Jasmin Bruggisser gibt 16'000. Blutspende

Heidi Volpi des örtlichen Samaritervereins Ehrendingen durfte am 4. Juni die 16'000. Blutspenderin begrüssen.

Die «Jubilare» waren Herbert Strebel (15 999.), Jasmin Briggisser (16 000.) und Stefanie Grab (16 001.) und Heidi Volpi
Die «Jubilare» waren Herbert Strebel (15 999.), Jasmin Briggisser (16 000.) und Stefanie Grab (16 001.) und Heidi Volpi (Bilder: ce)

von
Claudio Eckmann

07. Juni 2018
09:00

Keiner unter den Spenderinnen und Spendern ahnte am 4. Juni, dass es diesmal zum Jubiläum kommen würde. Die glücklichen Gewinner waren: als 15'999. Herbert Strebel, ein sehr treuer Spender, für ihn war es bereits die 51. Spende. Krönende 16'000. war Jasmin Bruggisser, sie arbeitet selber im Spital als Pflegefachfrau und weiss darum, wie wichtig das Blutspenden ist. Sie hätte zwar auch in ihrem Spital spenden können, will aber ausdrücklich den örtlichen Verein und das örtliche Spenden unterstützen. Und als 16'001. Stefanie Grab, sie war zum 6. Mal hier, also eine eher junge Spenderin – überhaupt fiel die grosse Zahl an jüngeren Spendern auf.

Die Blutspendeaktionen erfolgen stets gemeinsam durch den örtlichen Samariterverein und den Blutspendedienst des Roten Kreuzes; man merkt sogleich die langjährige eingespielte Zusammenarbeit. Wobei die eigentlichen Facharbeiten von den Profis vom Blutspendedienst durchgeführt werden: Gesundheitscheck, Bluttests, Blutentnahme. Der Samariterverein übernimmt das Blutdruck- und Temperaturmessen, sorgt für das Ausfüllen der Formulare und offeriert die Stärkung nach erfolgter Blutspende.

Auffallend viele junge Spender machen mit
Auffallend viele junge Spender machen mit

 

Heidi Volpi managt vonseiten des Samaritervereins das Blutspenden. Sie macht das seit – ach, sie weiss es selber nicht mehr – seit dreissig oder noch mehr Jahren? Sie erinnert sich, wie im alten Schulhaus jeweils jedes Mal die schweren Eisenbetten vom Dachstock herunter in die alte Turnhalle geholt werden mussten und natürlich nachher wieder hinauf. Heute findet das Blutspenden im Kirchenzentrum statt, hier ist für alle Beteiligten der Zugang viel bequemer. Von Glanzzeiten mit bis zu 160 Spendern in den Siebzigerjahren ist die Beteiligung zurückgegangen, aktuell sind es jeweils etwa 60 bis 80 Spender. Heidi Volpi sieht den Rückgang aber nicht etwa in einem mangelnden Interesse, sondern führt dies zurück auf das stark vermehrte Auslandreisen, auch in aussereuropäische Länder; das kann dann wegen der Impfungen oder möglichen Krankheiten zeitweise potenzielle Spender, zumindest vorübergehend, ausschliessen.

Braucht es denn diese Blutspendeaktionen in den Dörfern heutzutage überhaupt noch? Ja sehr, betont Michael Zürcher, der als Equipenarzt die heutige Blutspende betreute. Es seien immer noch etwa 2⁄3 der benötigten Blutmenge, die mit diesen Aktionen zusammenkomme. Es sei zwar gegenwärtig so, dass mit neueren Operationsmethoden Blut gespart werden könne; doch rechnet der Blutspendedienst wegen der immer älter werdenden Bevölkerung langfristig mit wieder deutlich erhöhtem Bedarf.

Nächster Blutspendeabend in Ehrendingen: Montag, 5. November, 17.30 bis 20 Uhr

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