Heidewiibli im Gemeindehaus

Seit dem 11. Juni kann man im Gemeindehaus die Heide­wiibli-Sage als Hörspiel hören. Passend dazu gibt es eine inszenierte Kulisse.

Gäste der Vernissage lauschen dem Hörspiel und betrachten die Kulisse
Gäste der Vernissage lauschen dem Hörspiel und betrachten die Kulisse (Bild: af)

von
Anna Käthi Fitze

13. Juni 2018
09:00

Ganze acht Klassen haben an dieser Inszenierung der Heidewiiblisage mitgearbeitet. Und für alle Schüler war das wohl ein grosser Erfahrungsgewinn, denn sie nahmen nicht nur das Hörspiel dazu auf, sie nähten auch die Kleider für die Figuren. Dafür durften die Viertklässler im textilen Werken auch bereits an die Nähmaschinen. Andere Bestandteile wurden im allgemeinen Werkunterricht hergestellt, so zum Beispiel die Drachen. Obwohl in der Sage ursprünglich nur zwei Drachen vorkommen, sind es in der Kulisse nun 22, damit jeder Schüler einen basteln konnte. Nur die elektrische Steuerung wurde von einem Erwachsenen gemacht. Das Bild im Hintergrund – eine Szene aus dem Wirtshaus in Lengnau, wo die Geschichte vom Heidewiibli beginnt – wurde von allen Schülern zuerst auf Papier gemalt, bevor der beste Entwurf für die Kulisse umgesetzt wurde. 

Die Entwürfe waren ebenfalls an der Vernissage im Gemeindehaus ausgestellt. Organisator Claudio Eckmann schloss seine Ansprache mit den Worten, er wisse noch immer nicht, wieso es in Ehrendingen einen Ort namens Heidewiibliloch gibt, wer darüber Bescheid wisse, dürfe ihn gerne aufklären. Anschliessend konnte die Geschichte mitsamt Kulisse zum ersten Mal zu bestaunt werden. Am Montag würde sie dann auf leise gestellt, um den Betrieb im Gemeindehaus nicht zu stören, wobei auch die laute Einstellung nicht besonders laut sei, ergänzte Eckmann. So waren denn bei der Eröffnung der Anlage alle mucksmäuschenstill. 

 

Sepp und die Drachen

In der Sage geht es darum, dass eine wunderschöne Frau im Wirtshaus in Lengnau auftauchte und Sepp zum Tanz aufforderte. Sepp begleitete sie nachher noch ein Stück auf dem Heimweg bis zum sogenannten Steinböckli. Von da an musste sie alleine weiter, denn sie wurde vor Hunderten von Jahren von ihrer Mutter verflucht, weil sie einen zu armen Mann heiraten wollte. So darf sie nur alle hundert Jahre für drei Tage ins Dorf. Wenn aber aber ein Mann eine Schlüsselblume von ihr annimmt und sie auf den Berg hinaufbegleitet, wird sie erlöst. Sepp nahm die Herausforderung an, aber auf dem Weg erschrak er so sehr ob den Drachen, dass er ohne anzuhalten nach Hause rannte. Das bereitete ihm derart viel Kummer, dass er nach drei Tagen starb. So blieb das Heidewiibli unerlöst. Man munkelt, es sei auch heute noch unterwegs und helfe den Menschen.

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