Ein grosses Fest fürs ganze Dorf

Nächstes Jahr feiert Würenlos grossen Geburtstag. Stolze 1150 Jahre wird das Dorf alt. Zum Jubiläum ist ein dreitägiges Fest geplant.

Das Organisationskomitee freut sich auf das Dorffest 2020 (Bild: ag)

von
Annabarbara Gysel

10. April 2019
09:00

Am Montagabend war der Gemeindschäller in Würenlos war rege bevölkert. Die bereitgestellten Stühle waren bis ein paar wenige besetzt. Gespannt hatten die anwesenden Würenloserinnen und Würenloser ihre Blicke auf die beleuchtete Leinwand gerichtet, auf welche das Logo «1150 Jahre Würenlos» projiziert wurde. Gross war das Interesse der Bevölkerung für die Orientierungsveranstaltung, denn man wollte wissen, wie der aktuellste Stand bezüglich des Dorffestes 2020 ist. Dann nämlich wird die Gemeinde stolze 1150 Jahre alt. Dies soll gebührend gefeiert werden. Angedacht ist ein dreitägiges Fest vom 19. bis 21. Juni 2020. Das Organisationskomitee hat sich bewusst für diese eher kurze Dauer entschieden, wie Vizeammann und OK-Mitglied Nico Kunz erklärte: «Andere machen für solche Anlässe zehntägige Feste, aber wir wollten das redimensionieren.», sagte er. Es sei schliesslich nicht jedem zuzumuten, zehn oder mehr Tage für ein Fest freizunehmen. 

  

Integriertes Jugendfest

Die drei Festtage sollen aktiv gestaltet und mit abwechslungsreichem Programm gefüllt werden. Unter anderem wird das Jugendfest Teil des Dorffestes sein. Geplant ist, dass dieses am Freitag und möglicherweise am Samstag stattfindet. «Was heute Abend sicher am meisten interessiert, ist das Festprogramm. Deswegen sind sie alle hier», meinte Nico Kunz schmunzelnd und leitete über zum Thementeil «Festbetrieb und Vereinswesen». Durch diesen führte Ressortvertreter Marcel Markwalder. «Wir wollen ein Dorffest und keine Zeltstadt», betonte dieser. «Uns ist wichtig, dass wir das Fest zurück ins Dorf holen.» Dies zeigt auch das bereits definierte Festgelände. Dieses ist im Bereich Dorfstrasse – Rössliweg – Zentrumsscheune – Mühlegasse angesiedelt, also ganz im Dorfkern von Würenlos. Mit den betroffenen Anwohnern wurden bereits Gespräche geführt. «Das erste Echo war sehr positiv», so Markwalder. Dem OK ist es ein Anliegen, dass das Beizlifest einen gewissen Charme ausstrahlt. Deswegen sollen, wo möglich, bestehende Objekte im Dorfzentrum genutzt werden. Für den Betrieb erhofft sich das OK eine rege Mitarbeit der Würenloser Vereine und Gruppierungen. Nebst den Beizlis ist ein kleiner Lunapark vorgesehen. Aber nichts «Überrissenes», wie Markwalder erklärte. Vom OK gewünscht sei jedoch ein Autoscooter. 

Für das Rahmenprogramm werden auf dem Festgelände zwei Bühnen errichtet. Auf diesen sind einerseits grössere Acts, aber auch regionale Darbietungen geplant.

  

Gut strukturiertes OK

Das Dorffest 2020 wird organisiert von der Einwohnergemeinde. Das Organisationskomitee wird vom Co-Präsidium, bestehend aus Nico Kunz und Gemeinderätin Barbara Gerster, geleitet. Unterstützt werden sie von den drei Stabsstellen Marketing und Kommunikation (Martina Möckel), Finanzen und Controlling (Amos Paternoster) und dem Sekretariat (Stelle noch vakant). Des Weiteren gibt es fünf Ressorts: Festbetrieb und Vereinswesen (Reto Widrig, Reto Burkart und Marcel Markwalder), Rahmenprogramm und Kultur (Roman Würsch und Petra Berger), Jugendfest (Roland Hausherr), Bauwesen und Infrastruktur (Markus Vogt und Nik Huber) sowie Verkehr und Sicherheit (Christian Bonifazi).

Finanziert wird das Fest zu einem grossen Teil durch die Gemeinde Würenlos. «Die Trägerschaft liegt beim Steuerzahler», fügte Nico Kunz an. Das notwendige Budget wird im Dezember der Einwohnergemeinde zur Genehmigung vorgelegt.

   

Website ist in Planung

In den kommenden Wochen soll die Dorffest-Website www.dorffest-wuerenlos.ch aufgeschaltet werden. Ab dann kann sich die Bevölkerung selbständig über den aktuellsten Stand des Festes informieren.

Kommentare (1)

  • Dorothea
    Dorothea
    am 11.04.2019
    Da kann man nur sagen, "macheds guet ond vel Spass". Die Vorbereitungszeit ist intensiv, das Resultat und die Begeisterung der Bevölkerung werden die Organisatoren und all die fleissigen Helferinnen und Helfer für ihren Einsatz entschädigen.

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