Ferienerlebnis gab den Ausschlag

Peter Siegenthaler kam vor vierzig Jahren mit Single Malt Whisky in Kontakt. Dieses Jubiläum feierte er mit dem «Whisky Fest Baden».

Peter Siegenthaler 1981 vor der Whisky-Destillerie in Schottland. (Bild: zVg)

08. September 2021
17:50

In den Siebzigerjahren genoss Peter Siegenthaler in der damaligen BBC eine kaufmännische Ausbildung. In seiner Freizeit betrieb er mit Leidenschaft den Karatesport, in dem er es bis zum Grossen Meister brachte. Karate prägt ihn bis heute. Im Jahr 1981 führte ihn ein Trainingslager nach England. Er verlängerte dieses, gemeinsam mit seinen Kollegen Ruedi Bürki und Eric Werne, um eine Ferienwoche in Schottland. Trainingskollege Imre Farkas habe ihm damals empfohlen, die Destillerie «Glenfarclas» in der Ortschaft Ballindaloch zu besuchen, welche aus Getreidemaische eine vorzügliche Spirituose herstelle.


Mut zur Selbständigkeit

Die Faszination der im Eichenfass gereiften Spirituose liess ihn nicht mehr los, und so stieg Peter Siegenthaler als Ein- und Verkäufer in die Whisky-Branche ein. Im Jahr 2005 brachte er es zum Dozenten für Whisky an der Hotelfachschule Belvoir in Zürich. Als Generalimporteur für die Schweiz von Cadenhead, dem seit 1842 existierenden, ältesten unabhängigen Unternehmen der Branche, wählte er dessen Namen, als er 2009 den Schritt in die Selbständigkeit wagte. Seit dieser Zeit führt er in der 500-jährigen Liegenschaft an der Mittleren Gasse 15, in der die Familie Keusch während vier Generationen eine Metzgerei betrieb, unter dem Namen «Cadenhead’s Whisky & More» seinen eigenen Laden. Selbstverständlich gehen auch andere exklusive Spirituosen und Biere über seine Theke.


Hundert offene Flaschen

Was vor vierzig Jahren seinen Anfang nahm, wurde im Rahmen eines «Whisky Fests Baden» mit hundert offenen Flaschen in der halben Badener Altstadt ausgiebig gefeiert. Peter Siegenthaler bezeichnete den Event, an welchem Glenfarclas «Special Guest» war, als den schweizweit grössten Eintagesanlass der Branche. Nebst rund 150 Kunden aus der ganzen Schweiz nahm auch ein Texaner teil, der im Schwarzwald Whiskey brennt. Unter den Gästen war aber auch Ruedi Bürki, der damals beim Ferienaufenthalt in Schottland dabei war. Mit launigen Worten richtete sich Stadtammann Markus Schneider an die Festgesellschaft. Und um in Baden einen schottischen Whisky zu geniessen, war selbst Felix Haslimeier angereist – ein Kunde aus dem 1623 Kilometer entfernten Edinburgh.

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