«Es soll Spass machen»

Sieben Badenerinnen und Badener initiierten das Plastik-Experiment mit dem Ziel, gegen den Plastikwahn vorzugehen.

Die Initianten: hinten, v. l.: Andreas Schärer, Sandra Kohler, Monika Greber und Judith Wernli; vorne, v. l.: Christoph  Broens, Roman Hofer und Brunhilde Mauthe
Die Initianten: hinten, v. l.: Andreas Schärer, Sandra Kohler, Monika Greber und Judith Wernli; vorne, v. l.: Christoph Broens, Roman Hofer und Brunhilde Mauthe (Bilder: zVg | Sandra Brack)

von
Andrina Sarott

26. November 2019
10:00

Sie wollen ein Zeichen setzen: Christoph Broens, Monika Greber, Roman Hofer, Sandra Kohler, Brunhilde Mauthe, Andreas Schärer sowie Judith Wernli sensibilisieren gegen den Gebrauch von Kunststoffen in allen Lebensbereichen. Das Projekt nennt sich «Baden geht voran. Das Plastik Experiment.» Es hat zum Ziel, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger von Baden im März 2020 (und hoffentlich länger) plastikfrei leben. Das heisst zum Beispiel, auf Plastiksäcke zu verzichten und keine Waren, die in Plastik verpackt sind, zu kaufen. Auch Unternehmen, Organisationen, Schulen, Gastrobetriebe, Behörden und viele mehr sind eingeladen, daran teilzunehmen. 

 

Plastikfreie Alternativen

Am Mittwoch, 20. November, fand der erste Informationsanlass in der Druckerei Baden statt. 200 Badenerinnen und Badener aller Altersgruppen fanden sich dort ein. «Wir sind überwältigt, dass dieses Thema so viele Menschen beschäftigt», erzählt Brunhilde Mauthe. Es wurden Fragen gestellt, Ideen ausgetauscht und rege diskutiert. Zudem stellte Tanja vom Blog «Zerowaste.Switzerland» zahlreiche plastikfreie Produkte wie Zahnbürsten aus Bambus, Bienenwachstücher als Frischhaltefolienersatz, Jutebeutel für den Einkauf und vieles mehr vor. «Es gibt verschiedene Alternativen. Damit ist es möglich, ohne Einschränkungen die Plastikabfälle zu reduzieren», meint Mauthe. 

Der Erfinder des Plastik-Experiments ist Christoph Broens. Als Arzt merkte er immer wieder, dass sich der Plastik im menschlichen Körper ablagert. Vor zwei Monaten entschied er, selbst aktiv zu werden. Ende Oktober traf sich die siebenköpfige Initiatoren-Gruppe zum ersten Mal. «Politik und Wirtschaft handeln zu langsam. Aus diesem Grund möchten wir von der Bevölkerung aus agieren», führt Brunhilde Mauthe aus. «Die Teilnahme an diesem Projekt ist aber selbstverständlich freiwillig. Und es soll Spass machen.» 

 

Motivation für andere Städte

Der nächste Informationsanlass findet am 27. Januar 2020 statt. Bis dahin werden die Ideen erfasst und sortiert. Zudem kann sich jeder im Vorfeld mit Aktivitäten für den März einbringen. Ab Dezember 2019 ist alle zwei Wochen ein runder «Plastiktisch» für Infos sowie den Austausch von Aktionen und Ideen geplant. Am 1. März ist ein grosser Initialevent vorgesehen. «Unser Traum ist es, dass wir mit dieser Bewegung andere Städte motivieren können, ebenfalls gegen das Plastikproblem vorzugehen», sagt Mauthe.

Weitere Informationen erhält man unter plastikexperiment.ch, auf Social Media unter #badengehtvoran und #plastikexperiment sowie direkt unter info@plastikexperiment.ch.

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