Friedhofsreglement soll angepasst werden

Beim bestehenden Bestattungs- und Friedhofsreglement in Obersiggenthal besteht Handlungsbedarf. Der Einwohnerrat diskutiert nun eine mögliche Anpassung.

Das bestehende Bestattungs- und Friedhofsreglement wird überarbeitet
Das bestehende Bestattungs- und Friedhofsreglement wird überarbeitet (Bild: pg)

von
Peter Graf

12. Januar 2019
09:00

2016 hat der Gemeinderat die Friedhofskommission beauftragt, das bestehende Reglement zu überarbeiten. Nachdem die Ansprüche an die Bestattung und die Gestaltung der Friedhofsanlage gegeben sind, besteht Änderungsbedarf. Da nicht absehbar ist, wann dem Einwohnerrat die Gesamtrevision des Reglements zur Genehmigung unterbreitet werden kann, hat der Gemeinderat entschieden, mit einer Teilrevision nur die Kostenverteilung zwischen Gemeinde und Angehörigen neu zu regeln. Die Überprüfung der Praxis der Kostenbeteiligung in umliegenden Gemeinden hat ergeben, dass in Obersiggenthal eine Anpassung angebracht ist und damit die laufende Rechnung um etwa 65 000 Franken entlastet werden könnte. Stimmt der Einwohnerrat dem Reglement, durch welches Angehörige künftig für den Anteil der Überführung, die Kremation, die Urne und das Abholen der Urne aufzukommen haben, tritt dieses per 1. April 2019 in Kraft.

 

Neue Gemeinschaftspraxis

Der Anteil älterer Menschen wächst, und damit auch die Zahl der chronisch oder mehrfach Erkrankten. Die Förderung der medizinischen Grundversorgung soll auch sicherstellen, dass die Leistungen in allen Regionen zugänglich sind. Weiterentwicklung und Innovationen waren der Stiftung Gässliacker in Obersiggenthal in all den Jahren ein grosses Anliegen. Im Zentrum für Alter und Gesundheit finden Bewohnerinnen und Bewohner in bedarfsgerechten und zeitgemässen Einrichtungen ein behagliches Zuhause. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, gelangte der Stiftungsrat der Stiftung Gässliacker an den Gemeinderat mit der Anfrage, ob die Parzellen 303/304 in der Zone für öffentliche Anlagen und Bauten in Bezug für den Aufbau einer Gemeinschaftspraxis zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung sowie einer Erweiterung von betreutem und begleitetem Wohnen zur Verfügung stehen würde. Dies vor dem besorgniserregenden Hintergrund, dass in der Gemeinde Obersiggenthal aktuell lediglich eine Hausärztin im Teilpensum praktiziert. In den Nachbargemeinden planen diverse Hausärzte altersbedingt ihre Praxis aufzugeben. 

 

Grundversorgung sicherstellen

Nachfolgeregelungen in Einzelpraxen sind heute kaum mehr möglich. Junge Ärzte bevorzugen das Arbeiten in Gemeinschaftspraxen, was auch schweizweit bestätigt wird. Von dieser Situation ist nicht nur die Bevölkerung in und um Obersiggenthal betroffen. Auch die Bewohner und Mieter der Stiftung Gässliacker sind Leidtragende, da dort nach wie vor das Hausarztsystem besteht.

Mit dem Neubau eines Ärztehauses auf den beiden im Eigentum der Gemeinde stehenden Parzellen bietet sich die Gelegenheit, die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung zu unterstützen. Gestützt auf die Legislaturziele 2018–2021 ergeht der Antrag an den Einwohnerrat, die benötigte Fläche im Baurecht zur Verfügung zu stellen. Dem zu genehmigenden Vertrag liegt eine Fläche bis zu 1500 Quadratmeter zugrunde. Nach einer fünfjährigen Anschubfinanzierung von höchstens 5.25 Franken pro Quadratmeter soll der Baurechtszins bei einer Vertragsdauer von 35 Jahren von mindestens 10.50 Franken pro Quadratmeter und Jahr festgelegt werden. Die betroffenen Parzellen sind erschliessungspflichtig. Der Erschliessungsplan wurde bereits 2008 genehmigt. Für die Teilerschliessung hat die Stiftung Gässliacker einen Erschliessungsnachweis zu erbringen.

 

Trennwände für Gemeindesaal

Nach über 25 Betriebsjahren müssen die drei mobilen Trennwände im Gemeindesaal altershalber ersetzt werden. Die einzelnen Elemente der Trennwände können nicht mehr sicher miteinander verbunden werden. Nebst den spröden Kunststoffdichtungen hängen die einzelnen Elemente lose in ihren Befestigungen an den Deckenschienen. Vizeammann Linus Egger (CVP) beschreibt diese Situation anlässlich der Medienkonferenz als gefährlich und betont, dass dies nicht so belassen werden darf. Zudem wurden seit 2015 bereits 13'000 Franken für Reparatur- und Unterhaltsarbeiten an den Trennwänden investiert. Im Aufgaben- und Finanzplan ist für den Ersatz der Elemente im Jahr 2019 ein Betrag von 130 000 Franken eingestellt. Der durch den Gemeinderat beantragte Verpflichtungskredit beläuft sich auf 133'000 Franken.

   

Verzicht auf Schneesportlager

Schulpflege und Schulleitung sind bereit, das Projekt Ratio 2020 des Gemeinderates zu unterstützen. In diesem Projekt, welches bei der Umsetzung erst im Anfangsstadium steht, geht es darum, Aufwand- und Ertragspositionen der Gemeinde Obersiggenthal zu überprüfen. Im Sinne des Sparens soll auf die Durchführung des Schneesportlagers der Abschlussklassen verzichtet werden. Nicht zuletzt gab auch die Tatsache, dass im letzten Schuljahr die disziplinarischen Probleme im letzten Schuljahr am grössten sind, den Ausschlag. Schulpflege, Schulleitung und Gemeinderat schlagen dem Einwohnerrat vor, auf das Schneesportlager der Abschlussklassen ab dem Jahr 2020 zu verzichten und damit Einsparungen zwischen 10'000 und 15'000 Franken zu erzielen.

Einwohnerratssitzung
Donnerstag, 17. Januar, 19 Uhr
Aula Oberstufenzentrum, Nussbaumen

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Kommentar erstellen

Der Tierfotografie erlegen

Heute knipst fast jedermann. Die Smartphones lassen grüssen. Zur gros­sen... Weiterlesen

«Die Farbe Pink ist in mir drin»

Nici Jost ist Badens neue Stadtfotografin. Nun wird sie die Stadt für zwei Jahre... Weiterlesen

gemeinde

KW 03 | 2019

Informationen zur Feuerwehrkommission, zur Kinderbetreuung während der... Weiterlesen

gemeinde

KW 03 | 2019

Informationen zum Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern, zur... Weiterlesen

gemeinde

KW 03 | 2019

Informationen zum Baubeginn der Sanierung «Alter Kirchweg», zum neuen Design der... Weiterlesen