Für ein lebenswertes Dorf

Für den freien Gemeinderatssitz bewerben sich Donat Gub­ler, Claudio Schaad und Fritz Schweizer. Sie stellten sich in einer Gesprächsrunde vor.

Ein motiviertes Kandidaten-Trio: Claudio Schaad, Fritz Schweizer und Donat Gubler. (Bild: mw)

17. November 2021
17:21

Am 28. November findet die Wahl für die Komplettierung der fünfköpfigen Exekutive statt. Die seit Juni bereits feststehenden vier Gemeinderäte sind Gemeindeammann Roland König, Vizeammann Richard Zickermann, Marianne Möckli und Stephan Breitenmoser (neu). Weil der ebenfalls gewählte Daniel Schnyder per Ende Jahr demissioniert, wird sein Sitz frei. Nun kandidieren Donat Gubler, Claudio Schaad und Fritz Schweizer für die Vervollständigung des Führungsgremiums. Der in Villnachern wohnende Thomas Eichenberger befragte sie im Auftrag des Gemeinderats zu ihren Personalien und Ambitionen.

Donat Gubler (SVP, 57-jährig) wirkte bereits von 2011 bis 2017 als Gemeinderat und tritt nun nochmals zur Wahl an, weil ihn die bevorstehende personelle Vakanz, die aktuellen Themen, eine berufliche Entlastung und die Freude an der Teamarbeit dazu bewogen haben. Er ist im Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Würenlingen als Leiter der Abteilung Chemie und Strahlenschutz sowie Leiter Qualitätsmanagement angestellt. Könnte er das Ressort im Gemeinderat aussuchen, würde er am ehesten Umwelt und Energie oder Planung und Bau wählen. – Der im Sektor Marketing und Kommunikation «beheimatete» parteilose Claudio Schaad (48) möchte mit seiner nach allen Seiten offenen Art dazu beitragen, die wartenden, nicht geringen Aufgaben der Gemeinde zu bewältigen. Er würde sich vorzugsweise im Ressort Bildung respektive Kultur engagieren, aber auch das Bauwesen wäre denkbar. – Fritz Schweizer (57, parteilos) ist zur Hauptsache mit seiner Immobilien-Einzelfirma in der Verwaltung von Stockwerkeigentum tätig. Er möchte nicht einseitig auf Probleme fokussieren, sondern stellt vielmehr den gesunden Menschenverstand für zukunftsorientiertes Handeln in den Mittelpunkt. Er sähe seinen Einsatz am ehesten im Ressort Bau.


Was tun mit dem Zauberstab?
Auf die Frage, was sie sich für die Gemeinde mit ihren rund 1600 Einwohnern wünschen würden, hätten sie einen Zauberstab zur Verfügung, nannten die drei Kandidaten vorab eine bessere Finanzlage, aber auch das konsensbestimmte Zusammenwirken der Behörden und eine offene Kommunikation mit der Bevölkerung. Ebenfalls erwähnt wurden eine seriöse Grundlagenabklärung im Hinblick auf die von den Mitbürgern befürwortete Schwimmbadsanierung sowie eine allfällige Fusion mit Brugg und die (utopische) Wiedereröffnung der aufgehobenen SBB-Haltestelle. Eine mögliche Erhöhung des mit 120 Prozenten an sich schon in Richtung obere Grenze tendierenden Steuerfusses wurde – allerdings nur ungern – als Ultima Ratio bezeichnet. Die Antworten auf die Frage, wie lange sie ihren Einsatz im Gemeinderat sehen möchten, zeigten, dass die drei Kandidaten idealerweise eine Dauer von zwei Amtsperioden respektive acht Jahren ins Auge fassen würden, weil in den ersten vier Jahren das Einarbeiten und Lernen im Vordergrund stünde. Donat Gubler hielt jedoch fest, dass dies als Ex-Gemeinderat auf ihn nicht zutreffen würde. Den Zeitbedarf für das Ausüben des angestrebten Exe­kutivamts bezifferten die Kandidaten auf rund 300 Stunden pro Jahr. – In der abschliessenden Diskussion wurde die Wiedereinführung der Podiumsdiskussionen vor Gemeinderatswahlen begrüsst.

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