Eine Plattform für Networking

Die Aargauer Unternehmer sind mit dem Geschäftsgang mehrheitlich zufrieden – so das Fazit der Generalversammlung im Trafo Baden.

Stephan Attiger (Regierungsrat), Vicenza Trivigno (Staatsschreiberin), Valentina Kumpusch (Tunnelbauerin), Urs Hoffmann (Landammann) und Marianne Wildi (AIHK Präsidentin) (Bild: mw)

von
Max Weyermann

12. Juni 2019
09:00

Dieses Jahr wurde die Wirtschaftsveranstaltung wegen des Umbaus des Wettinger Kongresszentrums Tägerhard erstmals im Trafo Baden durchgeführt. Zum Grossanlass fanden sich 489 Personen ein, darunter 294 Vertreter der insgesamt 1841 AIHK-Mitgliedfirmen und 195 Gäste. Die anwesenden Politiker und Behördenmitglieder, Vertreter von Firmen und Institutionen sowie eingeladene Absolventen der Wirtschaftsschule Aarau und der Informatikschule der Kantonsschule Baden benützten die Gelegenheit zum ausgiebigen Informationsaustausch und Networking beim Apéro und beim abschliessenden Nachtessen.

 

«Wir müssen zusammenstehen»

Mit Blick auf die nationalen Wahlen vom kommenden Herbst rief AIHK-Präsidentin Marianne Wildi in ihrer Begrüssung die Verantwortungsträger der Aargauer Wirtschaft zum aktiven Mitwirken in Politik und Gesellschaft auf. Dies mit dem Hinweis, dass die guten Abstimmungsresultate des vergangenen Jahres zeigten, dass das entsprechende Engagement mit Konzentration der Kräfte Früchte trage. Den bürgerlichen Parteien biete sich die Chance, in der kommenden Legislatur den Aargau wieder mit zwei Ständeräten zu vertreten. Die drei zur Wahl antretenden, von der AIHK unterstützten und persönlich anwesenden Kandidierenden Marianne Binder (CVP), Thierry Burkart (FDP) sowie Hansjörg Knecht (SVP) wurden in kurzen Videobotschaften vorgestellt. Zu den ebenfalls angesagten Nationalratswahlen wird sich die AIHK zu einem späteren Zeitpunkt äussern und positionieren. «Zusammenstehen müssen wir auch für ein gutes Gelingen der laufenden Energiegesetzrevision. Hier gilt es, der Bevölkerung aufzuzeigen, was die Wirtschaft für die Senkung des Energieverbrauchs und damit auch für den Klimaschutz bereits seit Jahren erfolgreich leistet», so Marianne Wildi zum Schluss ihrer Rede.

   

Neuer Geschäftsleiter kommt  

Die Präsidentin sprach Peter Lüscher unter Überreichung eines Präsents den Dank für seinen im Laufe von 32 Jahren – davon 14 Jahre in der Funktion als Geschäftsleiter –  geleisteten Einsatzes aus. Er geht auf Ende Jahr in Pension. Als Nachfolger auf dem Führungsposten ist der in Birr wohnhafte Beat Bechtold ausersehen. Im Rahmen der nächsten GV vom 28. Mai 2020 wird Gelegenheit bestehen, ihn näher kennenzulernen.

 

Eine Power-Frau

Nach dem geschäftlichen Teil der Generalversammlung stand ein Gastvortrag von Valentina Kumpusch-Oresnigo – auch als «Miss Gottardo» bekannt – auf dem Programm. Die Tessiner ETH-Bauingenieurin ist Gesamtprojektleiterin für die 2016 bewilligte zweite Röhre des Gotthard-Strassentunnels zwischen Airolo und Göschenen. In der Schweiz hat noch nie eine Frau eine solche Grossbaustelle gemanagt. Die Einweihung des nach heutigem Budget auf zwei Milliarden Franken veranschlagten Bauwerks ist für 2027 geplant. Anschlies­send folgt mit vorgesehenen Kosten von weiteren 800 Millionen Franken die Sanierung des bestehenden Tunnels. Die Referentin gab eindrückliche Einblicke in die umfangreichen Herausforderungen, die das Grossprojekt bietet. Sie nannte als zentrale Voraussetzungen für die Erfüllung ihrer Führungsaufgabe in erster Linie Fachwissen, Kooperationsfähigkeit sowie Begeisterung für ihre Arbeit, die sie am Gotthard voraussichtlich bis 2030 in Anspruch nehmen wird. 

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