Die Feuerwehr in 3-D

Die Feuerwehr Ehrendingen-Freienwil gibt es natürlich schon dreidimensional in Realität. Aber an einem Freitag im Frühjahr brach die Truppe zu einer ganz speziellen «Übung» auf.

Die fertigen Figuren der Feuerwehr Ehrendingen-Freienwil
Die fertigen Figuren der Feuerwehr Ehrendingen-Freienwil (Bilder: zVg und ce)

von
Claudio Eckmann

14. Juni 2018
09:00

Im angesagtesten Ausgehviertel der Stadt Zürich in einer leerstehenden Kunstgalerie steht eine ganz besondere Fotobox. Man stellt sich in die Mitte der Box und 68 Kameras nehmen von allen Seiten her die Person auf. So posieren auch die Feuerwehrleute Ehrendingen-Freienwil der Reihe nach in der Fotobox, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, Strahlrohr oder sogar einem Feuerwehrbeil.

Aus den Aufnahmen wird computergestützt ein dreidimensionales Bild erstellt und daraus mit einem 3-D-Drucker ein Figürchen im Massstab 1:10 gedruckt. Das Ganze ist, so schildert es der örtliche Kamerachef, ziemlich aufwendig. Das Herstellen des Computerbildes dauert etwa eine Dreiviertelstunde. Anschliessend muss dieses Bild von einem Computerartisten von Hand noch nachgearbeitet werden, was bei den komplizierten Feuerwehr-Modellen mit den vielen Ausrüstungsgegenständen und Leuchtstreifen gut und gerne ein bis zwei Stunden beanspruchen könne. Danach werden die Figürchen hergestellt, was wiederum mehrere Stunden dauert. Es können etwa fünf Figuren gleichzeitig produziert werden. Gedruckt wird mit einem 3-D-Drucker. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen der üblichen Drucker, die mit einem Kunststoff-Faden drucken. Vielmehr ist es eine Art Tintenstrahldrucker, der die Figuren in dünnen Schichten von 0,1 Millimetern druckt. Aus diesem Grund sind die Figuren farbig. Sie bestehen aus einem Gips-Keramik-Leim-Gemisch. Nach dem Druck werden die Figuren gehärtet und mit einem Lack überzogen.

Die Firma Ifolor offerierte die Herstellung der Figuren für die Feuerwehr Ehrendingen-Freienwil, denn die Feuerwehrfiguren dienen als Blickfang für weitere Käufer. Feuerwehr-Oberleutnant Daniel Aeschbach hat diese amüsante Aktion organisiert und bezeichnet sie als Win-win-Situation für beide Seiten. Ifolor habe einen Werbeeffekt und die beteiligten Feuerwehrleute eine Kopie als schöne Erinnerung. Die Steuerzahler können übrigens beruhigt sein: Für diese Übung gab es keinen Sold.

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