Hohe Genauigkeit steht im Fokus

Das Tägi Wettingen steht im Zeichen des Wandels. Am letzten Freitag wurde in wenigen Stunden die Betonbodenplatte beim zweiten Eisfeld eingebracht.

Interessante Arbeiten: der Einbau der Betonplatte für die Kunsteisbahn im Tägi in Wettingen
Interessante Arbeiten: der Einbau der Betonplatte für die Kunsteisbahn im Tägi in Wettingen (Bilder: pg)

von
Peter Graf

22. Mai 2019
09:40

Einmal mehr wurden die Medien eingeladen, um sich vom Fortschritt der umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten auf der Tägi-Baustelle zu überzeugen. Dass sich Roland Kuster, Gemeindeammann und VR-Präsident der Tägi AG, mit dem Projekt identifiziert, ist offenkundig. Aus verschiedenen Gründen und trotz umfassenden planerischen Vorbereitungen sei es zu Überraschungen gekommen, welche aufgrund der Voruntersuchungen nicht vorherzusehen gewesen seien, meinte er. Trotzdem gelte es, die Strategie und den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Auch der bestens mit den laufenden und künftig anstehenden Arbeiten auf der Baustelle vertraute Geschäftsführer der Tägi AG, Marco Baumann, liess es sich nicht nehmen, die interessanten Arbeiten zu verfolgen. 

In den frühen Morgenstunden hatten Mitarbeiter der Walo Bertschinger AG die für die Arbeiten notwendigen Installationen vorgenommen. Bereits ab 6.30 Uhr wurde mit der Verarbeitung des durch die Tägerhard Kies AG mit 40 LKW-Fahrten angelieferten Betons begonnen. Im Einsatz standen dabei zwei Grossmastpumpen, mit welchen die rund 270 Kubikmeter Beton auf das Eisfeld verteilt wurden. 

Lasergesteuerte Einbaumaschinen garantierten bei dem monolithisch (fugenlos) eingebrachten Betonboden Ebenheiten auf höchstem Niveau. Visar Shtanaj, Bauführer der Walo Bertschinger AG, stellte fest, dass dadurch die komplexen und vielfältigen Anforderungen an Betonböden befriedigt werden können und daraus beste Oberflächenqualitäten und hohe Verschleisswiderstände resultieren. Beeindruckend war auch, den Umgang und den Einsatz der Taloschiermaschine zu verfolgen. Nach wenigen Tagen kann der Boden begangen werden. Die Austrocknung dauert zirka vier Wochen. Bereits am Nachmittag war von den rund 20 Kilometer verschweissten Leitungen pro Eisfeld nichts mehr zu sehen, in welchen im kommenden Winter das Kühlmittel fliesst, damit eine rund 30 Millimeter dicke Eisschicht entsteht. Dies dürfte ganz im Sinne des Eissports sein. Beim Rundgang durch die Anlage, der auch ein Einblick in den Technikraum ermöglichte, wurde aber auch klar, wohin wöchentlich eine halbe Million Franken fliesst. 

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