«Die Welt wird smarter»

Das Internet der Dinge (IoT) vernetzt schon heute über 35 Milliarden Geräte. Was steckt hinter dieser Zahl und was bedeutet sie für unseren Alltag?

Die vernetzte Zukunft hat begonnen: Tracking im Praxisbeispiel am IoT-Tag. (Bild: zVg)

27. Oktober 2021
10:19

Lupfig stand am Samstag ganz im Zeichen der Digitalisierung. Unter dem Motto «IoT erleben» hatte der Internet- und Rechenzentrumsanbieter Green eingeladen, mehr über das Internet of Things (IoT) zu erfahren. «Denn die Digitalisierung vernetzt nicht nur Menschen, sie vernetzt immer mehr Dinge, so etwa das Fitnessarmband oder Geräte in der Industrie, die Prozesse optimieren», schreibt Susanne Felice-Tanner von Green in ihrem Eventrückblick.


Datacenter stiess auf Interesse
Im Zentrum dieser Vernetzung stehen Rechenzentren wie jene von Green. Rund neunzig Gäste aus der Region nutzten die Gelegenheit, vor Ort mehr über das IoT und die Rechenzentren dahinter zu erfahren. Vielen war Green schon als Internetanbieter bekannt, und nun konnten sie den sonst eher stillen Datacenter-Betrieb kennenlernen. Andere lockte auch die professionelle Neugier nach Lupfig. Zum Beispiel den Forscher für Ressourceneffizienz, Petar Mandaliev. «Für mich ist das IoT der richtige und einzige Weg zu mehr Nachhaltigkeit», erklärte er sein Interesse am Thema.

Wie wichtig Nachhaltigkeit ist, erfuhren die Gäste in einem Vortrag von Green-CEO Roger Süess. Nachhaltigkeit beginne schon beim Bau der Datacenter, und auch im Betriebsalltag werde deren Effizienz laufend überprüft und optimiert, betonte er. Ebenfalls eine zentrale Rolle spiele die Sicherheit. Der Zugang zu den Rechenzentren und den Serverräumen wird streng kontrolliert. So sind Datensicherheit und Verfügbarkeit gewährleistet.


Rund um die Uhr in Betrieb
Die Datacenter in Lupfig sind rund um die Uhr in Betrieb. Das sind rund 10 000 m2 mit Servern verschiedenster Kunden, die riesige Datenmengen verarbeiten. Diese Datenmengen wachsen – nicht zuletzt wegen dem Internet der Dinge. Bereits heute sind über 35 Milliarden Geräte weltweit vernetzt. Bis 2025 werde die Zahl auf 75 Milliarden steigen, erklärte Green-CEO Roger Süess. «Die Digitalisierung erschliesst mit dem IoT neue Horizonte. Sie macht die Welt smarter», fasste Roger Süess zusammen.


Herdenbetreuung auf der Alp
Wie das IoT den Alltag ausserhalb der Rechenzentren prägt, erklärte schliesslich das Unternehmen Adnexo, das IoT-Anwendungen entwickelt und den Anlass mitgestaltete. Geschäftsführer Christian Fässler stellte ein Projekt vor, bei dem IoT-Geräte die Herdenbetreuung auf der Alp unterstützen. Dazu hat Adnexo eine Lösung entwickelt, die Bewegungsdaten sammelt. Mit dieser können die Position und das Verhalten der Herde auf einer Online-Plattform jederzeit überprüft werden. Die Auswertung solcher Tracking-Daten hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen, ohne dass der Hirte bei seiner Herde ist. Zum Beispiel lässt sich ablesen, wenn ein Tier krank ist oder sich verletzt hat und sich deshalb nicht mehr normal bewegt.

Das Internet der Dinge bietet offensichtlich vielfältige Einsatzmöglichkeiten, die am Green-IoT-Tag erlebbar wurden – mit Praxisbeispielen und Einblick in die Welt der Datacenter.

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