Eine neue Gruppierung formiert sich

Kürzlich sind in Ehrendingen Flugblätter aufgetaucht, die eine neue Gruppierung ankündigen. Die Gründungsversammlung brachte etwas Licht ins Dunkel.

Initiant Stefan Kälin
Initiant Stefan Kälin (Bild: ce)

von
Claudio Eckmann

06. Juni 2018
09:15

Etwa vor drei Wochen war in Ehrendingen an verschiedenen Orten ein erstes Flugblatt aufgehängt: Darin wurde eine neue Gruppierung angekündigt «KEK, Kommission Ehrendingen, die Kann». Die Kommission setze sich zum Ziel, in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zum Wohle der Bevölkerung zu leisten, mit Ideen, Vorschlägen und Anträgen. Weiter stand zu lesen, das Mitmachen stehe jedermann offen, egal, welcher sozialen Schicht, Couleur, Kultur oder Religion, egal ob Privatperson, Firmen, Kirchen, Kommunen oder Eidgenossenschaft. 

Nun wurde am Freitag, 1. Juni, das Geheimnis gelüftet. Der Initiant ist Stefan Kälin aus dem Unterdorf. Der 63-Jährige stellte seinen Werdegang vor, ursprünglich mit einer höheren Ausbildung im Hotelfach, später in diversen anderen Berufen tätig von leitenden Funktionen bis zu einfachen Arbeiten. Dann ging Kälin auf seine Visionen ein, er denkt an zukunftsweisende Projekte, etwa Solarziegel oder ein Schnellladesystem für Elektroautos, oder Transponder, also Funkhilfsgeräte zum Beispiel für demente Personen. Alles Projekte, die sich auch speziell für ältere Langzeitarbeitslose eignen würden. 

Die wenigen Besucher – es waren nur etwa zehn Personen erschienen – reagierten etwas irritiert. Alle hatten aufgrund der Flugblätter erwartet, dass hier eine neue lokale, politische Gruppierung aus der Taufe gehoben werden sollte, und hatten nicht mit technischen oder sozialen Zukunftsprojekten gerechnet. Auf eine entsprechende Frage aus dem Publikum ging der Initiant ein, und es kristallisierte sich heraus, dass ihn hier im Dorf vor allem die Landwirtschaft und der damit verbundene Verkehr beschäftigen, die laufende Melioration in Ober-Ehrendingen sieht er in diesem Zusammenhang sehr kritisch; jedenfalls formulierte er seine Vision, dass eine Lösung gefunden werden müsse, die für alle, für Landwirte und Bürger, dienlich sei. Was genau damit gemeint ist, wurde nicht konkreter formuliert; aber es gebe andernorts bereits zukunftsweisende Lösungen. Als Fazit konnten die Zuhörer somit ziehen, dass der Initiant sich einerseits mit der Problematik der Ü45-Arbeitslosen beschäftigen will und andererseits mit der laufenden Melioration. Zum Mitmachen wollte sich an diesem Abend keiner der Anwesenden entschliessen.

 

Drei Fragen an Stefan Kälin, Initiant KEK

KEK nennt sich «Kommission Ehrendingen, die Kann». Sie legt im Namen also den Fokus auf Ehrendingen.
Zugleich haben Sie am Gründungsabend zukunftsweisende Projekte mit regionaler, nationaler, internationaler Ausstrahlung angekündigt. Wieso also der Lokalname?

Ehrendingen liegt mir am Herzen. Ehre, wem Ehre gebührt. Auf dem Sonnen-Plateau der Lägern ist Ehrendingen strategisch hervorragend gelegen. Mit dem ÖV kann man in alle Himmelsrichtungen praktisch und schnell verreisen. In sieben Minuten ist man in Baden mit internationalen Verbindungen. Mit dem Auto in vier Minuten in Niederweningen, und dort gelangt man mit der S-Bahn ohne Umsteigen nach Rapperswil. In 20 Minuten erreicht man Waldshut. Einfach fantastisch diese Möglichkeiten.

 

Seit drei Wochen sind im Dorf Flugblätter und Einladungen zu KEK gehangen. Dabei wurden allgemeine Ziele genannt: eine Kommission für alle, für die ganze Bevölkerung, für alle Schichten – aber keine konkreten Projekte genannt. Welche Projekte wollen Sie nun zunächst einmal angehen?

Folgende Projekte möchte ich angehen: 2018–2019 Melioration in Ehrendingen, Lösung für Zu- und Abfahrtswege von Schwerfahrzeugen der Landwirtschaft, 2020–2025 Planung Dockstations, wie bei Öltankern – hier für Gülle und Milch, 2020–2023 Freizeitaktivitäten mit neuen Infrastrukturen planen als grosser Anziehungspunkt im Umkreis von 10 km, 2021–2025 Hightech und Natur geniessen für alle, diverse Sportarten und Freizeitspässe. Ehrendingen soll im Zentrum stehen von «fit, fun and nothing to do», auf dem Sonnen-Plateau Lägern.

 

Im Dorf gibt es bereits verschiedene politische Gruppierungen und Ortsparteien. Warum schliessen Sie sich mit Ihrem Projekt, Ihren Ideen nicht einer bereits bestehenden Struktur an? Das würde doch organisatorisch einiges vereinfachen, und diese Gruppierungen stehen ja auch meist allen Interessierten offen.

KEK hat für alle Gruppierungen ein offenes Ohr. KEK ist aber auch modern und will in den nächsten 30 Jahren Einzigartiges und Gutes auf die Beine bringen. «Neuzuzüger» stehen interessiert dabei. Wir brauchen in Ehrendingen junge, aufgeschlossene, dynamische Bürger, die positiv denkend den Schritt für die nächste Generation erarbeiten wollen, zum Wohle aller, nachhaltig, vielseitig aber auch zukunftsweisend und als Beispiel für viele andere Gemeinden.

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