Es tut sich was in Brugg

In den Brugger Restaurants Frohsinn und Sonnenberg etablieren sich zwei Wirte mit neuen Konzepten. Und im Steiger zieht eine Kinderkrippe ein.

Wurden vom Verein «inBrugg» vorgestellt: v. l. Rose und Richard Scherrer, Sophia Kéki (alle Teddy Club), Joe Klossner (Restaurant BigJoe) sowie Rami Gashi vom Restaurant Sonnenberg. (Bilder: sha)

von
Stefan Haller

10. Oktober 2019
08:00

Der Verein «inBrugg» vertritt das übergeordnete, gemeinsame Marketing von Mietervereinigung Neumarkt, Brugger Citygalerie und Gewerbeverein Zentrum Brugg. Er hat sich zum Ziel gesetzt, mit gezielten Massnahmen das Image von Brugg zu fördern und dessen Attraktivität als Einkaufsstandort zu steigern. 

Bisher sorgte «inBrugg» vor allem mit der «Jesus»-Plakatkampagne und einem Wurst-Event an Fronleichnam für Aufsehen, das in der Öffentlichkeit nicht nur positiv gewertet wurde. Nun durfte der Verein kürzlich durchwegs erfreuliche Neuigkeiten verkünden. Die «inBrugg»-Vorstandsmitglieder Granit Tetaj und Mirco Fritschi stellten drei neue Unternehmen vor, die sich hier ansiedeln werden respektive dies bereits getan hatten. Die neuen Angebote sind gemäss Mirco Fritschi nach der vor ein paar Monaten vorgestellten Migros-Studie perfekt auf die Bedürfnisse der regionalen Bevölkerung zugeschnitten. «Allerdings», so räumte er ein, «wären die drei Unternehmer auch ohne uns hierhergekommen, denn der Standort Brugg  ist sehr attraktiv.» Fritschi berät mit seiner Firma Vispro AG alle drei Neuankömmlinge und hat auch die Werbekampagnen entworfen, die zum Teil bereits auf Plakatsäulen zu sehen sind. 

 

«BigJoe»: Steaks und Burger im ehemaligen «Frohsinn»

Im Rahmen der Umfrage kristallisierte sich beispielsweise heraus, dass es in Brugg bereits genügend Restaurants mit italienischer Küche gebe. Fritschi freute sich deshalb, anlässlich der Pressekonferenz im Technopark das neue Restaurant BigJoe ankündigen zu können. 

Am 1. November wird der Gastronom Joe Klossner, der in Wildegg und Windisch aufgewachsen ist, sein neues Restaurant eröffnen. Er habe sich sogleich in das kleine, aber feine Quartierrestaurant Frohsinn verliebt, das in den letzten Jahren unter den Namen «Mekhong» und «Taste of Asia» geführt worden war, sagte Klossner. Im Oktober wird das Restaurant einem Totalumbau unterzogen. Klossner ist ein erfahrener Gastronom. Er machte einst eine Kochlehre in Genf und arbeitete später in verschiedenen Führungspositionen, unter anderem auch als Küchenchef bei Mövenpick und Ikea. Bis zum 30. September hat er das Restaurant im Regibad Zurzach sowie den Mittagstisch in Bad Zurzach und Rekingen geführt. Von dort bringt er auch den Koch Gabriel Laube sowie die Ser­vicemitarbeiterin Ana Roxana mit. Gesucht werden ein weiterer Koch sowie zwei Serviceangestellte, denn Klossner will vor allem als Gastgeber wirken. 

Joe Klossner (59) freut sich auf die neue Herausforderung in Brugg: «Ich wollte mich beruflich noch einmal verändern und im ‹BigJoe› möchte ich pensioniert werden.» Das Fleisch für die Steaks und Burger bezieht er ausschliesslich von der Metzgerei Lüthi in Hausen. Geplant sei «Fleisch vom Grill», das nach Gewicht bezahlt werde, aber kein «heisser Stein», darunter auch Spezialitäten wie Rib-Eye-Steaks oder Bisonfilets sowie frisches Gemüse. Auch ein Veggie-Burger soll sich auf der Speisekarte befinden.

Liegenschaft «Frohsinn» in Brugg heisst ab dem 1. November «Big Joe» statt «Taste of Asia».

 

Gutbürgerliche Küche im «Sonnenberg»

Bereits seit einigen Wochen weht ein frischer Wind im Restaurant Sonnenberg in Lauffohr, das ebenfalls ein beliebter Treffpunkt im Quartier und für Vereine ist. Wirt Rami Gashi (43)konnte sich mit dem «Sonnenberg»  den lang gehegten Traum vom eigenen Restaurant erfüllen. Auch er bringt viel Erfahrung in der Gastronomie mit. So absolvierte Gashi einst eine Lehre als Restaurantfachmann auf der «Baldegg» in Baden, wo er später als Chef de Service wirkte. Später hängte er eine Kochlehre an und schloss diese im renommierten Gasthof zum Bären in Birmenstorf erfolgreich ab. Anschliessend sammelte er Führungserfahrung bei der Migros in Baden als Fachleiter Catering sowie als Küchenchef im Migros-Restaurant in Wettingen. Auch im «Sonnenberg» wird er vor allem am Herd im Einsatz stehen. Seine Frau Gane kümmere sich derweil um den Service. 

Familie Gashi ist es wichtig, preiswerte, aber dennoch qualitativ hochwertige, gutbürgerliche Menüs anzubieten. Der Pizzaofen des Vorgängers, der das Restaurant etwas mehr als ein Jahr geführt hatte, werde nicht mehr benötigt. Statt italienisch reicht das neue Angebot im «Sonnenberg» nun vom heissen Stein bis zum Flammkuchen. Weitere Spezialitäten des Hauses sind Cordon bleu, Schnitzel oder Kalbsleberli. Wert legt Gashi auf Hausgemachtes und auf regionale Produkte. «Anständig und bodenständig, sauber und seriös» lautet das Credo im «Sonnenberg».

 

«Teddy Club» im Steiger

Im Gewerbehaus Steiger entsteht derzeit auf einer Fläche von rund 580 m2  die eindrückliche Spielwelt des «Teddy Club». Die gebürtige Ungarin Sophia Kéki entwickelte die zweisprachige Kinderkrippe ab 2013 zuerst für ihren eigenen Sohn. Das Konzept wurde ein Erfolg. «Teddy Clubs» gibt es bereits in Regensdorf und in Hüttikon ZH. Hier arbeiten ausschliesslich Lehrerinnen mit Muttersprache Englisch, die aber alle auch Deutsch verstehen.

«Das Wichtigste in den Teddy Clubs ist aber, dass sich die Kinder bei uns genau so wohlfühlen wie zu Hause oder bei der Grossmutter», erklärt Sophia Kéki. In Kleingruppen wird den Kindern die volle Aufmerksamkeit der Betreuerinnen zuteil. 

Der «Teddy Club» Brugg wird vom Ehepaar Rose und Richard Scherrer als Geschäftsführer in einem Franchising-Modell geleitet. An der Bad­strasse 50 in Brugg sollen bis zu 60 Kinder im Alter von 3 Monaten bis 12 Jahren betreut werden können. Nebst einer Spielgruppe ist der Teddy Club auch eine Kinderkrippe, ein Kinderhort sowie ein Drop In.

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