«Ich arbeite gern und hart»

Vom 13. bis zum 15. August geht das fünfte Soulfood-Festival über die Bühne. Initiant Patrik Mösch ist bekannt für Events der besonderen Art.

Patrik Mösch hat in Baden das Soulfood-Festival ins Leben gerufen – das ist nur eines seiner vielen Engagements. (Bild: ub)

04. August 2021
18:11

Soulfood-Festival

Das Soulfood-Festival mit Foodtrucks, veganem Markt und Live-Acts findet vom 13. bis zum
15. August auf dem Trafo-Platz in Baden statt. Live-Acts finden sich unter soulfoodfestival.ch.

Das diesjährige Soulfood-Festival auf dem Trafo-Platz in Baden steht unter einem besonderen Stern. «Weil über tausend Besucherinnen und Besucher erwartet werden, mussten wir dem Kanton ein Schutzkonzept präsentieren. Wegen Corona wird das Festareal eingezäunt, und fürs Publikum gilt die 3G-Regel – getestet, geimpft oder genesen», erklärt Patrik Mösch, der den Anlass zusammen mit Lukas Schaub, Simon Stäuble und Kurkuma Communication organisiert.

Für die fünfte Ausgabe arbeitet das Team erstmals mit den Organisatoren des Bluesfestivals Baden zusammen. Neben regional produziertem Streetfood und einem veganen Markt sorgen auf der Bühne regional und national bekannte Bands für Stimmung. Zudem gibt es eine Podiumsdiskussion mit Produzenten, Foodbloggern und Küchenchefs zum Thema «Klimafreundlich essen – wie?»

«Streetfood-Festivals gibt es viele. Wir wollen uns von der Masse abheben und richten das Augenmerk auf gesunde, regionale und nachhaltig produzierte Esswaren», bekundet Mösch. Sämtliches Geschirr und Besteck ist wiederverwertbar und wird in speziellen Recyclingboxen gesammelt. Aus den Abfällen stellt die Axpo später Biogas her. Nächstes Jahr soll das Soulfood-Festival auch in Aarau stattfinden.


Er bringt alles unter einen Hut

Patrik Mösch ist in der Veranstaltungsbranche bekannt wie ein bunter Hund. «In meinem Kopf schwirren ständig Hunderte von Ideen herum», sagt er und lacht. Der gebürtige Badener leitet zusammen mit Schaub die Zürcher Agentur Hotz’n’plotz Entertainment, mit der er Events für Familien und ihren Nachwuchs organisiert. Darunter fallen etwa die Coop-Familienwanderung, Hörspiele für die Post und das Camping im Shoppi Tivoli. Mit seiner Catering-Firma Crispy-Chili-Productions GmbH beliefert er Gäste an Privat- und Firmenanlässen mit selber hergestellten Delikatessen. Zudem bekochte er mit seinem Team drei Jahre lang das Asylzentrum Bremgarten. Da das Catering-Business etwas rückläufig ist und Mösch gerne Neues anreisst, gründete er zudem mit Lukas Schaub das auf Zeltvermietung und nachhaltige Events spezialisierte Start-up-Unternehmen green-event.ch. «Wir investierten eine fünfstellige Summe in drei Hut-Tipis. Mittlerweile können wir ganze Zeltstädte anbieten», sagt er. Nach einer schleppenden Saison wegen der Pandemie herrscht jetzt Hochbetrieb. «Wir sind mit unseren Zelten praktisch jedes Wochenende irgendwo in der Schweiz unterwegs.» Dem nicht genug, baut Mösch als Mitarbeiter der Proretail AG Promotionstände an Messen und im Detailhandel auf. Wie bekommt er alles unter einen Hut? «Ich arbeite gern und hart», meint er. Für seine Lebensgefährtin nimmt sich der fleissige Schaffer trotzdem Zeit. Früher war er passionierter Kletterer, Velofahrer und Fussballspieler. Diese Hobbys kommen aufgrund der vielen Engagements allerdings etwas zu kurz.


Lebenskünstler und Weltenbummler

Eigentlich ist Mösch, der heute in Ennetbaden wohnt, gelernter Koch. Die Lehre machte er bei Bernhard Bühlmann (ehemals «Pinte», Dättwil). Bis 2019 war er in seinem ursprünglichen Beruf tätig und arbeitete unter anderem in Kanada und Spanien. Der Lebenskünstler ist genügsam und braucht nicht viel zum Leben. In guten Zeiten spart er für schlechte. Und behält auch bei einer Baisse die Nerven: «Ich bin Optimist und glaube immer, dass es nach einem Tief wieder aufwärts geht.» Der Kosmopolit hat Bekannte auf der ganzen Welt und geht auf Reisen, wann immer es der eng gesteckte Zeitplan erlaubt. Demnächst besucht er eine Schweizer Kollegin, die auf der niederländischen Karibikinsel Aruba ein Ferienressort führt. Mit einem Freund will er Ende 2023 per Segelboot den Atlantik überqueren. Auf dieses Abenteuer freut sich der 37-Jährige ganz besonders.

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