Ein Wirt auf Achse

Seit zehn Jahren begrüsst Christophe Martin seine Gäste im «Blauen Engel» in Rüfenach. Jetzt gönnt er sich eine Pause und erfüllt sich einen Traum.

Der Weg ist das Ziel: Auf zur Biketour Ennetbaden–Barcelona! (Bild: bb)

11. Juli 2019
09:00

Vor einem Jahr reifte der Plan von Christophe Martin (genannt «Kiki») und seiner Frau Andrea, ihr beliebtes Ferienziel Barcelona einmal mit dem Bike anzusteuern. Wer Kiki kennt, weiss, dass er gut plant. So hat das sportliche Ehepaar, das öfters mit dem Bike unterwegs ist, eine Fahrprobe hinter sich, nämlich die drei längsten Etappen bis Genf. Ebenso haben sie die Übernachtungsorte bereits gebucht. 30 Liter Gepäck werden sie mitführen und Etappen zwischen 55 und 120 Kilometer unter das Rad nehmen. In Genf legen die beiden einen Zwischenstopp ein, denn es steht ein Besuch eines Geburtstagsfestes an. Die Räder werden in Genf eingestellt, und per Zugfahrt gehts nach Basel zum Fest und dann wieder zurück weiter ihrem Ziel entgegen. 18 Tage inklusive Ruhetage sind die beiden unterwegs. Auf einem Blog unter blauer-engel.ch kann man sie begleiten, dort werden sie von ihren Erlebnissen und Erfahrungen berichten.

  

Haus mit langer Geschichte

Das Speiserestaurant «Zum blauen Engel» liegt etwas verborgen. Aber verstecken muss sich dieses Restaurant absolut nicht. Soeben ist es in die Beizenguide «Falstaff» (die besten 300 Beizen der Schweiz, von Gästen bewertet) aufgenommen und mit zwei «Löffeli» ausgezeichnet worden. Aber auch von anderen Gastroführern wie «Cervelat und Tafelspitz», «Aufgegabelt», Genuss-Strasse Jurapark Aargau und in der Genuss-Agenda der Region Brugg «Gut und Gern» wurde das Rüfenacher Speiserestaurant entdeckt. Ob ein Speckplättli, Rauchwürstli, Kotelett oder der legendäre Sonntagsbraten: Gastgeber Kiki setzt konsequent auf Schweizer Produkte und regionale Produzenten. Aber auch viele fleischlose Gerichte werden angeboten und Wein vom hofeigenen Rebberg und von Winzern aus der nahen und fernen Umgebung. Kiki und sein bewährtes Team lassen sich aber auch auf spezielle Wochen und Events ein, wie das Paella-Essen nach dem Brugger Jugendfest, um etwas Ferienstimmung in den «Blauen Engel» zu bringen. 

Trotzdem ist ihm wichtig, die Traditionen dieses Hauses zu wahren und zu pflegen. Dieses Haus hat eine lange Geschichte und auch zu den Produkten und Produzenten gibt es Geschichten. Etwas werden die Gäste aber nicht finden: Pommes frites und Pouletflügeli. «Bei uns ist friteusefreie Zone», erklärt Christophe Martin. Musikalisch schaut er hin und wieder auch über den «Tellerrand» hinaus und engagiert Musiker aus verschiedenen Ländern. Wer weiss, was der Wirt von seiner Biketour nach Spanien für Ideen mitbringt.

Die Sommerpause im «Blauen Engel» dauert vom 15. Juli bis 3. September. Am Slow-up vom 11. August ist das Lokal geöffnet.

Blog «Kiki auf Achse»: www.blauerengel.ch

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