Die Hochburg der Metzgete

Auf dem Land findet sie noch statt, die beliebte Metzgete. Traditionen werden so erhalten und weitergelebt. Dies wird von den Gästen sehr geschätzt.

Verschiedene Fleischspezialitäten, serviert mit Sauerkraut und Rösti. (Bilder: isp)

25. November 2020
15:46

Jeweils traditionell vor dem Eidgenössischen Bettag und dem Beginn der Sauserzeit wird sie eingeläutet, die beliebte «Metzgete». Während der Dauer von elf Wochen zieht diese die unterschiedlichsten Kostgänger und Gäste ins Schenkenbergertal, auch von weither. «Der schöne Brauch wird bei uns in Thalheim nach wie vor zelebriert und gelebt», sagt Wirt René Wassmer vom Restaurant «Wygärtli». «Es gehört heute zum «Lifestyle» mit dazu, einmal an einer Metzgete dabeigewesen zu sein», ergänzt der 59-jährige später. «Nose to Tail ist bei uns seit über 80 Jahren gelebte Tradition», witzelt er.

Nach einem alten Familien Geheimrezept wird vom Schlachtgut, das von Familie Schmidli vom Thalner Eichhof stammt, alles weiterverarbeitet zu leckeren Köstlichkeiten wie Blut-, Leber-, Brat- und Rauchwürsten, Rippli, Speck sowie Hamme. Als Beilage werden Rösti, Sauerkraut, Pommes Frites, Apfelschnitze oder andere Zutaten serviert. «Coronabedingt haben wir zwischen den Tischen Holzwände aufgestellt», erklärt wirt Wassmer. Wer möge, könne sich zudem auch nachmittags eine «Schlachtplatte» gönnen. «Wir haben durchgehend warme Küche», sagt er.  Wers bis jetzt nicht zur Metzgete geschafft hat, kann dies noch  bis zum 30. November tun oder dann nachholen, und zwar zwischen dem 21. bis 24.Januar 2021 sowie vom 25. bis 28. Februar 2021.

 

  • René Wassmer, Wirt, Thalheim: «Stolz bin ich, dass wir seit mehr als 80 Jahren das Metzgete-Handwerk zelebrieren. Die gelebte Tradition beeindruckt, und die Wertschätzung der zahlreichen Gäste zeigt uns, dass wir es richtig machen.»
  • Liliane Schachermayr, Windisch: «Ich habe bereits einige «Metzgete» besucht und bin immer überglücklich. Das Ambiente der gemütlichen «Beiz» ist heimelig. Zuhause würde ich sowas nicht zubereiten. Ich geniesse es, mich bedienen zu lassen.»
  • Jacqueline Zemp-Zumbach, Brugg: «Heute bin ich das allererste Mal bei einer «Metzgete», aber ich habe schon viel darüber gehört. Das Wygärtli wurde mir empfohlen. Jetzt probiere ich Blut- und Leberwürste, aber eine kleine Portion.»
  • Beat Bolliger, Ammerswil: «Ich bin schon fast «Stammgast» hier und gönne mir jeweils meinen Favoriten, die «Schlachtplatte». Man spürt einfach die Unterschiede von einer Metzgete herkömmlicher Qualität zu der einer hauseigenen Metzgete.»
  • Max Schmid, Veltheim: «Selber habe ich etlliche Jahre vor Ort beim «Ausbeinlen» der Schlachtware geholfen und die Metzgete tatkräftig unterstützt. Die spezielle Rezeptur hats in sich ! Ich bin mit Thalheim verbunden, bin hier auch Jagdaufseher.»
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