Herausforderungen als Chance sehen

100 Bachelorstudierende konnten an der FHNW Windisch ihre Urkunden entgegennehmen. Weitere 50 Diplome wurden für den englischsprachigen Business-Administration-Kurs verteilt.

Nicolas Gloor mit NAB-Regionenleiter Rolf Wolfensberger
Nicolas Gloor mit NAB-Regionenleiter Rolf Wolfensberger (Bild: em)

von
Esther Meier

03. Oktober 2018
09:00

Schon vor dem Eingang zur Fachhochschule Nordwestschweiz war es am Samstag klar: Hier warten viele junge Leute auf einen höchst erfreulichen Anlass. Der Campussaal füllte sich rasch, bevor Marc Glaser mit seiner Band SUS3 einen musikalischen Einstieg bot. Rolf Schaeren, Mitglied des Management Boards, begrüsste die Anwesenden, insbesondere den Gastredner Peter Grünenfelder.

 

Diplomansprache

Peter Grünenfelder, im Aargau als ehemaliger Staatsschreiber bestens bekannt, bekräftigte, die rund 100 Diplomanden dürften wirklich stolz sein auf das, was sie erreicht hätten. Nun dürften sie die Früchte für ihren Durchhaltewillen ernten. Sie sollten sich den Mut zum Unvorhersehbaren bewahren und weiterhin Herausforderungen als Chance, nicht als Risiko betrachten. Die Welt befinde sich im Umbruch. Denn neben den USA und der EU spiele auch China eine immer wichtigere Rolle in der Welt. Die Unsicherheit betreffend die Zukunft verführe viele, sich nur noch nach innen zu orientieren.

Dem Ruf nach raschen Lösungen sollten gerade Wirtschaftsfachleute mit kritischer Reflexion gegenübertreten. Die Schweiz habe zwar erkannt, dass Bildung und Forschung für das Land wesentlich seien, würden für diesen Bereich gut ein Fünftel der Mittel oder rund 40 Milliarden Franken im Jahr eingesetzt. Es bestehe allerdings die Gefahr, dass infolge der demografischen Entwicklung Mittel vermehrt dem Gesundheits- und Rentenwesen zufliessen könnten. Die Hochschullandschaft der Schweiz müsse stärker gebündelt und auf die Bedürfnisse der Gesellschaft ausgerichtet werden. Das Land brauche Ingenieure, IT-Spezialisten und Wirtschaftsfachleute. Die Hochschulen sollten mehr Autonomie in ihren Entscheidungen geniessen. Der Bachelorabschluss sei ein markantes Etappenziel, doch das lebenslange Lernen werde immer wichtiger. Wer in einer Sache Meister ist, sollte in der nächsten wieder Schüler werden. Die Digitalisierung dürfe nicht als Bedrohung, sondern müsse als Herausforderung empfunden werden. Die Computer können höchstens repetitive Aufgaben rascher lösen als der Mensch, bei allen anderen Fragen bleiben der menschliche Verstand und die Flexibilität der Maschine überlegen. Bisher haben neue Entwicklungen stets auch zu neuen Arbeitsfeldern geführt. Grünenfelder bat die Diplomanden um andauernde Neugierde, Diskussionsbereitschaft und Offenheit besonders dem Fremden gegenüber. Seine Generation habe Interrail genutzt, um die Welt kennenzulernen, die jetzige macht dies dank Easyjet. Denn Erfahrung und Wissen ermöglichten es, die Erfolgsgeschichte der Schweiz weiter zu führen.

 

Preise und Diplome

Studiengangleiter Ivan Köhler durfte dank Sponsoren drei Förderpreise überreichen. Zum 23. Mal konnte «student oft the year» der FHA-Stiftung verliehen werden. Dabei zählen zu 60 Prozent die Noten, zu 40 Prozent die Beurteilung durch Studierende und Dozierende. Dieses Ziel erreichte Pascal Inderwildi von Eiken. Nicolas Gloor, Aarau, erhielt den NAB-Preis für den besten Abschluss Vertiefungsrichtung Banking & Finance, überreicht von Regionenleiter Rolf Wolfensberger, Brugg. Fabio-Janick Hildbrand, Dottikon, bekam für die beste Bachelor-Thesis den Preis der Gesellschaft Aargauer Betriebsökonomen GAB

Nach einem musikalischen Zwischenspiel durften zuerst die Diplomanden der nebenberuflichen Ausbildung auf der Bühne ihre Zertifikate in Empfang nehmen, anschliessend diejenigen des Vollzeitstudiums. Dieses Studium dauert ein Jahr weniger lang als das berufsbegleitende. Schaeren dankt allen für ihren Durchhaltewillen und Einsatz, wobei er seinen Dank auch den Dozierenden aussprach. Alle erhielten zusätzlich zur Urkunde eine Rose, gestiftet von der GAB. Nach dem öffentlichen Teil folgte ein entspannter Apéro im Restaurant Campus.

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