Ein Bauernhaus für die Kunst

Franz-Friedrich und Martha Fischer haben in Linn einen Raum für Kunst geschaffen. Nun zeigen sie Werke von Ruth Burri und Susi Kramer.

Susi Kramer vor ihrem Werk «Anemonen», das sie in Linn ausstellt. (Bild: zVg)

18. August 2021
22:04

Die Geschichte des Kunstraums «Begegnung Linn 24» begann mit der Liebe zu einem Bauernhaus. Vor rund vierzig Jahren verliebten sich Martha und Franz-Friedrich Fischer in ein ehemaliges Bauernhaus im Bözberger Ortsteil Linn. Es bot dem vielbegabten Psychologen und der breit interessierten Dozentin für Gestaltung und Didaktik Raum für Kreativität und Inspiration. In Linn fanden sie einen Ort, wo sie ihre Träume verwirklichen konnten. Ende der 90er-Jahre zog das Ehepaar mit den Kindern aus beruflichen Gründen nach Freiburg – und behielt das Refugium in Linn. Dorthin kehrte das Ehepaar 2018 zurück – und schuf im renovierten Bauernhaus einen Ort der Kunst und der Begegnung.


Kraftvolle «Begegnung»

Ein erstes grosses Projekt war eine Ausstellung des bekannten Wynentaler Malers Kurt Hediger, welche im Oktober 2020 stattfand. Nun folgt eine nächste Ausstellung, welche das Werk der Berner Künstlerin Ruth Burri – sie starb 2019 – mit den Arbeiten von Susi Kramer kombiniert. Entstanden ist eine kraft- und lichtvolle «Begegnung» von zwei Frauen, welche sich von ihren Eindrücken, die sie bei Aufenthalten in vielen Ländern gesammelt haben, inspirieren liessen. Ihr eigenständiges Schaffen zeigt eine bunte und reiche Welt, die den Betrachter sinnieren und träumen lässt.


Farbenfrohes Acrylglas

Wie die Fischers wohnt auch Susi Kramer mit ihrem Mann in einem umgebauten ehemaligen Bauernhaus, von wo aus sie die Welt bereist – vornehmlich ihr Atelier in einem alten Turm in Cannes und ihren Arbeitsraum in Paris – und wohin sie immer wieder zurückkehrt. In Oberhofen hat sich Susi Kramer ein kleines Paradies geschaffen, zu dem ihr liebevoll betreuter und gestalteter Garten mit einer Landschaft aus Buchsbäumen gehört. Die Natur findet denn auch Eingang in ihre Kunst. So finden sich nicht nur gemalte Blumen wie im Werk «Anemonen», das sie in Linn zeigt, in ihrem Schaffen, sondern auch in Acrylglas gegossene Pflanzen und Naturelemente. Dem Glas ist die facettenreiche Künstlerin seit vielen Jahren treu geblieben, und sie lässt dieses stets von Neuem in überraschenden Formen und Farben erstrahlen.

Die Leidenschaft für ihren Garten teilen Franz-Friedrich und Martha Fischer mit Susi Kramer. Und so finden im Rahmen der Ausstellung auch Gartenbesichtigungen statt. Am 28. und 29. August kann im Rahmen der Veranstaltung «Offener Garten» das grüne Paradies der Fischers besucht werden, am 29. August öffnet Susi Kramer ab 14 Uhr die Türen ihres Gartens an der Dorfstrasse 47 in Oberhof. Die Kunstausstellung in Linn ist an den Wochenenden vom 21. August bis zum 5. September zugänglich, jeweils von 10.30 bis 17 Uhr, am Eröffnungstag von 14 bis 17 Uhr. Am ersten Wochenende und am 5. September ist Susi Kramer anwesend.

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