Erster Einblick in die Berufswelt

Jedes Jahr organisiert der ­Gewerbeverein Wasserschloss einen Berufserkundungstag. Das Interesse der künftigen Arbeitnehmenden war gross.

Schüler dürfen bei Merz einen LKW aus der Nähe anschauen – und sich sogar einmal ans Steuer setzen. (Bilder: isp)

03. November 2021
18:06

Einen Vormittag lang bekamen die Jugendlichen des achten Schuljahrs der Schule Gebenstorf Einblick in verschiedene Ausbildungen, welche die Gewerbebetriebe ihrer Gemeinde anbieten. Insgesamt 43 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe waren dieses Jahr dabei.

Morgens um 8.15 Uhr besammelten sie sich beim Schulhaus Brühl. Von dort aus gingen sie in Gruppen zu den drei Betrieben, die ihnen im Vorfeld zugeteilt worden waren. Sechs Gebenstorfer Firmen stellten sich dieses Jahr zur Verfügung. Die Jugendlichen durften je 45 Minuten lang in verschiedene Berufe und Ausbildungen schnuppern.

Im Metallbauunternehmen Bafento erfuhren sie Wissenswertes über Berufe im Metallbau. Bei E-Service Eglin standen Berufe aus der Montage- und Elektroinstallation zur Auswahl. Berufe in der Haustechnik und im Sanitärbereich stellte die Firma Felix & Co. AG vor. Bei der Merz AG standen Ausbildungen in den Bereichen Betriebsunterhalt und Strassentransport im Fokus. Der Verein Lernwerk stellte Berufe in der Schreinerei, der Hauswirtschaft und der Küche vor. Auch die Gemeindekanzlei Gebenstorf öffnete für den Berufserkundungstag ihre Türen: Sie zeigte, wie sich der kaufmännische Bereich gestaltet. Die Jugendlichen waren eigenverantwortlich unterwegs und besuchten am Nachmittag wieder selbständig den Unterricht. In der Schule hat der Berufs­erkundungstag seit Jahren einen fixen Platz im Jahresprogramm.

  • Livio: «Diesen Berufserkundungstag finde ich wichtig. Wir haben die Möglichkeit, in kürzester Zeit viele Berufsbilder im Dorf kennenzulernen. Der Beruf des Elektrikers wäre etwas, das ich mir gut vorstellen könnte.»
  • Jürg Humbel, Leiter Infrastruktur Merz-Gruppe: «Unsere Firma hat bereits oft an solchen Aktionen mitgemacht. Wir finden es prima, den Jugendlichen Einblicke zu geben, und freuen uns über das Interesse. Man kann nie früh genug damit anfangen.»
  • Rebecca Froelich, Vorstand Gewerbe­verein Wasserschloss: «Uns ist es wichtig, Berührungspunkte zwischen Jugendlichen und Unternehmen zu schaffen. Mir liegt es am Herzen, als Unternehmerin ein Rollenvorbild für unsere Jugendlichen zu sein.»
  • Sascha: «Beim Lernwerk hats mir gefallen. Ich habe bereits in einer Bäckerei geschnuppert. Ich weiss, dass man sich ­anstrengen sollte in Sachen ­Berufswahl. Recyclist/-in EFZ wäre etwas für mich. Das ist ein neueres Berufsbild.»
  • Josef Meier, Lehrperson Oberstufe: «Wir behandeln die Berufswahl im Unterricht. Mit dem Lehrplan 21 wurde mit dem Fach ‹Berufliche Orientierung› ein neues Zeit­gefäss eingeführt. Es ist ein fordernder Selbstfindungsprozess.»
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