Digitalisierung veranschaulicht

Im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs für Unternehmer im Campussaal stand ein Vortrag von Peter Staub, CEO der unter anderem in der Immobilienbranche tätigen Beratungsfirma pom+. 

Der gebürtige Windischer Peter Staub informierte aus der Sicht seines Fachgebietes über die Möglichkeiten der Digitalisierung (Bild: mw)

14. Januar 2020
09:00

Der Unternehmer-Neujahrsempfang wurde bereits zum sechsten Mal erfolgreich durchgeführt. In diesem Rahmen bieten der Stadtrat Brugg und der Gemeinderat Windisch den Besuchern jeweils Gelegenheit, mit Personen aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen sowie mit Behörden- und Kadermitgliedern der Verwaltungen in ungezwungener Atmosphäre den Gedankenaustausch zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Diesmal ging die Veranstaltung im Campusaal erstmals mit Vertretern des am 1. Januar neu hinzugekommenen Brugger Ortsteils Schinznach-Bad über die Bühne.   

 

Zukunftsweisende Methoden

Zu Beginn blickte Bruggs Stadt­ammann Barbara Horlacher auf das Jahr 2019 mit seinen Höhepunkten wie etwa dem grandiosen Stadtfest zurück und zeigte sich auch dank der leistungsfähigen Wirtschaft der Region optimistisch für die Zukunft. An­schliessend stellte die Windischer Gemeindepräsidentin Heidi Ammon den Referenten Peter Staub vor. Der in Windisch aufgewachsene und auch weiterhin hier wohnende CEO des an verschiedenen Standorten in der Schweiz tätigen Unternehmens mit seinen rund 80 Mitarbeitenden startete mit einigen erheiternden Erinnerungen an seine Jugendzeit. Anschlies­send gewährte er interessante Einblicke in die auch in der Immobilienbranche zunehmend an Bedeutung gewinnenden Möglichkeiten der Digitalisierung. Mithilfe von Virtual Reality können zum Beispiel ins Auge gefasste Projekte frühzeitig visualisiert, quasi beliebig variiert und damit nach verschiedensten Gesichtspunkten studiert und vor der Baueingabe sowie Realisierung optimiert werden. Dazu kann der Fachmann bei Bedarf einen digitalen Zwilling, einen sogenannten Avatar, einsetzen, der sich virtuell «vor Ort» bewegt und so als Informationsvermittler dient. Dank den ausgeklügelten Computerprogrammen sind auch Simulationen zu Themen wie Ortsplanung, Verkehrsplanung oder vorausschauenden Betriebskostenrechnungen möglich. Auf diversen Parametern basierende Prognosen zur wahrscheinlichen Wohndauer von neu einziehenden Mietern sind heutzutage ebenfalls keine Utopie. Staub sieht die Vermischung von virtueller und realer Welt als eine Art Gespaltenheit, was im Titel seines Referates («Schizophrenie als neue Normalität») etwas überspitzt zum Ausdruck kam. Er zeigte jedoch kompetent die grossen Vorteile der neuen Methoden auf, die sich etwa in der Vermeidung von zeitraubenden Planungsfehlern, Fehlinvestitionen und in der präventiven Verbesserung von Abläufen in Wohn- und Betriebsgebäuden und anderen Bereichen manifestieren. 

 

Ein süsses Geschenk

In Würdigung seines vom Publikum kräftig applaudierten Referates erhielt Peter Staub von Heidi Ammon eine hellgrüne Torte in Form eines überdimensionalen halben Apfels. Wie Barbara Horlacher erwähnte, wurde das Geschenk auf einem Brugger Glasteller überreicht, womit die beiden Gemeinden gemeinsam ihren Dank aussprachen. Ein Dank ging aber auch an alle anwesenden Unternehmer sowie an die Behördenmitglieder und die Verwaltungsangestellten. Der abschliessende, von der Aargauischen Kantonalbank gesponserte Apéro bot Gelegenheit zu angeregten Gesprächen. 

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