Ein humorvoller Benefizanlass

Im Mittelpunkt der Feier zum 30-Jahr-Jubiläum des Hilfswerks Margrit Fuchs Ruanda im Campussaal Windisch standen die Comedians Michel Gammenthaler, Peach Weber und Edgar Zimmermann sowie die Band azTon.

Michel Gammenthaler
Michel Gammenthaler (Bilder: mw)

von
Max Weyermann

15. Januar 2019
09:00

«Wir haben für unseren heutigen Benefiz-Anlass bewusst ein fröhliches Programm zusammengestellt, denn die 2007 verstorbene Margrit Fuchs verfügte über einen ausgeprägten Sinn für Humor», liess Organisator Edgar Zimmermann, seines Zeichens Vizepräsident der in Windisch domizilierten Stiftung und auch bekannt für seine Auftritte als Kabarettist, das Publikum wissen. Die von 500 Personen besuchte Veranstaltung war innert kürzester Zeit ausverkauft. Gleichzeitig stand der Abschluss der eingegangenen Spendengelder der 25. Sammelaktion im Fokus, an welcher mehr als 700'000 Franken in Kooperation mit den AZ Medien eingegangen waren. Die siebenköpfige Partyband azTon (mit Leadsänger Marc Reinhard und den Instrumentalisten Michael Sokoll, Tom Sager, Stefan Künzli, Marcel Suk, Daniel Zihlmann und Patrick Tognetto) umrahmte den bis gegen Mitternacht dauernden Abend mit ihren energiegeladenen Darbietungen, die zum Mitsingen und Tanzen animierten.

  • Edgar Zimmermann
    Edgar Zimmermann
  • Peach Weber
    Peach Weber

Auf nicht weniger Begeisterung stiessen die Auftritte der drei Aargauer «Wortakrobaten». Der auch als Magier bekannte Michel Gammenthaler zauberte unter anderem Fünfliber aus der Luft, beamte eine Seitentext von einem Buch in ein anderes, gab Tipps zum Gehirntraining und schilderte den bisweilen mühsamen Umgang mit moderner Technologie wie dem Handy oder Parkhaus-Kassenautomaten. Edgar Zimmermann gewährte mit seinem ebenso trockenen wie treffsicheren Humor Einblicke hinter die Kulissen der kantonalen und nationalen Politik und des Verkehrswesens. (Ein besonders aufsehenerregendes Zitat: «Vor drei Wochen ist ein Zug der SBB ohne Panne von Olten nach Bern gefahren!») Peach Weber bot Müsterchen aus dem neuen Programm «iPeach». Er wartete mit einigen seiner speziellen Kurzgedichte auf, philosophierte über das Älterwerden und trug zwei Songs vor. 

Edgar Zimmermann dankte zum Schluss im Namen des sechsköpfigen Stiftungsrates mit Präsidentin Regula Gloor an der Spitze den Akteuren des Abends, die auf Gagen verzichteten, sowie dem Publikum. Ein Kränzchen wand er auch der Stadt Brugg, der Gemeinde Windisch und dem Förderverein Campussaal für die gewährte grosszügige Unterstützung. Die azTon-Band sammelte nebst ihrem Auftritt zusätzliches Geld, indem sie die Darbietungen der Evergreens bekannter Formationen einzeln an das Publikum verkaufte. Weitere Einnahmen brachten handgefertigte Afrika-Souvenirs aus dem Besitz von Margrit Fuchs ein. Alles in allem dürfte der Erlös des Benefizanlass rund 30'000 Franken betragen, die wie alle übrigen Spendengelder voll dem Hilfswerk zugutekommen. Dieses finanziert in Ruanda die Betreuung und den Schulbesuch von Kindern und ermöglicht Familien mit Viehspenden ein von Selbsthilfe mitgetragenes Leben.

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