Eine Reise ins Kopfüberland

Am 1. Juni fand in Königsfelden die Premiere von «kopfüber» statt. Die 75 Jugendlichen verwandelten die Klosterkirche in eine Zauberlandschaft.

Die Jugendlichen entführten das Publikum in eine Zauberwelt
Die Jugendlichen entführten das Publikum in eine Zauberwelt (Bilder: zVg/Alex Spichale)

von
Claudia Marek

04. Juni 2018
17:00

Der grosse Moment war gekommen. Gespannt sassen die Zuschauer auf der Tribüne in der Klosterkirche Königsfelden und warteten auf den ersten Ton. «kopfüber» ist das dritte Jugendprojekt von Tanz und Kunst, unter der künstlerischen Leitung von Brigitta Luisa Merki. Seit Dezember vergangenen Jahres standen in den drei 5. Klassen der Lenzburger Schule Angelrain, innerhalb des Schulunterrichts, Workshops in den Sparten Tanz, Wort, Musik und Visuelle Kunst auf dem Stundenplan. Das Herzstück von «kopfüber» ist der Tanz.

 

Unterwegs zum Zauberwald

Ein grosses, weisses Tuch liegt ausgebreitet auf dem Boden. Das Licht geht an und verwandelt die Umgebung in eine Eislandschaft. Eisköniginnen haben die oberste Eisschicht bereits aufgebrochen, und in gemeinsamer Anstrengung kämpfen sich die ersten Gruppen durch Sturm und Eisschollen. Tanzend, kämpfend, fordernd. Es lohnt sich, die eisige Windstimme einer Sängerin verwandelt sich in einen besänftigenden Gesang. Die Landschaft verändert sich. Es ist Land in Sicht. Das Tempo wird schneller. Hip-Hop-Rhythmus lässt das letzte Eis schmelzen. Und so geht es weiter, bis es klar wird: Kopfüberland ist eine Wunschinsel. Ein Ort, an dem alles durcheinanderwirbeln darf. Selbst Sprache und Buchstaben dürfen kopfstehen. Eine Welt, die man manchmal herbeisehnt. Eine Welt der freien Fantasie, in der andere Gesetze gelten.

 

Ein Gesamtkunstwerk

Es gab Standing Ovations am Ende der Aufführung. Welche Leistung haben diese Jugendlichen gezeigt. Welche Arbeit steckt hinter dieser einzigartigen Kombination von Musik und Tanz. Nicht nur die Jugendlichen berührten das Publikum auch die Musik des Trios Christoph Huber, Corinne Nora Huber und Julian Häusermann. Nicht zu vergessen das Bühnenbild und die Lichtinstallationen, die das Geschehen in eine Zauberwelt verwandelten. Alles hatte sich wieder zu einem Gesamtkunstwerk gefügt. 

Wichtig für das eigene Leben

«Das Kunstprojekt war wie jedes Mal ein Abenteuer, bei dem man nie weiss, was auf einen zukommt», begann Brigitta Luisa Merki ihre Ansprache, kurz vor der Aufführung. Am Anfang stünden jeweils alle Beteiligten irgendwie kopf, jede Person auf ihre Art. Der Anspruch, ein gemeinsames Werk für die Bühne zu kreieren, sei eine enorme Herausforderung und gleichzeitig eine grosse Chance im gegenseitigen Lernprozess. Brigitte Luisa Merki bedankte sich bei allen Beteiligten, den Schülerinnen und Schülern, ganz besonders bei den drei Klassenlehrerinnen, für ihren Mut und Bereitschaft, gemeinsam dieses Projekt zu realisieren.

Auch Regierungsrätin Franziska Roth lobte bei ihrem Grusswort die Leistung der Jugendlichen. Die jungen Menschen hätten Disziplin bewiesen, vielleicht hätten sie auch eine Portion Mut und Überwindung benötigt, um sich auf das Projekt einzulassen. «Diese Erfahrungen werden ihnen ein Leben lang in Erinnerung bleiben, auf die sie später zurückgreifen können», so Franziska Roth. «Die Schülerinnen und Schüler haben in dem halben Jahr Unglaubliches geleistet» sagte auch Elisabeth Wernli, Präsidentin von Tanz und Kunst. «Sie wurden gefordert und gefördert in ihnen bislang unbekannten Bereichen.» Die Aufführungen dauern noch bis am 6. Juni. 

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