Kameradschaft wird gepflegt

Die Seniorensportgruppe in Mägenwil wurde vor 25 Jahren gegründet. Neben den wöchentlichen Turnstunden ist auch die Kameradschaft wichtig.

Präsident Albin Fischer berichtet über die sportlichen und gesellschaftlichen Tätigkeiten
Präsident Albin Fischer berichtet über die sportlichen und gesellschaftlichen Tätigkeiten (Bild: ci)

von
Lorenz Caroli

06. Oktober 2018
09:00

Albin Fischer begrüsste die Mitglieder der Seniorensportgruppe und die Gäste beim Waldeingang oberhalb des Friedhofes. Dort befinden sich eine Infotafel des Waldlehrpfades und dazugehörige Flyer. Beim Wandern auf der Waldlehrstrecke begegnet man 

31 verschiedenen Baumarten. Für Lehrpersonen steht eine detaillierte Dokumentation zur Verfügung. Der Waldlehrpfad wurde von der Seniorensportgruppe in Fronarbeit erstellt. Dafür wurden insgesamt etwa 1500 Stunden aufgewendet. Während der nächsten zwei Jahre hat sich die Gruppe verpflichtet, den Unterhalt
sicherzustellen. Um zum Jubiläums­festort zu gelangen, wurde den Festbesuchern ein Wegstück des Pfades vorgeschlagen.

 

Steinbruch Mägenwil

Das Ziel der Wanderung war der Steinbruch Berg in Eckwil. In diesem Steinbruch wurde der beliebte Mägenwiler «Muschelkalksandstein» abgebaut und in vielen wichtigen Gebäuden wie in der Hauptpost in Aarau verwendet. Es ist auch schriftlich belegt, dass 1642 die barocken Giebel und Portale am Schloss Kasteln aus diesem Stein gefertigt wurden. Der Abbau der wertvollen Steine wurde immer gefährlicher und musste eingestellt werden. Allerdings wurden bis 1992 Steine abgebaut, die zu Steinmehl verarbeitet wurden. Heute pflegt ein Verein den idyllischen Ort und bewirtet an einem Sonntag im Monat die Besucher. Für kleine Gruppen gibt es eine Grillmöglichkeit.

 

Jubiläumsfeier

Bei einem Apéro konnten sich die Festbesucher erholen, bis der Präsident Albin Fischer begann, den anwesenden Seniorensportlern und den Delegationen von Turnverbänden und Gemeindebehörden über die Tätigkeiten seines Vereins zu berichten. Am 16. Mai 1993 wurde die Seniorensportriege mit zwölf Turnern gegründet. Der diplomierte Sportlehrer Ernst Fahrni bildete sich damals als Seniorenturnleiter weiter. Damit er seine Ausbildung abschliessen konnte, musste er eine Praktikumstätigkeit vorweisen. Weil der Seniorensport nicht verbreitet war, gründeten Fahrni und Fischer die Gruppe. Fahrni leitete die Turnstunden jeden Montag in den frühen Abendstunden während 20 Jahren. Dann wurde er von Beno Wälchli abgelöst. Die kompetent geleiteten Turnstunden begeisterten die Teilnehmer, sodass die Mitglieder praktisch vollzählig am wöchentlichen Training teilnehmen. Auch Turner aus der Nachbarschaft schlossen sich der Riege an. Heute ist der Mitgliederbestand bei 24 angelangt. Albin Fischer ist begeistert, dass während der 25 Jahre kein einziger Austritt zu verzeichnen ist. Nur Todesfälle lichteten zeitweise den Bestand. Fischer verlas die Namen der Verstorbenen, und die Anwesenden gedachten dieser in einer Gedenkminute. Neben den Turnstunden förderten zusätzlich Aktivitäten die Turnkameradschaft. Im Jahresprogramm sind Velofahren, Wandern, Schneeschuhwandern und Wettkämpfe aufgeführt. Daneben waren die Seniorensportler auch Organisatoren von grös­seren Anlässen wie der Turnveteranenlandsgemeinde 2006 oder dem Nachtmarsch des Kreisturnverbandes. Fischer ist dankbar, dass die Turnhalle gratis zur Verfügung gestellt wird. Das Turnen trägt einen Beitrag zur Gesundheit eines Teils der Bevölkerung bei.

Rolf Niedermann hatte einen Wettbewerb vorbereitet. Die Blätter von zwölf Bäumen, die alle im Waldlehrpfad zu sehen sind, waren zu erkennen. Die Aufgabe wurde vereinfacht, in dem man auf dem Lösungsblatt aus einer Auswahl von drei den richtigen Baum ankreuzen konnte. Ein Teilnehmer hatte alle zwölf Baumblätter richtig erkannt. Aber auch alle andern hatten den Beweis erbracht, dass sie die meisten Blätter erkennen. Zum Jubiläumsfest gehörten auch ein feines Essen und entsprechende Getränke.

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