«Einmal haben wir alle geweint»

Das Brugger Topmodel Manuela Frey coacht 24 Models und entscheidet, wer weiterkommt und das Live-Finale von «Switzerland's next Topmodel» am 23. November gewinnt.

Der Basler Fotograf Kostas Maros bei seiner Session mit Manuela Frey beim Eisi in Brugg
Der Basler Fotograf Kostas Maros bei seiner Session mit Manuela Frey beim Eisi in Brugg (Bild: rhö)

von
Reinhold Hönle

10. Oktober 2018
09:00

Seit Manuela Frey mit erst 15 Jahren beim nationalen Finale des Nachwuchswettbewerbs «Elite Model Look» 2012 in Zürich aus 850 Bewerberinnen zur Schweizer Vertreterin am Weltfinale auserkoren worden ist und in Schanghai den dritten Platz erreichte, geht es mit ihrer Karriere in der Modebrache steil bergauf. Bereits 2013 war sie das meistgebuchte Model in Paris, Mailand, London und New York und läuft bei den bedeutendsten Modeschauen für Labels wie Armani und Chanel. Nun bekommt sie mit erst 22 Jahren die Chance, sich als Host der glamourösen Casting-Show «Switzerland's next Topmodel», kurz SNTM, über mehrere Wochen einem breiten Fernsehpublikum vorzustellen. Dabei wird sie um so mehr Beachtung finden, da sie als Host der ersten Schweizer Version des Formats in die Fussstapfen von Heidi Klum tritt und wohl oder übel am deutschen Supermodel gemessen werden wird.

 

Eine ganz neue Rolle

Entsprechend riesig ist das Interesse an Manuela Frey in der Schweizer Medienwelt. Im Vorfeld des Sendestarts gab sie in Brugg mehrere Interviews und posierte im Eisipark auch für eine Fotosession. Dem General-Anzeiger erzählte sie über ihre Gefühle vor und beim Dreh der ersten Runde von SNTM. «Ich war selbst gespannt, wann sich das Lampenfieber bei mir einstellt. Bei den Shows bin ich schon seit Jahren kaum mehr nervös, bevor ich auf den Laufsteg muss, aber Host ist eine ganz neue Rolle für mich.» Als sie in ihrer Garderobe im Zürcher Kaufleuten geschminkt wurde, sei sie noch ganz ruhig gewesen. Bis 30 Sekunden vor der Aufzeichnung der ersten Folge. «Als ich dann den 24 Jungs und Mädels gegenüberstand und ihnen in die Augen schaute, dachte ich: Okay, shit! Nun muss ich mich darauf konzentrieren, was ich sagen will, doch der Text, den ich mir ausgedacht hatte, fiel mir nicht ein ...», erinnert sie sich und kann dabei lachen. «Dann habe ich sie einfach begrüsst und spontan reagiert, wenn spannende Dinge passiert sind. Und das ist Reality TV!»

Natürlich musste sie sich an die Regeln der erfolgreichen Casting-Show halten und bekam jeden Abend einen Zettel mit den wichtigsten Eckpfeilern des nächsten Drehtags unter den Hotelzimmertüre hindurch geschoben, doch ansonsten fühlte sie sich frei und durfte ihre Erfahrungen mit einbringen. «Keine Spur davon, dass alles Fake und vorher schon abgesprochen ist, wie behauptet wird. Ich hatte die volle Macht. Und es ist wirklich cool, wenn du entscheiden kannst, wer weiterkommt. Aber es ist auch hart. Einmal musste ich jemanden rausschmeissen, der grosses Potenzial hat, aber nicht aus sich herauskam und alles viel zu persönlich nahm. Und ich sage Ihnen: Wir haben alle geweint!»

Ansonsten hängt der Himmel für den Jungstar voller Geigen. SNTM ermöglicht es der Wahl-New-Yorkerin, ihr Heimweh zu stillen und die Eltern und ihren jüngeren Bruder häufiger in Brugg zu besuchen. Vater René versprach Manuela am Morgen vor unserem Gespräch beim Tennisspielen, dass er im November oder Februar zum ersten Mal die weite Reise zu ihr auf sich nimmt, obwohl er Langstreckenflüge sonst nach Möglichkeit meidet. Last, but not least spielt das Model im sinnlichen Videoclip zu Bastian Bakers starker neuer Single «Stay» die weibliche Hauptrolle.

Ab Freitag, 19. Oktober wöchentlich jeweils 20.15 Uhr auf ProSieben

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