Haben die Sterne ausgedient?

Laterne, filigraner Stern oder beides? Die Stadt Brugg und die IBB präsentieren Varianten. Auf Facebook kann die Bevölkerung ihre Meinung abgeben.

Die beiden Varianten sind eingangs Altstadt zu besichtigen (Bild: cl)

03. Dezember 2019
09:40

Die Weihnachtssterne gehören seit 40 Jahren zum Brugger Stadtbild während der Adventszeit. Sich von diesem Bild zu trennen, fällt vielen nicht leicht. Die traditionellen Motive sind vertraut und passen gut in das Stadtbild hinein. Und die Sterne sind beliebt. Dies zeigt sich bei der Umfrage am 27. November auf dem Eisi-Platz. «Das ist die schönste Weihnachtsbeleuchtung. Ich will keine andere», sagt ein Besucher vehement. 

 

In die Jahre gekommen 

Doch die Brugger Weihnachtsbeleuchtung ist in die Jahre gekommen. Es wurden zwar immer wieder Revisionsarbeiten vorgenommen, und im Jahre 2011 wurde die Beleuchtung mit LED-Birnen ausgestattet. Aber Wartung und Unterhalt sind aufwendig geworden. Die Sterne aus Edelstahl sind nicht nur sehr schwer, ihre Halterungen haben Rost angesetzt, ausserdem sind die Kabel von Mäusen teilweise zerfressen, erzählt Reto Wettstein, zuständiger Stadtrat, bei dem Anlass. 10'000 Franken wurden für die Planung einer neuen Beleuchtung ins Budget aufgenommen. Man habe den praktischen Weg gewählt, und sich auf dem Markt umgeschaut. Die IBB haben mit einer Firma Kontakt aufgenommen und man habe sich für zwei mögliche Versionen entschieden. 

 

Drei Varianten

Eine Bemusterung von beiden Stras-senüberspannungen kann die Bevölkerung eingangs Altstadt bewundern. Mit welchem Sujet sollen die Weihnachtssterne abgelöst werden? Der Stern, die Laterne oder das Kombi, bei der beide Leuchten abwechselnd aufgehängt werden? Die Diskussion ist auf Facebook – auf der Seite «Neue Weihnachtsbeleuchtung Brugg» eröffnet. Es kann auch gevotet werden. Die Teilnehmer senden eine SMS an die Nummer 939 mit dem Keyword ihres Favoriten (Stern, Laterne, Kombi). Es gibt einen Weihnachtsbaum zu gewinnen.

 

Weitere Glanzpunkte

Auf dem Neumarktplatz wurden drei Bäume in warme und kalte Lichterketten eingewickelt sowie das Gebäude auf dem Eisiplatz mit einem Lichtervorhang umhüllt. Im Schaufenster auf dem Eisiparkhaus präsentierten die IBB der Bevölkerung weitere Glanzpunkte als Möglichkeit für die Adventszeit, wie die Hirsche, die über die Casino-Brücke in die Stadt laufen. Diese Ideen an Beleuchtungen, insbesondere in Kombination mit Stern, Laterne und Hirschen, sollen Tradition mit städtischen Wahrzeichen verbinden. Weil sich Brugg nah am Waldrand befindet, so die Fantasie, sollen während der Weihnachtzeit Rehe und Hirsche in die Stadt strömen und diese beleben. Genau wie beim Schwarzen Turm, der einerseits für sich beleuchtet steht, aber auch als schwarze Laterne symbolisch wieder aufgenommen wird. Die Stadt und IBB wollen erstmal die Reaktionen der Bevölkerung abwarten, bevor eine Variante umgesetzt wird. 

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