Heimatgefühle beim Staatsanwalt

In Untersiggenthal war die Sicherheit zentrales Thema in der 1.-August-Ansprache. Mit Philipp Umbricht trat ein echter Experte auf diesem Gebiet in seinem Heimatort auf.

Ximena Florez sang für Untersiggenthal die Nationalhymne
Ximena Florez sang für Untersiggenthal die Nationalhymne (Bilder: Stefan Galicic)

von
Ilona Scherer

30. Juli 2016
12:55

Als leitender Aargauer Oberstaatsanwalt hatte Philipp Umbricht in den ersten Monaten dieses Jahres die schwere Aufgabe, den Vierfachmord von Rupperswil aufzuklären. Die Anfrage, als Festredner in seinem Heimatort Untersiggenthal aufzutreten, kam noch bevor der Täter im Mai gefasst werden konnte.

Doch Umbricht, der in Windisch wohnt, sagte zu – und verspürte am Montagmittag vor rund 400 gutgelaunten Festgästen auf dem Schulhausplatz Heimatgefühle: «Als Kind verbrachte ich oft Ferien im Haus meiner Grosseltern an der Dorfstrasse 55.» OK-Chef Norbert Stichert überreichte dem prominenten Gast «ein Gläsli Siggenthaler Sonnenenergie» vom Weingut Umbricht an der …Dorfstrasse 55!


«Ruhe, Sicherheit und Ordnung gewährleisten»

In seiner Ansprache stellte Umbricht fest, dass der Terror mit den Vorfällen in Paris, Nizza oder Brüssel vor unserer Haustür angekommen sei, «und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch bei uns etwas passiert.» Schwarzmalen wollte der Redner trotzdem nicht: Der Staat sei gut aufgestellt und tue alles dafür, Ruhe, Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten.

Umbricht forderte die Bevölkerung jedoch auf, sich noch intensiver an der Diskussion zu beteiligen. Diese wurde denn auch nach dem Ende des offiziellen Akts um 13.30 Uhr an den Tischen geführt. Die Gemeinde offerierte Beinschinken und Kartoffelsalat. Für Unterhaltung sorgte die Musikgesellschaft Untersiggenthal.

  • Jörg und Cornelia Keller: «Schön, dass die Feier am Nachmittag stattfindet. So ist es ein Fest für alle. Wenn man sieht, was in der Welt passiert, schätzen wir noch mehr, wie gut wir es in der Schweiz haben.»
    Jörg und Cornelia Keller: «Schön, dass die Feier am Nachmittag stattfindet. So ist es ein Fest für alle. Wenn man sieht, was in der Welt passiert, schätzen wir noch mehr, wie gut wir es in der Schweiz haben.»
  • Philippe Marclay: « Ich freue mich immer auf den 1. August, weil ich dann meinen ‹Berner Mutz› anziehen kann. Wir sollten mehr zu unseren Traditionen und unserer Heimat stehen. Auch wir Jungen!»
    Philippe Marclay: « Ich freue mich immer auf den 1. August, weil ich dann meinen ‹Berner Mutz› anziehen kann. Wir sollten mehr zu unseren Traditionen und unserer Heimat stehen. Auch wir Jungen!»
  • Giovanna Azzarelli: «Ich freue mich, mit der Schweiz den 1. August zu feiern. Die Schweiz ist ein wunderbares Land. Ich kam 1996 aus Italien und habe kein einziges Mal an Rückkehr gedacht.»
    Giovanna Azzarelli: «Ich freue mich, mit der Schweiz den 1. August zu feiern. Die Schweiz ist ein wunderbares Land. Ich kam 1996 aus Italien und habe kein einziges Mal an Rückkehr gedacht.»
  • Thomas Bugmann: «Die Feier hier ist immer ein sehr schöner Anlass. Sie stärkt den Zusammenhalt, und man wird bestens unterhalten. Man muss Terroristen wie dem IS den Wind aus den Segeln nehmen.»
    Thomas Bugmann: «Die Feier hier ist immer ein sehr schöner Anlass. Sie stärkt den Zusammenhalt, und man wird bestens unterhalten. Man muss Terroristen wie dem IS den Wind aus den Segeln nehmen.»
  • Marlène Koller: «Gerade in unruhigen Zeiten wie jetzt ist es wichtig, den Zusammenhalt und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Das geht besonders gut an einem Fest wie dem Nationalfeiertag.»
    Marlène Koller: «Gerade in unruhigen Zeiten wie jetzt ist es wichtig, den Zusammenhalt und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Das geht besonders gut an einem Fest wie dem Nationalfeiertag.»

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