Für die Zukunft des Nachwuchses

Die Gemeinde investiert 1,47 Millionen Franken in einen Neubau des Kindergartens und die Sanierung des bestehenden Gebäudes.

Spatenstich mit den Kindergartenschülern, ihren Lehrerinnen und den ins Bauprojekt involvierten Personen. (Bild: mw)

30. Juni 2021
15:33

Zum Auftakt zur Projektrealisierung liess Wettergott Petrus das Landstück direkt südlich des Kindergartens an der Schulstrasse im prächtigem Sonnenschein erstrahlen. Und dies spiegelte sich auch in den Gesichtern der Kinder, ihrer  anwesenden Eltern und der für den Bau Verantwortlichen wider.


Standort umdisponiert

Zu Beginn der Feier gab Ammann Ulrich Salm seiner Freude über den denkwürdigen Tag für die Gemeinde Ausdruck. In seine Begrüssung schloss er nebst den zwei Dutzend Kindern auch Schulpflege-Mitglieder, Schulleiterin Marcelle Tschachtli, die in das Projekt involvierte Arbeitsgruppe, Architekt Markus Fankhauser (BEM Architekten AG, Baden), Bauleiter Dominic Trottmann (Baumanagementfirma Bau+Kon AG, Windisch) sowie die beiden Kindergärtnerinnen Claudia Cecchini und Käthi Setz mit ein. Salm wies darauf hin, dass Schulpflege und Schulleitung vor rund zwei Jahren in Sachen Kindergarten das Gespräch mit dem Gemeinderat gesucht hätten, um eine Verbesserung der Raumsituation anzuregen. Am 22. November 2019 genehmigte die Gemeindeversammlung sodann einen Kredit von 261 800 Franken für den Erwerb zweier Parzellen nördlich des bestehenden, 50-jährigen Kindergartens, inklusive Planung der Erweiterung sowie Erstellung einer Erschliessungsstrasse. In der Folge zeigte sich, dass der Bau eines zusätzlichen Kindergartens auf dem angedachten Areal aus verschiedenen Gründen ungünstig wäre. In einem neuen Szenario reifte die Überzeugung, dass der Neubau besser im Süden realisiert werden sollte. Um die dortige 80-jährige Linde mit einer Umgehung zu schonen, ist eine mit leicht geneigtem Dach gedeckte, 10 Meter lange Verbindung zum bestehenden Gebäude vorgesehen. Die  nun zu realisierende Holzkonstruktion wird zu einem Grossteil auf punktuellen Pfahlschraubelementen platziert, um die Wurzeln des Baumes nicht zu verletzen. Die «Gmeind» vom 14. August 2020 gab grünes Licht für den Verpflichtungskredit von 1,47 Millionen Franken. Das zugekaufte Areal im Norden soll für einen Aussenplatz und in schätzungsweise rund fünfzehn Jahren für einen Ersatzbau für den alten Kindergartenpavillon zur Verfügung stehen. (In dessen Neubau hatte Ulrich Salm seinen Worten zufolge vor fünfzig Jahren sein «Debüt» vor dem Beginn seiner Primarschulzeit absolviert.) Die für die Übergangsphase nötigen Sanierungsmassnahmen sind auf rund 100 000 Franken veranschlagt. Ulrich Salm sprach den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für die seinerzeitige Kreditgenehmigung den besten Dank aus. 


Helles Holz in Innenräumen

Architekt Markus Fankhauser ging auf das nun zur Ausführung gelangende Raumprogramm ein. Vorgesehen sind ein ab zentraler Garderobe zugängliches Klassenzimmer, ein abtrennbarer Gruppenraum, ein Materiallager, ein Aussengeräteraum sowie Sanitär- und Gebäudetechnikeinrichtungen. Der Bezug des neuen Kindergartens, in dem auch «Kindergärtler» aus dem alten Schulhaus an der Wildeggerstrasse 1 untergebracht werden, ist auf Februar 2022 geplant. Die auf Ende Schuljahr 2020/21 demissionierende Veltheimer Primar- und Kindergarten-Schulleiterin Marcelle Tschachtli, welche künftig als Schulleiterin der HPS Wohlen wirken wird, wünschte der Gemeinde auch im Zeichen der optimierten Infrastruktur im Zeichen der Jugend eine gute Zukunft. Vor dem Spatenstich trugen die mit Schaufeln, Spielzeugbaggern und Maurerkellen ausgerüsteten  Kinder das zum Baustart passende Lied «Wenn ich denn e Grosse bi, möcht ich Baggerfüehrer si» vor.

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