Drei Jubiläen standen im Fokus

10 Jahre Martini-Treff, 125 Jahre Aargauischer Gewerbeverband AGV und 900 Jahre Kloster Engelberg im 2020 – das musste gefeiert werden! Mehr als 300 Gäste kamen an den Anlass im Campussaal Brugg-Windisch.

Von links: Paul Stalder, Leiter KMU-Region-Brugg, mit Abt Christian Meyer vom Kloster Engelberg und AGV-Präsident Kurt Schmid. (Bild: mw)

11. November 2019
17:10

Mehr als 300 Gäste aus Politik und Wirtschaft – darunter auch Nationalräte, Ständeratskandidaten, und Grossräte – besuchten den Anlass im Campussaal Brugg-Windisch. Eröffnet wurde er von Sonja Füchslin vom schweizweit erfolgreichen Comedy-Quartett «Die Exfreundinnen» am ­Piano mit Variationen über das Thema «Zum Geburtstag viel Glück». 

In seiner Begrüssung blickte Paul Stalder, Leiter KMU Brugg und AGV-Vorstandsmitglied, auf die erfolg­reiche Geschichte des Martini-Treffs zurück, die im November 2009 in der Trotte Villigen begonnen hatte und später in den Campussaal verlegt wurde. Die alljährlich mit Unterstützung von rund 20 Sponsoren durchgeführte Veranstaltung dient dem geselligen Beisammensein mit Unterhaltung und Networking im persönlichen Kontakt unter den Teilnehmenden. 

 

Ein wichtiger Verband 

Moderatorin Judith Wernli würdigte die Verdienste von Paul Stalder, der nächstes Jahr in Pension gehen und auch das KMU-Amt weitergeben wird. Sein designierter Nachfolger ist Dario Abbatiello, Präsident des Gewerbevereins Schenkenbergertal. Im «Staff» der Dachorganisation von fünf regionalen Gewerbevereinen wird er jedoch weiterhin mitwirken. 

Kurt Schmid, seit 2008 AGV-Präsident, bot interessante Einblicke in den Dachverband, zu dem rund 70 Gewerbevereine und mehr als 40 Berufsverbände mit rund 12'000 Mitgliedern gehören. Das 125-Jahr-Jubiläum hat der AGV mit Anlässen in den verschiedenen Bezirken begangen und wird noch speziell am Hauptsitz in Aarau feiern. Schmid wies darauf hin, dass kleinere und mittlere Unternehmen in der Wirtschaft unseres Landes und auch unseres Kantons eine herausragende Rolle spielen. Er hielt jedoch fest, dass in zahlreichen Firmen die Nachfolgeregelung innerhalb der Familien oder mit externen Kräften die grösste Herausforderung darstelle. Aber auch die Bereiche Ökonomie, Ökologie sowie Digitalisierung bieten zum Teil schwierige Aufgaben. Schmid würdigte in einer Rede die Rolle der Region Brugg mit ihren ­starken Industrie- und Gewerbe­betrieben sowie Bildungs- und Forschungsanstalten von zum Teil internationaler Bedeutung. Der AGV bietet den Mitgliedern umfassende Dienstleistungen, Unterstützung der wirtschaftlichen und politischen Interessen, er wirkt bei der Mitgestaltung von Berufsbildern und der Sicherung der Nachwuchsförderung sowie in der beruflichen Aus- und Weiterbildung mit. Zudem gibt er monatlich die verbandseigene Zeitschrift «Aargauer Wirtschaft» mit vielen wertvollen Informationen für das Gewerbe heraus.

 

Auch das Kloster ist ein KMU

Abt Christian Meyer wirkt seit 2010 als 59. Abt des Benediktinerklosters Engelberg, das seit dem Jahr 1120 besteht. Er ist Vorsteher der aktuell 20 Mönche und gleichzeitig Verwaltungsratspräsident des vielseitigen KMUs mit seinen rund 100 Mitarbeitenden. Unter seiner Leitung feiert das Kloster nächstes Jahr sein «neunfaches Centenarium». 

Abt Christian erwähnte, dass die ersten Mönche aus dem Kloster Muri stammten. Gemäss einer Legende sei eine Gruppe von Engeln, die auf einem Berg erschienen, für die Namensgebung des neuen Standortes ausschlaggebend gewesen sei. Er ging auch auf die Grundwerte des Benediktiner­ordens ein, zu denen das massvolle, bescheidene Leben ohne Besitz und in Ehelosigkeit zählen. 

Nebst der Gemeinschaft der ­Mönche beherbergt das Kloster eine Stiftsschule, eine Schreinerei mit ­ Blumenladen, das Pfarramt und den Hausdienst. Stolz ist man auch auf die 1995 für die Förderung junger Talente im Wintersport gegründete Sport­mittelschule Engelberg die im Pachtverhältnis angegliederte Schau­käserei. 

 

Frauenpower-Comedy 

Die «Exfreundinnen» Aniko Donath, Martina Lory, Isabelle Flachsmann und Sonja Füchslin umrahmten den Abend mit Ausschnitten aus ihrem neuen Programm «Zum Fressen gern» und erhielten vom Publikum kräftigen Applaus. 

Bei den Apéros zum Auftakt und zum Ausklang des  Anlasses kamen ­Informationsaustausch und Geselligkeit unter den Besuchern zum Zuge. Am Ende der Veranstaltung erhielten alle Gäste des Martini-Treffs einen von den Organisatoren gesponserten hundertgrämmigen Engelberger Stern aus Weichkäse mit auf den Heimweg.

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