«Fridolin» zieht im Sommer weg

Der junge weisse Hirschstier entwickelte sich seit seiner Geburt am 17. Juni immer mehr zur grossen Attraktion im Königsfelder Hirschenpark.

Der weisse Hirsch «Fridolin» in einer Aufnahme von Mitte August mit seinen braunen «Gspänli». (Bild: Archiv/SHA)

06. Januar 2021
12:00

Seit der kleine weisse Hirsch von Königsfelden geboren wurde, sind die Besucherzahlen des frei zugänglichen Hirschenparks deutlich angestiegen. «E-Journal» hatte bereits am 13. August 2020 über den neuen Publikumsliebling berichtet. Mittlerweile hat der weisse Hirsch sogar einen Namen erhalten: Fridolin. Der kleine Star – von Experten mittlerweile offiziell als Halb-Albino eingestuft – zierte sogar die Weihnachtskarte der PDAG.

 

Neue Heimat liegt wohl in Bern

Nichtsdestotrotz bleibt es dabei, dass der junge Stier nur noch bis zum kommenden Sommer in seinem angestammten Rudel bleiben kann. Der Leiter der PDAG-Gärtnerei und Königsfelder Hirschenparkverantwortliche Christian Egloff bestätigt, dass ein privater Hirschzüchter aus Bern Interesse an Fridolin zeigt und ihn sich bereits auch einmal vor Ort angeschaut hat. Im Gegenzug besichtigte Egloff das potenzielle Gehege in Bern, um sich davon zu überzeugen, dass dieses den Tierschutzvorschriften und Haltungsanforderungen entspricht. Trotz dieser guten Lösung für Fridolin finde es das Team des Königsfelder Wildgeheges schade, dass der weisse Hirsch sie verlässt. Bis zum Sommer 2021 soll Fridolin dem Hirschenpark und seinen vielen Fans in der Region aber noch erhalten bleiben. 

 

Nur ein Platzhirsch 

Spätestens wenn die Brunftzeit im Herbst beginnt, wären die Probleme im seit rund 90 Jahren existierenden Hirschenpark ansonsten vorprogrammiert gewesen. Die Herde duldet traditionell nur einen «Chef». Der Platzhirsch würde seine Söhne nicht akzeptieren, weshalb ständige Kämpfe um den Harem der Weibchen die Folge wären. Zwecks Blutauffrischung und damit das Rudel nicht zu stark wächst, ist der Hirschenpark Königsfelden deshalb im steten Austausch mit dem Tierpark Roggenhausen, Aarau, der ebenfalls Damhirsche hält, oder auch mit privaten Züchtern. In der Regel gibt man die jungen Stiere – die sogenannten «Spiesser» – im Alter von etwa einem Jahr ab. 

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