«E chli chlöpfe muess es!»

Unzählige Oldtimer-Begeisterte fanden am letzten Samstag im Juni den Weg in den Brugger Schachen zum dritten Oldtimer GP.

Publikumsmagnet: der 1000 PS starke Gaggenau-Rolls mit Jahrgang 1934 (Bilder: Stefan Brandl | Annabarbara Gysel)
Publikumsmagnet: der 1000 PS starke Gaggenau-Rolls mit Jahrgang 1934 (Bilder: Stefan Brandl | Annabarbara Gysel)

von
Stefan Haller

28. Juni 2017
12:35

Im perfekten Oval des Brugger Schachens, wo sonst die Velorennfahrer an den Abendrennen fast lautlos ihre Runden drehen, waren am letzten Samstag im Juni am Oldtimer GP ganz andere Gefährte unterwegs: Rund 200 Fahrzeuge – von Autos über Motorräder, Militärfahrzeuge bis hin zu grossen Panzern – dröhnten, aufgeteilt auf zehn Startfelder, im Minutentakt an der Tribüne vorbei. Schön anzuschauen waren alle automobilen Schönheiten. Man merkte: Die Designer hatten bereits im letzten Jahrhundert einiges an Know-how drauf. Ganz zu schweigen von den Motorbauern. Von 11 bis 1000 Pferdestärken war am dritten Oldtimer-GP alles zu sehen und vor allem auch zu hören. Der schwächste Motor gehörte zum Citroën 5 HP von OK-Präsident Andy Küng, das feuerspuckende 1000-PS-Monster zum Gaggenau-Rolls-Royce von Louis Frey aus Muri. 


Ein Muss: ohrenbetäubender Motorenlärm

Speaker Elio Crestani gilt als wandelndes Motorsportlexikon: Praktisch ohne Unterlagen und ohne Unterbrechung kommentierte er den ganzen Tag über jedes Fahrzeug, und über viele der Piloten wusste er Spannendes zu berichten. Und in den kurzen Pausen holte er sich frische Informatio­nen oder begrüsste prominente Teilnehmer und Gäste wie Georg Kaufmann und Ruedi Caprez. Seine Informationen waren aufgrund des ohrenbetäubenden Motorenlärms nicht immer leicht verständlich. Je nach Starterfeld waren die Zuschauer froh um die verteilten Ohropax.

Ruhiger und gemütlicher zu und her ging es im Fahrerlager, wo gefachsimpelt wurde, was das Zeug hielt. Klar, dass die Besitzerinnen und Besitzer stolz sind auf ihre gehätschelten Boliden, in welche sie viel Geld und oft hunderte von Arbeitsstunden investiert haben. Bereitwillig wurden Motorhauben geöffnet und Geheimtipps erteilt. Zwar ist der eintägige Grossanlass im Brugger Schachen keine Rennveranstaltung, worauf das OK grossen Wert legt, dennoch kam erneut so etwas wie Rennatmosphäre auf in der perfekten Naturarena an der Aare. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Schweiz sowie auch viele der Besucher haben sich bereits den 22. Juni 2019 – das Datum des vierten Oldtimer GP – rot in der Agenda einge­tragen.

Kommentare (2)

  1. steff
    steff am 29.06.2017
    Treffender Titel und tolle Veranstaltung für Leute mit und ohne Benzin im Blut.
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  2. Hufschmid Roland
    Hufschmid Roland am 29.06.2017
    Hallo Oldtimer Freaks,
    Das war wieder mal ein gelungenes Racing-Wochenende. Endlich konnte ich meinem Ferrari Mondial wieder mal zeigen, wofür er eigentlich gebaut wurde. Die ganze Organisation war einfach perfekt. Motorsport zum Anfassen für uns Fahrer und für die vielen Zuschauer. Besten Dank allen Helfern. Ihr habt uns wieder einmal ein unvergessliches Event beschert. Oelige Grüsse, Squadra Bianco Azzurro, Roland Hufschmid, Hildisrieden
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