Einen Detektiv-Trail zum Jubiläum

Zehn Jahre schon ist das Chinderhuus Simsala an der Storchengasse zuhause. Zum Geburtstag schenkt es der Bevölkerung einen Detektiv-Trail.

Vorstandsmitglied Adrian Glauser, Leiterin Nicole Caruso und Präsidentin Nina Ryser vor dem Simsala-Gebäude «Novum» an der Storchengasse. (Bild: aru)

09. September 2021
20:41

Ferienplausch

Das Kinderhaus Simsala bietet während der Herbstferien vom 4. bis 8. Oktober einen Ferienplausch an. Frei nach dem Motto «Aus Alt mach Neu» kann man
Instrumente bauen, Möbel umgestalten, neue Kleidungsstücke kreieren und sinnvolle Dinge für den Garten basteln. Teilnehmen können alle Kinder aus Brugg und Umgebung, das Angebot ist für die ganze Woche oder an einzelnen Tagen buchbar. Es sind noch letzte Plätze frei. Anmelden kann man sich bis 15. September.

chinderhuus-simsala.ch

Ich treffe Adrian Glauser und Nina Ryser-Iten auf dem Eisi. Und schon wartet die erste Frage auf mich: Woher hat das Eisi seinen Namen? Mhm. Ich überlege. Das Eisi ist mir seit meiner Kindheit vertraut, und jedes Jahr singe ich im Bruggerlied davon. Aber warum es so heisst? Keine Ahnung. Glauser hilft mir. Der Name stamme von der Zeit, als man die Pferde vor ihrem Gang über die Bözberg-Passstrasse auf dem Platz im Zentrum von Brugg mit neuen Eisen versehen habe.

Und schon gehts weiter zum Stadthaus, wo wir vor dem Gedenkstein an die Mordnacht stehenbleiben: Wievielmal kommt hier die Zahl vier vor, fragt mich Nina Ryser. Ich zähle. Ryser und Glauser, beide tätig im Vorstand des «Chinderhuus Simsala», führen mich heute in den Detektiv-Trail ein. Diesen hat sich das Simsala zum zehnten Geburtstag geschenkt – oder besser gesagt, all den Kindern und Familien, die tagtäglich im «Chinderhuus» ein und aus gehen. «Wir haben uns überlegt, wie wir in diesen Corona-Zeiten unsere Familien beglücken können», sagt Nina Ryser. Ein Trail, den man individuell und draussen begehen könne, schien ihnen ideal.


Einen Schatz entdecken

Erstellt wurde der spannende und abwechslungsreiche Rätsel-Rundgang, der vor einigen Wochen fertiggeworden ist, in enger Zusammenarbeit mit der internationalen Organisation «Mycityhighlight», welche für Detektiv-Trails in der ganzen Schweiz verantwortlich zeichnet. Der Pfad startet auf dem Eisi und folgt auf einer Strecke von 5,5 Kilometern ausgewählten Stationen innerhalb von Brugg und Windisch. Er ist – ganz im Sinn des Simsala – kinderwagentauglich. «Und führt selbstverständlich an unseren Standorten in Brugg und Windisch vorbei», lacht Nina Ryser.

Die Präsidentin – auch ihre beiden Kinder besuchen das «Chinderhuus» – ist ganz begeistert vom Trail. Sie habe durch diesen viel Neues über Brugg erfahren, sagt sie. Dem pflichtet Adrian Glauser bei. «Das Highlight für meine Kinder war allerdings die Schatztruhe am Schluss», schmunzelt er. Dort dürfe jedes Kind eine kleine Belohnung aussuchen. Öffnen lässt sich die Truhe, die sich im Migrolino  in der Bahnhofsunterführung befindet, mittels eines Codes. Diesen erhält man, wenn man alle Fragen des Trails richtig beantwortet. «Die Fragen sind tricky, aber für Kinder gut lösbar», weiss Ryser. Ansonsten könnten ja die Eltern noch etwas Unterstützung bieten. Wer den Trail unter chinderhuus-simsala.ch bucht, kann die Karte mit den Posten und Fragen ausdrucken oder den Pfad ganz einfach mittels App begehen.

Mittlerweile sind wir beim Simsala an der Storchengasse angekommen, wo das Kinderhaus seit zehn Jahren situiert ist. Hier stösst Hort- und Krippenleiterin Nicole Caruso zu uns. Sie ist seit vielen Jahren im Simsala tätig und der lebende Beweis für dessen Qualität. «Wir haben eine sehr geringe Personalfluktuation», erklärt Nina Ryser, «und das spricht fürs Simsala.»


Attraktives Angebot anstreben

Die Geschichte des Simsala begann 2003 in Königsfelden, 2011 kam der Standort Brugg an der Storchengasse dazu, der 2015 mit den Räumen im «Rössli» erweitert wurde. 2018 wurde das «Chinderhuus» durch die Räumlichkeiten des ehemaligen «Souperbe» erweitert. Im Simsala sind Kinder vom Babyalter bis zur sechsten Klasse willkommen. «Mit der Einteilung in zwei Hort-Gruppen können wir den Kindern einen Mehrwert bieten», sagt Nina Ryser. Kindergärtner bis Zweitklässler bilden die eine Gruppe, Dritt- bis Sechstklässler die zweite. Insgesamt besuchen rund 300 Kinder das Simsala, 100 davon am Standort Brugg. Dort werden sie von insgesamt 18 qualifizierten Mitarbeitenden betreut. «Auf eine gute Ausbildung unserer Mitarbeitenden legen wir grossen Wert», betont Ryser. «Schliesslich vertrauen wir ihnen unsere Kinder an.»

In Brugg bietet das Simsala die so genannte One-Stop-Lösung an. Vom Babyalter bis zum Austritt aus der Primarschule besuchen die Kinder denselben Standort. So bilden Örtlichkeiten und Betreuungspersonal eine Konstante in ihrem Leben. «Es ist alles sehr familiär hier», sagt Glauser. «Das sorgt für wertvolle Bindungen».

Für Nina Ryser ist wichtig, dass ihre Kinder gerne in den Hort gehen. «So kann ich mich tagsüber mit gutem Gewissen meiner Arbeit widmen», sagt die Ökonomin, die als Co-Leiterin der Standortförderung im Kanton Basel-Stadt und als Geschäftsführerin des Technologieparks Basel tätig ist. Auch Adrian Glauser konnte stets guten Gewissens seiner Arbeit als Maschinenbau-Ingenieur nachgehen, besuchen seine Kinder doch seit den Anfängen das Simsala. «Ich setze mich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein und damit für attraktive Lösungen im Bereich der Kinderbetreuung», erklärt Ryser ihr Engagement als Präsidentin des Simsala. Ihm sei wichtig, dass die Qualität der Kinderbetreuung hoch gehalten werde, ergänzt Vorstandsmitglied Glauser.

Zehn Jahre liegen zurück. Was will der Vorstand in Zukunft noch erreichen? «Wir möchten die Auslastung optimieren», sagt Nina Ryser. Bedeutet das auch weiteres Wachstum? «Im Moment ist das nicht geplant» so die Präsidentin. «Wir schätzen diesen familiären und lokalen Rahmen und wollen ihn schützen.» Dazu gehöre auch die Teilnahme des Simsala an der Fasnacht und weiteren Brugger Anlässen.

Ich verabschiede mich von der Simsala-Crew und gehe weiter zur Stadtkirche. Dort wartet das nächste spannende Detektivrätsel auf mich.

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