene, und er fordert daher eine Beteiligung der umliegenden Gemeinden. Im kommenden Jahr, so Ressortvorsteher Peter Stucki (SP), soll dem Einwohnerrat ein neues Vorprojekt ­vorgelegt werden. Mit dem Ja zur ­Deckensanierung bleibt für weitere Schritte genügend Zeit.

 

Kredit verweigert

Der Einwohnerrat hat am 25. Juni 2015 für die Erarbeitung eines kommunalen Richtplans für das Erscheinungsbild entlang der Landstrasse zur Umsetzung des Richtplan­beschlusses einen Rahmenkredit in der Höhe von 262 '000 Franken bewilligt. Die zugesprochenen kantonalen Beiträge wurden mit 88'000 Franken beziffert. Mittlerweile wurden mit der Erarbeitung von Entwicklungs­studien, der Weiterbearbeitung über die gesamte Länge der Landstrasse (Gemeindegebiet) sowie die Über­führung der Entwicklungsstudien in Entwicklungsthesen abgeschlossen. Nun wurde dem Einwohnerrat ein Kreditbegehren über 150'000 Franken für die Fertigstellung des Entwicklungsrichtplanes und die Ausarbeitung eines Sondernutzungsplanes unterbreitet. 

Seitens der SP-Fraktion wurde der Antrag unterstützt. Einige Votanten der übrigen Parteien brachten klar zum Ausdruck, dass in ihren Augen  der Zeitpunkt verfrüht sei und die weitere Entwicklung des OASE-Richtplanes abgewartet werden soll. In der Folge entschied man sich auf Antrag der FDP mit 25 zu 10 Stimmen bei einer Enthaltung für die Rückweisung.

 

Verabschiedung von Behördernmitgliedern

Ratspräsident Christian Keller dankte den Ratsmitgliedern und dem Gemeinderat für die Unterstützung und die entgegengebrachte Wertschätzung, welche er in den vergangenen zwei Jahren erfahren durfte. Der in die Exekutive gewählte ­Keller wird ab 2020 am Gemeinderatstisch Platz nehmen. Für die zweite Hälfte wird Daniel Jenni (CVP) das Ratspräsidium übernehmen. Zum Vizepräsidenten wurde Peter Marten (FDP) bestimmt. Ursula Haag (SVP) wird die Fiko auch in den kommenden zwei Jahren präsidieren. 

In seiner Laudatio würdigte Vizeammann Linus Egger (CVP) die ­Arbeit des scheidenden Gemeindeammannes Dieter Martin (FDP). Bevor dieser zum Gemeinde­ammann gewählt worden war, ­gehörte er zwölf Jahre lang dem Einwohnerrat an, welchen er auch präsidierte. Die Zeit als Gemeindeammann war vom «Enger-Schnallen des Gürtels» geprägt. Obwohl der finanzielle Einbruch zum Sparen verpflichtet habe, so Martin, sei einiges erreicht worden: Tagesstrukturen, Goldiland, das 2019 eingeführte Geschäftsleitungs­modell und der Kredit für das ­Hallenbaddach fielen in seine Amtszeit. Applaus, Blumen und ein Präsent werden ihn an die ­fordernde Amtszeit erinnern. 

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