Fusion ist auf gutem Weg

Barbara Horlacher und Angela Lunginovic orientierten über letzte Arbeiten im Zusammenhang mit der Fusion von Brugg und Schinznach-Bad.

Von links: Barbara Horlacher (Stadtammann Brugg) und Angela Lunginovic (Gemeindeammann Schinznach-Bad) arbeiten Hand in Hand (Bild: em)

von
Esther Meier

13. August 2019
13:50

Barbara Horlacher erinnerte an zwei wichtige Daten. Am 4. März 2018 fand die Urnenabstimmung betreffend die Fusion von Brugg und Schinznach-Bad statt, und am 28. August 2018 äus­serte sich der Grosse Rat positiv dazu. Damit konnten die Arbeitsgruppen beider Behörden ihre Arbeit aufnehmen, soll doch die Fusion am 1. Januar 2020 vollzogen sein. Die Projektorganisation liegt in den Händen der Stadtschreiberin Yvonne Brescianini, der Gemeindeschreiberin Nicole Seiler und wird geführt von Daniel Rohrer, Leiter Controlling und Projekte.

 

Wertvolle Aufgabenlisten

Die vorgängig erstellten Aufgabenlisten erwiesen sich als wertvoll für die konkrete Arbeit. Vier Monate vor der Fusion befindet sich die Umsetzung bestens auf Kurs. Die beiden Verwaltungen arbeiten gut zusammen, auch wenn die Teilnehmenden von Schinznach-Bad wissen, dass ihr Einsatz zeitlich begrenzt ist. In Brugg erledigt die Verwaltung ihre zusätzlichen Aufgaben klaglos. Wenn in der Stadt Bedarf für neue Stellenprozente besteht, ist klar, dass zuerst Arbeitskräfte von Schinznach-Bad berücksichtigt werden. Neben der jeweiligen Eignung muss Interesse an einem Wechsel bestehen. Als Folge des Abgangs der Verantwortlichen für Steuerangelegenheiten in Schinznach-Bad übernahm Brugg vorzeitig die zusätzlichen Aufgaben gegen entsprechende Abgeltung durch die Nachbargemeinde. Da sich für die Tätigkeiten der Einwohnerkontrolle niemand aus Schinznach-Bad gefunden hat, wird die Stelle nun ausgeschrieben. 

 

Feuerwehrleute gesucht

Gesucht sind Freiwillige, die bereit sind, in die Feuerwehr Schinznach-Bad einzutreten, damit der zeitgerechte Einsatz vor Ort gewährleistet ist. Eine entsprechende Informationsveranstaltung fand am Dienstag vor Ort statt.

Brugg übernahm die Steuer-Software des neuen Stadtteils, die letzten Dossiers werden damit erfasst und die Daten zusammengeführt. Die Kanzlei hat Verträge überprüft, und für einen grossen Teil übernimmt Brugg die Verantwortung. Die Archive werden zusammengelegt, wobei man auf den notwendigen Platz für dortige Arbeitsplätze Rücksicht nimmt. Was den Bereich Hochbau, Schwimmbad und Schiessanlagen betrifft, sind die Neuerungen aufgegleist. So könnte es im Gemeindehaus von Schinznach-Bad zukünftig mehr Platz für die Musikschule und den Mittagstisch geben, die Vereine sollten die Sitzungszimmer weiterhin kostenlos benutzen dürfen. Die bisherigen Musikstunden laufen vor Ort weiter. Wer speziellere Instrumente erlernen will, kann dies in Brugg tun. Letzte bauliche Anpassungen für die Feuerwehr werden an diesem Stützpunkt erledigt. Der Werkhof Schinznach-Bad wird zudem Material und Fahrzeuge des Zivilschutzes beherbergen. Betreffend das Schützenhaus Scherz finden nach der Fusion von Lupfig und Scherz die letzten Verhandlungen statt.

 

Tiefbau, Finanzen und Schule

Die Eigenwirtschaftsdienste wie IBB befinden sich schon lange im Gespräch mit dem Fusionspartner. Der Friedhof Schinznach-Bad wird neu vom Werkhofpersonal betreut. Die anderen Grabstätten – in Brugg, Umiken und Rein – bleiben in der Verantwortung von externen Firmen.

Das erste gemeinsame Budget befindet sich auf gutem Weg und soll in Bälde der Exekutive vorgelegt werden. Im Oktober befindet der Einwohnerrat, in der abschlies­senden Abstimmung die Bevölkerung von Brugg inklusive von Schinznach-Bad darüber.

 

Schulisches

Die Schülerinnen und Schüler dürfen weiterhin die Kreisschule Schenkenbergertal besuchen, sofern sie dies wünschen. Entsprechende Abmachungen über das Schulgeld sind getroffen. Ab Schuljahr 2020/2021 gehen alle neu Schulpflichtigen der Oberstufe nach Brugg, dies trägt zur Integration bei. Am diesjährigen Jugendfest nahmen erfreulicherweise bereits zwei Klassen am Umzug teil. Neu kümmert sich auch in Schinznach-Bad ein Schulpsychologe bzw. eine Schulpsychologin um entsprechende Fälle und weitere Aufgaben, sodass diese Stellenprozente von 20 auf 40 Prozent wachsen. 

 

Neue Website aufgeschaltet

Angela Lunginovic stellte die neue Website für die Schinznach-Bad vor, die seit dem 31. Juli unter www.brugg-schinznachbad.ch aufgeschaltet ist. Sechs Rubriken vereinigen alle wichtigen Informationen. Sollte eine Frage offenbleiben, kann man die Antwort auf einem Kontaktformular erfragen. Zur Gemeindeversammlung vom
Freitag, 8. November, ist der Brugger Stadtrat eingeladen. Horlacher betonte, dass der Stadtrat natürlich hofft, am Neujahrsempfang von Brugg möglichst viele Teilnehmende von Schinznach-Bad begrüssen zu dürfen. Die Einladung gilt selbstverständlich für alle Anlässe der Stadt. Allenfalls könnte es beim Altersausflug Probleme wegen der Anzahl Teilnehmer ergeben. 

Angela Lunginovic ihrerseits freut sich auf den 5. Januar, an dem der neue Quartierverein Schinznach-Bad, ehemals Kulturkommission, auch Behördenvertreter von Brugg einlädt. Auch eine Stadtführung ist geplant. Die Vertretung in Behörden und Kommissionen der Stadt soll schrittweise nach Bedarf erfolgen. Angela Lunginovic ist überzeugt, dass es keine weiteren Massnahmen braucht, schliesslich seien die beiden Kommunen langjährige Nachbarn und gewohnt, gut miteinander zusammenzuarbeiten.

Neue Fusions-Website www.brugg-schinznachbad.ch ist aufgeschaltet.

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