Die Natur steht im Zentrum

Während die Wintergäste am Stausee eintreffen, wird beim BirdLife-Naturzentrum durch das Forstamt Villigen die Bepflanzung ausgeführt.

Mitarbeiter des Forstamts Villigen bei den Arbeiten am Stausee
Mitarbeiter des Forstamts Villigen bei den Arbeiten am Stausee (Bild: bhe)

von
Beni Herzog

01. Dezember 2018
09:00

Zurzeit treffen die Wintergäste am Klingnauer Stausee ein. Viele Wasservögel wie Schell-, Spiess- und Löffelenten kommen aus ihren Brutgebieten im hohen Norden, um hier zu überwintern. Manchmal finden sich darunter auch seltenere Gäste wie Rohrdommel, Zwergsäger, Sterntaucher, Blässgans, Singschwan. Solange der Stausee nicht komplett zufriert – und das ist eigentlich nie der Fall – finden sie genügend Nahrung, um den Winter zu überstehen.

Auch am BirdLife-Naturzentrum wird während der Winterzeit gearbeitet. Neben dem Ausbau und der Erweiterung des Besucherzentrums mit der Ausstellung liegt das Augenmerk vor allem auf einer attraktiven und naturnahen Gestaltung der Umgebung. Zuerst wurde der bisher gerade Bachlauf renaturiert. Dann erfolgte der Abtrag von nährstoffreichem Boden auf der ganzen Fläche, um eine blumenreiche Feuchtwiese mit mehreren eingestreuten, kleineren Tümpeln anlegen zu können. Der nächste Schritt war das Anlegen der beiden Teiche: jener beim Naturzentrum, der den Besucherinnen und Besuchern offen steht, und jener im hinteren Teil des Grundstücks, wo zwei Brutwände für den Eisvogel entstehen. Aus einer Beobachtungshütte (Hide) kann man den schönen Vogel beobachten, wenn er dereinst dort brütet. Der Hide wird im Rahmen eines Lehrlingsprojektes von fünf lokalen Firmen erstellt. Weiter wurde eine grosse, lange Holzbeige errichtet, die als Sichtschutz zu benachbarten Gebäuden und Brutplatz für Wildbienen dient.

 

Einheimische Sträucher

Zurzeit wird die Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern durch das für dieses Gebiet zuständige Forstamt Villigen ausgeführt. Revierförster Oliver Frey erklärt: «Für die Bepflanzung verwenden wir nur einheimische Sträucher und Bäume aus einer Forstbaumschule. Die Zeit Anfang Winter ist hierfür ideal.» Er zeigt auf einen Umgebungsplan, auf dem die unterschiedlichen Heckentypen und Einzelbäume eingezeichnet sind. Da gibt es eine Fruchthecke mit Pfaffenhütchen, Liguster, Gemeinem und Wolligem Schneeball, Vogelbeere etc. sowie eine Dornenhecke mit Sand-, Weiss- und Schwarzdorn, Berberitze und Wildrosen. Diese werden den Singvögeln in der Umgebung als Nahrungsquelle, Versteck und Brutplatz dienen. Unter den zu pflanzenden Einzelbäumen stehen Elsbeere, Speierling, Traubenkirsche, Feldahorn und Silberweide auf der Liste.

Bereits am 25./26. Mai 2019 wird das Naturzentrum mit einem Fest für die ganze Bevölkerung eröffnet – bis dahin bleibt noch viel zu tun.

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