Die Verantwortung weitergegeben

Urs Huber stand 42 Jahre lang im Dienste der Schönheit für seine Kunden. Jetzt wendet er sich dem Schönen in seinem Leben zu.

Franziska Weibel, Urs Huber und Kundin Franziska Lienammer
Franziska Weibel, Urs Huber und Kundin Franziska Lienammer (Bild: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

30. April 2018
14:15

«Er war mal mein Vorgesetzter, bei ihm habe ich zwischen 1987 und 1988 meine Zusatzlehre absolviert», sagt Franziska Weibel stolz und lächelt. «Dass ich aber einmal dieses Geschäft hier übernehmen würde, daran hätte ich in meinen kühnsten Träumen nie gedacht» sinniert die 50-jährige sympathische Frau weiter. Neben ihr steht Urs Huber und schmunzelt etwas verlegen. Man spürt sofort die freundschaftliche Verbindung der beiden. «Ich habe bald einmal bemerkt, dass Franziska, damals hiess sie noch Kalt, das ‹Zeugs› dazu hat, Geschäftsführerin zu sein,» sagt er. Seit dieser Woche, genauer gesagt dem «Tag der Arbeit», dem 1. Mai, «schwingt» nun also Franziska Weibel die Scheren. Unter dem Namen «Hair Team Franziska Weibel» bedient sie mit einem engagierten Team die Kundschaft nach wie vor bewährt, kompetent und professionell. Weibel war bis 1995 im Hair Team Huber angestellt, machte dann aber auch ihre «Wander- und Lehrjahre» im Coiffeurbusiness in Genf, Zürich wie auch eine lange Zeit in Baden. Sie gründete eine Familie, und gleichzeitig ein Geschäft zu führen, das traute sie sich zu diesem Zeitpunkt nicht zu. Aber ganz getreu dem Motto: «Sage niemals nie» hatte ihr Lebensentwurf wohl doch andere Pläne parat.

 

Eine Erfolgsgeschichte

Der ambitionierte Coiffeurmeister Urs Huber hat in den letzten 42 Jahren sowas wie eine «Tellerwäscherkarriere» hingelegt. Im Frühjahr 1976 übernahm er an der Vogelsangstrasse einen bescheidenen Damen- und Herrensalon mit gerademal sechs Plätzen. Schon bald konnte Huber seinen Mitarbeiterstamm von zwei auf vier Angestellte erhöhen. Einziger Nachteil war dabei aber, dass leider die Räumlichkeiten bald mal zu eng wurden. 1987 realisierte der Geschäftsmann in einer erstaunlichen Rekordzeit von einem viermonatigen Totalumbau eine neue Bleibe. In der alten «Milchi», am Brunnenweg 3, entstand ein chicer und überaus moderner Salon mit mittlerweile zwölf Plätzen. Aber auch dieser sollte nicht der letzte Tritt auf seiner Erfolgswelle sein. «Stillstand ist doch sowas wie ein Rückschritt», bestätigt Huber. «Darum suchten wir nochmals eine neue Herausforderung und haben Anfang 2011 an der Bahnhofstrasse 20 einen neuen, topmodern gestylten Coiffeursalon eröffnet». 

 

Stillstand ist Rückschritt

Urs Huber und sein Team legten in all den Jahren grössten Wert auf Weiterbildung, so besuchten sie Kurse und Seminare im In- und Ausland, haben an nationalen und internationalen Preisfrisieren mit Erfolg teilgenommen und für verschiedene Firmen an etlichen Schaufrisieren mitgewirkt. «Über 70 Lernende habe ich all den Jahren ausgebildet und begleitet», sagt Urs Huber stolz. «In unserer Branche tut sich einiges, und kein Berufsstand ist so einem Wandel ausgesetzt wie der des Coiffeurs» ist sich Huber sicher. Urs Huber selber fällt der Abschied nicht allzu schwer, ist dieser (doch) nicht ganz endgültig. «Ich werde dienstags und freitags jeweils weiterhin im Geschäft anzutreffen sein», so Huber schmunzelnd. Seine langjährige Kundschaft freuts!

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Ein grosser Tag für Dampflok Lukas

Die Saison der Schinznacher Baumschulbahn ging erfolgreich zu Ende. Zum... Weiterlesen

Villa Boveri gewinnt Award

Mit 20 anderen Locations der Schweiz wurde die Villa Boveri in Baden... Weiterlesen

region

«Sonneland Shop» in Brugg-West

Ab 5. November wird der Maxi in Brugg unter dem Namen «Sonneland Shop» geführt.... Weiterlesen 0 Kommentare

boulevard

Vielseitiges Gewerbe

Der Schürhof öffnete seine Türen am Museumstag und zum Trottenfest. Am... Weiterlesen 0 Kommentare

gemeinde

KW 42 | 2018

Informationen zu freiwilligen Fahrer/innen, zur Birnel-Aktion und zum Schalter... Weiterlesen 0 Kommentare