Ein Dorf macht von sich reden

Bereits zum fünften Mal ist das Magazin «Fokus Linn» erschienen. Es erzählt vom Regierungsrat und von der neuen Ortschaft Dickbuch.

Auszug aus der neuen Ausgabe von «Fokus Linn»
Auszug aus der neuen Ausgabe von «Fokus Linn» (Bilder: zVg | Verein ProLinn)

06. Juni 2019
10:00

Druckfrisch liegt das Magazin auf dem Schreibtisch, die Titelseite mit einer Luftaufnahme von Linn springt einem sofort ins Auge. Stolze 183 Seiten dick ist das fünfte «Fokus Linn». Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt: Zu lesen gibt es stolze 40 Geschichten. Das verspricht einige Stunden Lesestoff. Herausgeber ist der Verein ProLinn, als Redaktion zeichnen sich die vier Vorstandsmitglieder Geri Hirt, Hans-Martin Niederer, Iris Krebs und Michel Jaussi verantwortlich. Fünf Jahre «Fokus Linn» bedeutet für sie fünf Jahre Verein ProLinn. Nicht ohne Stolz blicken sie auf das bisher Erreichte. «Es ist schön zu erkennen, dass unsere Vorgehensweise in kleinen Schritten trotzdem Grosses ermöglichen kann», geben sie zu Protokoll. «Wir sind zwischenzeitlich ein eingespieltes Team, das sehr effizient und gut zusammenarbeitet.» 

Prominentes Fotoshooting

Die Jubiläumsausgabe ist dem Kulturerbejahr 2018 gewidmet, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Themen Identität und kulturelles Erbe gerichtet ist. «Sie sind für uns im Alltag meist so selbstverständlich, dass sie wohl gerade deshalb zuweilen aus unserer Achtsamkeit entschwinden», erklärt der Vorstand. Das Dorf Linn soll in diesem Zusammenhang als Beispiel dafür dienen, die Bedeutung des kulturellen Erbes und der Identität wieder ins Bewusstsein zu rufen und zur Sorgfalt zu mahnen. Die 40 gedruckten Geschichten beleuchten das Kulturerbe von verschiedenen Seiten. 

Eine besonders wichtige dieser Geschichten ist die vom Besuch des Regierungsrats. Ein Symbol dafür, dass die Aargauer Politik zunehmend wahrnimmt, was sich in Linn abspielt. Landammann Urs Hofmann hatte sich dafür entschieden, das offizielle Regierungsratsfoto für das Amtsjahr 2019 in Linn aufzunehmen. Eine gros­se Ehre, denn dafür kam der gesamte Regierungsrat vorbei. Vor dem offiziellen Fototermin fanden sich die fünf Regierungsräte Markus Dieth, Urs Hofmann, Alex Hürzeler, Stephan Attiger und Franziska Roth übrigens in einem ehemaligen Schulzimmer ein, um eine offizielle Sitzung abzuhalten. Dem Redaktionsteam von «Fokus Linn» wurde dabei exklusiver Einblick gewährt.

  

Vom Ortsteil zur Ortschaft

Ein weiteres Highlight ist der Artikel über Dickbuch. Er erzählt, wie aus einem Ortsteil eine neue Ortschaft geschaffen wurde. Als die zürcherischen Gemeinden Elgg und Hofstetten fusionierten, wollte man bewusst lokale Identitäten fördern. Es wurde entschieden, dass Dickbuch, bis anhin nur ein Ortsteil von Hofstetten, eine eigene Ortschaft innerhalb der Fusionsgemeinde werden soll. Ein Ansatz, der beim Vorstand von ProLinn auf Begeisterung stiess: «Wir finden, das Modell ‹Dickbuch› sollte bei Gemeindefusionen Schule machen.»

Nach dem Projekt ist bekanntlich vor dem Projekt. So gibt es bereits Pläne für eine nächste Ausgabe. Die Liste von möglichen Themen wird laufend erweitert und überarbeitet. «Die Vergangenheit birgt noch vieles, einen schier unerschöpflichen Geschichtenschatz», sind sich die vier Vorstandsmitglieder sicher. «Darüber hinaus bestehen und entstehen stets neue Geschichten, die uns gewiss noch lange beschäftigen.»

www.linnaargau.ch

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