Freude am Tun

Im Montessori-Zentrum Brugg werden 45 Kinder betreut. Nicole Meier ist nach 24 Jahren noch immer fasziniert von der Arbeit mit Kindern.

Freies spielen im Garten des Montessori-Kinderhauses
Freies spielen im Garten des Montessori-Kinderhauses (Bilder: cl)

von
Claudia Marek

28. Juni 2018
09:00

Montessori Kinderhaus

Das Angebot besteht für Kinder von 3 Monaten bis zum Schuleintritt. Im oberen Stock werden die jüngeren Kinder von 3 Monaten bis 3 Jahren betreut und im unteren Bereich die Kinder von 3 Jahren bis Schuleintritt. Es handelt sich um einen privaten Kindergarten. Die Kinder können das Zentrum halb- oder ganztags besuchen. Das Team besteht aus sieben Fachfrauen die ausgebildet sind in der Montessoripädagogik oder in der Piklerpädagogik. 

Es ist sonniges Wetter. Die Kinder sind an diesem Morgen im Garten, vertieft in ihr Spiel. Es ist nicht laut, die Stimmung ist entspannt. Der Garten hat eine überschaubare Grösse, mit lauschigen Ecken und bietet den Kindern verschiedene Spielmöglichkeiten. 

 

Kinder wollen lernen 

Das Kinderhaus orientiert sich an den Grundprinzipien der Montessori-Pädagogik und richtet sich nach dem Kindergartenlehrplan des Kantons. Das Team legt Wert darauf, dass die Kinder in einer konstruktiven und konstanten Umgebung lernen dürfen. «Die Kinder treffen auf eine vorbereitete Umgebung, in der das Material immer frei zugänglich ist», erzählt Nicole Meier. Dahinter steht der Gedanke, dass die Kinder in «sensiblen Phasen» lernen. Dies sind Zeiten, in denen das Kind ein besonderes Interesse für ein bestimmtes Thema entwickelt. Es entdeckt voller Freude und Lust die Schätze des Lebens, will sich vertiefen können und ganz eins mit sich und dem Material werden.

Das langjährige Team sieht sich unter anderem in der Aufgabe, in den verschiedenen Entwicklungsphasen gute Beobachter zu sein, und das Verhalten des Kindes, sein Können, seine Interessen und seine Bedürfnisse in ein Verhältnis zu setzen mit der vorbereiteten Umgebung. Nicole Meier findet noch immer jeden Tag, den sie mit den Kindern verbringen darf, spannend, faszinierend und in einem lebendigen Wechselspiel zwischen Geben und Nehmen. 

Nicole Meier

 

Ein glücklicher Zufall

Es war eigentlich ein Zufall, dass Nicole Meier vor 24 Jahren im Montessori Kindergarten ihr Praktikum begann. Nach der Ausbildung machte wie Weiterbildungen und wurde selber Ausbildnerin. Nachdem die ehemalige Leiterin vom Montessori Zentrum Jollie Mac Nab in die Pension ging, übernahm sie 2011 die Gesamtleitung. 

Erfreulich ist, dass sie seit Anfang Januar vom Erziehungsdepartement die unbefristete Bewilligung für die Kindergartenstufe bekommen haben. Ein privater Kindergarten mit Mittagstisch und ganztags Betreuung. Interessierte Eltern können sich auf der neuen Homepage erkundigen, zudem ist im Herbst ein Informationsanlass zum obligatorischen Kindergarten geplant.

www.montessori-zentrum-brugg.ch

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