Frisches Wasser aus der Tiefe

Der traditionelle, durch Energie Wettingen AG organisierte Quellenrundgang war den Themen Wasser und Strom gewidmet.

Besichtigung des Grundwasserpumpwerks Tägerhardwald, das seit fünf Jahren in Betrieb ist. (Bild: pg)

22. September 2021
20:23

Trinkwasser ist unser wichtigstes Gut. Ohne Wasser ist kein Leben möglich. Deshalb ist die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde und intakte Gesellschaft. Behörden-, Einwohnerrats- und Finanzkommissionsmitglieder, aber auch Ortsbürgerinnen und Ortsbürger sowie Vertretungen der Nachbargemeinden, durfte Guido Hüni, CEO der Energie Wettingen AG, zur informativen Veranstaltung begrüssen.


Gemeinsames Grundwasserpumpwerk Tägerhardwald

Energie Wettingen AG hat in den vergangenen Jahren massiv in die Wasserversorgung investiert. So wurden sämtliche Quellen neu erschlossen, ein neues Reservoir wurde gebaut und zusammen mit Neuenhof und Würenlos wurde vor fünf Jahren ein gemeinsames Grundwasserpumpwerk im Tägerhardwald in Betrieb genommen. Um den Teilnehmenden das Pumpwerk näherzubringen, stand Rolf Baur, Leiter Betrieb und Unterhalt Wasser, Red und Antwort. Das Trinkwasser in Wettingen stammt grösstenteils vom Grundwasserstrom aus einer Tiefe von bis zu 70 Meter. Das leistungsstarke Grundwasserpumpwerk fördert über die drei Horizontal-Filterbrunnen bis zu 7800 Liter Trinkwasser pro Minute, davon rund 3000 Liter für Wettingen. Das Wasser wird vom Pumpwerk direkt in das Verteilnetz eingespiesen. Etwa zehn Prozent des Trinkwassers werden am Lägernhang gefasst.


Unerschöpfliche Sonnenenergie

Sonnenenergie übertrifft den Energiebedarf der gesamten Menschheit um ein Mehrfaches; sie ist umweltfreundlich und unerschöpflich. Energie Wettingen AG hat sich laut Guido Hüni zum Ziel gesetzt, auf allen geeigneten Dächern von Gemeindeliegenschaften Photovoltaik-Anlagen zu bauen und zu betreiben. Bis heute wurden solche Anlagen auf den Dächern des Werkhofs Fohrhölzli, den Schulhäusern Margeläcker und Zehntenhof sowie auf dem Dach des «Tägi», das zur Besichtigung zur Verfügung stand, realisiert. Auf diesen Dächern kann auf einer Fläche von 3093 Quadratmetern Strom für etwa hundert Einfamilienhäuser erzeugt werden. Anschaulich und verständlich erklärte Guido Hüni den Teilnehmenden den Aufbau und die Funktion der Solarpanels. Mittlerweile hatte das Team des «Tägi» auf der überdachten Eisfläche, wo sich Markus Maibach, Verwaltungsratspräsident der Energie Wettingen AG, an die Gäste wandte, alles für den gesellschaftlichen Teil vorbereitet. Maibach kam auf die Energiestrategie 2050, die Digitalisierung, die Klimazukunft, die Photovoltaik und die Elektromobilität, aber auch auf intelligente Stromnetze zu sprechen. Zu diesem Zweck sollen bis 2027 die konventionellen Stromzähler durch Smart Meter ersetzt werden. Smart Meter werden den Stromkunden helfen, ihren aktuellen Stromverbrauch jederzeit zu verfolgen und dadurch Energie bewusster zu nutzen oder einzusparen. Der Verwaltungsrat, so Maibach, habe dazu die erste Investitionstranche für diese intelligenten Messsysteme beim Endverbraucher bewilligt.

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