Jugendarbeit wird neu organisiert

Die Gemeinde Birmenstorf möchte die Jugendarbeit nicht mehr an Baden delegieren, um Kosten zu sparen. Am Infoabend orientierte sie über ihre Pläne.

Die Gemeinderäte Fabian Egger, Martin Hofer, Marianne Stänz (Ammann), Urs Rothlin (Vizeammann) und Fabian Wetter. (Bild: isp)

21. Oktober 2020
21:51

Am 27. Oktober 2020 findet die Einwohnergemeindeversammlung in Birmens-torf statt. Gegen sechzig Einwohnerinnen und Einwohner nutzten die Gelegenheit, sich vergangene Woche in einer «Herbst-Vorabinfo» aus erster Hand über ausgewählte Themen zu informieren und ihre Fragen zu stellen.

Auf grosses Interesse stiess das Traktandum «Neuorganisation Jugendarbeit und beantragte Kündigung des Leistungsauftrags mit der Stadt Baden». Gemeinderat Fabian Wetter musste einige kritischen Fragen dazu beantworten. Gemäss Wetter ist angedacht, die Vereinbarung mit Baden per Juni 2021 zu kündigen und so die jährlich anfallenden Kosten von 100 000 Franken mit einem eigenen Angebot auf die Hälfte zu reduzieren. Das neue Konzept sieht folgende Anpassungen vor: Der Mittelstufentreff soll künftig durch den Verein Tagesstrukturen geführt werden. Er wird dabei professionell begleitet vom Verein BZBPlus, der bereits für die Gemeinde tätig ist. Der Jugendkommission sollen weiterhin rund 10 000 Franken pro Jahr für die Durchführung von Projekten zur Verfügung stehen. 

Ein weiteres Thema des Abends waren «Budget 2021 und Steuerfuss». Der Satz von 94 Prozent wird fürs Budgetjahr 2021 beibehalten. Per Ende 2019 betrug die Nettoschuld der Gemeinde 2,8 Millionen Franken; nach Abschluss des Schulhausneubaus wird sie auf rund 8 Millionen Franken steigen.


BNO «auf der Zielgeraden»
Des Weiteren berichtete der Gemeinderat über die nächsten Schritte bezüglich Gesamtrevision Kommunale Nutzungsplanung. Gemäss Vizeammann Urs Rothlin befinde man sich mit der Nutzungsplanung auf der Zielgeraden. Die öffentliche Auflage soll vom 2. November bis 2. Dezember 2020 stattfinden. Am 18. sowie 26. November von 19 bis 21 Uhr findet im Gemeindehaus eine Fragestunde statt, bei der sich Interessierte gegen Voranmeldung informieren können. Auch zum Kiesabbauprojekt «Grosszelg» kamen Wortmeldungen. Etliche Anwesende befürchten ein höheres Verkehrsaufkommen im Dorf, wieder andere wunderten sich über die lange Projektlaufzeit von mehr als zwanzig Jahren vom Abbau bis zur Rekultivierung.

Am Ende der Veranstaltung lud Gemeindeammann Marianne Stänz die Anwesenden ein, sich mit ihren individuellen Anliegen einzubringen. Es ging auch hier um stetig wachsende Lärm-emissionen und den Mehrverkehr. Ein Anwesender beantragte, dass erneut Lärmmessungen beim Autobahnverkehr vorgenommen werden und bei Bedarf die Installation von Lärmschutzwänden vorgenommen wird.

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