Grillwürste, Trychler und Tambouren

Die Wettinger Bevölkerung liess sich die Bundesfeier nicht nehmen. Und zeigte sich trotz schlechten Wetters in Festlaune.

Die Gemeinderäte sorgten am Grill für das leibliche Wohl. (Bilder: pg)

04. August 2021
18:47

Die noch immer geltenden Corona-Regelungen liessen eine Bundesfeier im gewohnten Rahmen mit der Festansprache der Grossratspräsidenten, Risotto und Blasmusik nicht zu. Der gesamte Gemeinderat, unterstützt durch den Gemeindeschreiber sowie zahlreiche Helferinnen und Helfer, ermöglichten es dem zahlreich erschienenen Publikum trotzdem, den Ehrentag der Schweiz im Zelt auf dem Rathausplatz zu feiern. In seiner kurz gehaltenen Begrüssung stellte Gemeindeammann Roland Kuster (Die Mitte CVP Wettingen) fest, dass der Umgang mit der Pandemie zunehmend für Spannungen in der Gesellschaft sorgt. Während den Behörden einerseits Mut gemacht werde, würden anderseits auch Vorwürfe laut, so Kuster. Nach den schwierigen Monaten und Wochen, die hinter uns lägen, gelte es weiterhin, vorsichtig zu bleiben und gleichzeitig solidarisch zu sein. «Denn wir leben in einem grossartigen Land, und wir haben Behörden, die ihre Verantwortung wahrnehmen, und eine Bevölkerung, welche zur Solidarität bereit ist, wenn sie in Pflicht genommen wird», sagte der Gemeindeammann. Mittlerweile hatten die übrigen Exekutivmitglieder ihr Schürzen umgebunden. Damit waren sie bereit , um dem kommenden Ansturm zu begegnen. Unter dem Motto «Es het, solangs het» wurden zur Mittagszeit rund tausend Grillwürste und Getränke abgegeben. Umrahmt wurde das 730. Geburtstagsfest durch die Auftritte der Trychler vom Burghorn und die Tambourenvereinigung Wettingen und Umgebung.

  • Jakob Kuster: «Obwohl wir ja nach wie vor vorsichtig sein sollen, geniesse ich mit meiner Frau das gesellige Zusammensein mit Bekannten. Und obwohl ich das traditionelle Risotto mag, schätze ich auch die diesjährige Grillwurst.»
  • Amédée Monnerat: «Zusammen mit meinen Kollegen durften wir mit unserem Auftritt zum guten Gelingen der Feier beitragen. Wären wir Corona-Trychler, hätte man uns hier in Wettingen nicht zur Mitwirkung angefragt.»
  • Adelheid Matt: «Für mich und meinen Mann hat die Bundesfeier hier einen festen Platz in der Agenda. Wir finden es toll, dass sich die Behörden für ein Zusammentreffen mit der Bevölkerung entschieden haben.»
  • Felix Feiner: «Nachdem ich mich vor acht Jahren aus der Exekutive verabschiedet habe, gehe ich es etwas ruhiger an. Ich bin aber noch immer am politischen Geschehen in der Welt und in der Wohngemeinde interessiert.»
  • Edy Breuss: «Obwohl verschiedene Gemeinden ihre Bundesfeiern abgesagt haben, hat der Gemeinderat den Puls der Bevölkerung gespürt. Der Aufmarsch zeigt, dass es vielen ein Bedürfnis war, sich zu treffen.»
War dieser Artikel lesenswert?

Wir setzen uns mit Herzblut und Know-how für gute Geschichten aus Ihrer Region ein. Wenn auch Sie hochwertigen Journalismus schätzen, können Sie uns spontan unterstützen. Wir danken Ihnen – und bleiben gerne für Sie am Ball.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

«Dem Aargauer Wein fehlt eine Lobby»

Die ­Weinernte hat begonnen. Weinakademiker ­Markus ­Utiger über den aktuellen… Weiterlesen

Zwei Freienwilerinnen wollen es wissen

Überraschung in Freienwil: Finanzexpertin Christa Ledergerber – Mitglied der… Weiterlesen

region

«Wir sind auf dem richtigen Weg»

Im Bildungsnetzwerk Aargau Ost sind die beiden Regionen Baden und Brugg vereint.… Weiterlesen

region

Frisches Wasser aus der Tiefe

Der traditionelle, durch Energie Wettingen AG organisierte Quellenrundgang war… Weiterlesen

region

Der Mensch ist Teil der Natur

Der ehemalige Revierförster Philipp Vock wurde unter anderem für den Aufbau… Weiterlesen