«Goldener Fisch» für Restaurant Heimat Ehrendingen

Seit einem Jahr führen sie das Wirtshaus zur Heimat. Jetzt wurden Tim Munz und Melina Rychener mit dem «Goldenen Fisch» ausgezeichnet.

Tino Stöckli überreicht die Auszeichnung an Manuel Fichter, Tim Munz und Melina Rychener (Bilder: ce)

von
Claudio Eckmann

10. April 2017
02:00

Freudestrahlend durfte das junge Wirtepaar Tim Munz und Melina Rychener sowie Koch Manuel Fichter am vergangenen Samstag die Anerkennung «Goldener Fisch» entgegennehmen. Überreicht wurde sie ihnen vom sogenannten Tafelmeister der Gesellschaft Goldener Fisch, Tino Stöckli. Die Festredner lobten nicht nur die grosse Kochkunst der beiden Köche, sondern sie hoben vor allem den Mut und den unternehmerischen Geist der jungen Gastronomen – alle noch unter dreissig – hervor. Es war gut herauszuhören, wie sehr sich die Tafelgesellschaft freut, dass mit solchen Nachwuchsleuten die gepflegte Fischgastronomie weiterleben wird.


Küche und Ambiente

Was aber genau braucht es denn, um für seine Fischküche ausgezeichnet zu werden? Da ist natürlich einmal das simple Kochhandwerk: es dürfen nur absolut frische Fische und Zutaten verwendet werden. Jede Fischart muss fachgerecht zubereitet werden. Das Arrangement auf dem Teller muss nicht nur geschmacklich stimmen, sondern auch das Auge ansprechen. Zur Auszeichnung «Goldener Fisch» gehört aber ebenso das ganze Ambiente: vom Empfang, der Beratung über den Service bis zur Abrechnung und Verabschiedung muss die Atmosphäre stimmen. Auch ein Angebot an passenden Weinen – hier konnten die jungen Wirte natürlich von der Erfahrung der Vorgänger Marco und Ursula Gelmi profitieren – muss vorhanden sein. 

Alle Kriterien seien beim Wirtshaus zur Heimat mehr als erfüllt, und so durften denn beim feierlichen Akt die Wirte und Köche Tim Munz, Melina Rychener und Manuel Fichter die begehrte Tafel, die goldene Fisch­skulptur, das Diplom und die Tischstandarte in Empfang nehmen.

Liebe zum Detail: Tim Munz beim Anrichten


Fisch wird importiert

Die Tafelgesellschaft zum Goldenen Fisch wurde vor fünfzig Jahren gegründet, ursprünglich, um den Absatz von Fischen aus der einheimischen Fischerei zu fördern. Heute präsentieren sich die Verhältnisse ganz anders: Die Nachfrage nach Fisch übersteigt die einheimische Produktion bei weitem, nur gerade etwa drei Prozent der konsumierten Fische stammen aus Schweizer Gewässern. 

Entsprechend hat sich auch die Tafelgesellschaft neu ausgerichtet. Sie akzeptiert heutzutage auch eine Fischküche mit importiertem Fisch, Sorten der roten Liste sind dabei selbstverständlich ausgenommen. Bei der Verleihung der Auszeichnung «Goldener Fisch» wird aber bewertet, inwieweit ein Restaurant die regionale Fischerei berücksichtigt. Zudem sind nebst Fischen nun auch Krustentiere und weitere Meeresfrüchte willkommen. 

Die jungen Wirtsleute kennen sich in all diesen Bereichen bestens aus, nebst ihren bewährten Fleisch-, vegetarischen und veganen Menüs.

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