Grüngutentsorgung der anderen Art

Gestossen, geworfen oder geschleudert: Zum sechsten Mal führte der «Pläuschler-Club» die «Tannenbaumweitwurf-Challenge» durch.

Um einen Tannenbaum weit zu werfen, braucht es die richtige Technik. (Bilder: isp)

12. Januar 2022
16:21

«Hüü», feuert der kleine Elias seine Mami an. Diese holt mächtig Anlauf, dreht sich mit dem Tannenbaum in den Händen um die eigene Achse und lässt ihn fliegen. Auch dieses Jahr hat der etwas schräg anmutende Sportanlass «Tannenbaumweitwurf-Challenge» zahlreiche Familien und Interessierte zum Mülliger Schulhausplatz gelockt, wo man sich in vier Kategorien messen konnte. Wer einen Tannenbaum am weitesten wirft, hat gewonnen. Drei Versuche hatte man. «Hier geht es in erster Linie um den Spass und das Zusammensein, und wenn wir so nebenbei die Vereinskasse aufbessern können, umso besser», lacht Stefan Mühlthaler vom organisierenden «Pläuschler-Club». Der Anlass wurde mit einer gemütlichen Festwirtschaft ergänzt. Das Tannenbaumwerfen wird mehrheitlich in nordischen Ländern praktiziert. Gewonnen hat bei den Männern Kari mit 9,08 Metern. Bei den Frauen siegte Jasmin mit 5,91 Metern. Bei den Kindern lag Colin mit 6,88 Metern vorne, und Malina überraschte mit 3,80 Metern! Den Tannenbaum konnte man selber mitbringen oder ihn vorgängig bei sich zu Hause abholen lassen. Gegen hundert Tannenbäume wurden im Dorf eingesammelt. Die Bäume werden nun von der Gemeindeverwaltung fachgerecht entsorgt.

 

  • Ferdinand «Ferdy» Rüegg, Mülligen: «Man muss etwas machen im Dorf, das ist wichtig. Schön, dass diese nordische Tradition auch bei uns im kleinen Mülligen angekommen ist. Vielleicht werfe ich auch spontan noch einen Baum, mal schauen.»
  • Jacqueline Bolli, Mülligen: «Schön, dass die Jungen aktiv sind und so einen Anlass organisieren. Es ist eine gesellige Veranstaltung, die gleichzeitig den Zusammenhalt im Dorf fördert. Super, so kann man auch gleich spielend Bäume entsorgen.»
  • Leandro, 8, Mülligen: «Beim Tannenbaumwurf habe ich schon mal mitgemacht. Unser Hund Blitz bringt mir Glück, sodass ich hoffentlich gewinne. Ich werfe gut, denn mit ihm habe ich geübt und ihm immer Stecken zum Apportieren geworfen.» Sharina Frey, Wettingen: «Ich kenne jemandem vom Pläuschler-Club und ich wollte mir diese witzige Challenge persönlich anschauen. Was für eine coole Idee und prima Gelegenheit – so kann man den Endjahresfrust quasi wegschmeissen.»
  • Stefan Mühlthaler, Mülligen: «Wir setzen uns zusammen mit anderen Vereinen für ein aktives Dorfleben ein, um der Gemeinde und deren Einwohnern etwas zurückgeben zu können. Persönlich schätze ich dabei den Austausch und das Miteinander.»
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