«Gewässerschutz bedingt eine Lösung»

Die Stadt Brugg muss gemäss Regierungsrat bis Ende 2018 eine Lösung für die Regenwasserbehandlung im Gebiet Altenburg aufzeigen.

Hier soll das unterirdische Regenbecken entstehen
Hier soll das unterirdische Regenbecken entstehen (Bild: mw)

von
Max Weyermann

06. Juni 2018
09:00

Der Generelle Entwässerungsplan (GEP) ist die Grundlage für den Gewässerschutz auf regionaler und kommunaler Ebene. In Brugg zeigt er auf, wie das Stadtgebiet entwässert wird und ist ein wichtiges Planungsinstrument für den finanz- und umweltbewussten Ausbau und den Unterhalt der Infrastrukturanlagen der Abwasserbeseitigung. Eine Kurzfassung des GEP sowie der Massnahmen- und Investitionsplan sind auf der ausgebauten Website am besten auf Google unter dem Vermerk «Stadt Brugg Abwasserbeseitigung» oder unter www.stadt-brugg.ch, Stichworte nacheinander: Planung und Bau, Tiefbau, Siedlungsentwässerung und Abwasserbeseitigung, zu finden und als Download nutzbar.

 

Gesetzliche Vorgaben

Stadtrat Reto Wettstein, Vorsteher der Abteilung Planung und Bau, und Stefan Zinniker, Leiter Tiefbau, informierten im Rahmen einer Presseorientierung speziell über das weitere Vorgehen in Sachen Regenbecken Altenburg. Der vom Einwohnerrat bewilligte Kredit von 2,563 Millionen Franken für eine 300 Kubikmeter fassende Regenwasserbehandlungsanlage wurde am 4. März 2018 von den Stimmbürgern an der Urne abgelehnt. Nun stellt sich für die zuständigen Fachstellen im Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) und für den Stadtrat die Frage, wie Brugg die gesetzlichen Vorgaben des Gewässerschutzes im betroffenen Einzugsgebiet von rund 57 Hektaren im Westen der Stadt erfüllen soll. Vier Regenbecken auf dem Gemeindegebiet (Schönegg, Ländi, Lauffohr und Umiken) sind bereits in Betrieb. Laut Communiqué der Stadt ergibt sich die Notwendigkeit für den Bau solcher Anlagen aus der Bundesgesetzgebung. Im Regenwasser sind Rückstände wie zum Beispiel Schmutz, Salz und Pneuabrieb enthalten, die vor der Einleitung in die Gewässer eine Behandlung erfordern. Im Kanton Aargau sind rund 380 entsprechende Anlagen im Betrieb. 

 

Keine Steuergelder nötig

De Stadtrat ist nun aufgefordert, bis Ende 2018 eine Lösung für die Regenwasserbehandlung im Gebiet Altenburg unter Einbezug und Unterstützung der Abteilung für Umwelt auszuarbeiten. Der Stadtrat schreibt dazu: «Eine allfällig gangbare Alternative zum geplanten Regenbecken wird nun geprüft. Sie müsste auf jeden Fall bezüglich Gewässerschutz und Störfallbewältigung die gleichen Anforderungen erfüllen wie ein Regenbecken und ebenfalls in den nächsten Jahren umsetzbar sein.»

Die abgelehnte Anlage wäre laut Stadtrat unterirdisch gebaut worden und deshalb (bis auf die Tür des Betriebsgebäudes an der Oberfläche) nicht sichtbar gewesen. Die künftige Lösung müsste zwingend an der gleichen Stelle im Ortsteil Altenburg (westlich der Jugendherberge) realisiert werden, da hier öffentliche Kanalisationsleitungen des Westquartiers zusammenlaufen. Der Stadtrat, der transparent informieren und bis Ende Jahr auch eine Visualisierung vorlegen will, weist auch darauf hin, dass die Finanzierung des Regenbeckens Altenburg Aufgabe des Eigenwirtschaftsbetriebes Abwasserbeseitigung ist und die Steuerzahler somit nicht belastet. 

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