Kirschbäume zieren Sondermarke

In der Schweiz existieren neunzehn Pärke von nationaler Bedeutung. Einer davon ist der Jurapark Aargau. Ihm widmet die Post nun eine Briefmarke.

Nun im Verkauf: Briefmarke zu Ehren des Jurapark Aargau. (Bild: zVg)

22. September 2021
18:22

Mit einem neuen Set à vier Briefmarken ehrt die Post vier der insgesamt neunzahn Schweizer Pärke von nationaler Bedeutung. Nebst dem Parc Ela, dem Parc Jura vaudois und dem Landschaftspark Binntal ziert der Jurapark Aargau eine der Marken. Darauf zu sehen ist die artenreiche Hügellandschaft des Parks mit den gerade fürs Fricktal typischen, blühenden Kirsch-Hochstammbäumen. «Was 1914 mit dem Schweizerischen Nationalpark seinen Anfang nahm, umfasst heute neunzehn aussergewöhnliche Regionen vorwiegend in den Alpen und im Jurabogen», schreibt die Post. Die Pärke würden die nachhaltige Regionalwirtschaft stärken und die Bildung für nachhaltige Entwicklung fördern. «Sie sensibilisieren Einheimische wie Gäste für ökologische, kulturelle, historische und wirtschaftliche Besonderheiten der Region und fördern diese.»


Förderpreis für Chalmweg

Aufmerksam geworden ist die Post auf den Jurapark Aargau im Rahmen der Partnerschaft, den sie mit den Schweizer Wanderwegen pflegt. In diesem Rahmen werden jährlich mehrere besonders familienfreundliche Wanderwegprojekte unterstützt, die ohne finanzielle Hilfe nicht realisiert werden könnten. Im Jahr 2019 gehörten zwei Projekte aus Schweizer Pärkten zu den Post-Förderpreis-Gewinnern. Zum einen der Lengtalweg im Landschaftspark Binntal, zum andern der historische Verkehrsweg Chalm im Jurapark Aargau. Der Chalmweg ist ein Kleinod alter Wegebaukunst. Er verbindet das Dorf Schinznach mit dem Jura-Höhenweg, indem er einem Rebberg entlang und später durch den Wald aufwärts führt. Im ersten Teil des Aufstiegs geniessen die Wanderer die eindrückliche Aussicht ins Schenkenbergtal.

Keine Gewinnbeteiligung

Im Rahmen eines Sanierungsprojekts wurden die Trockensteinmauern instandgestellt sowie der Weg verbreitert und geebnet. «Das vielfältige Projekt hat die Post und die Schweizer Wanderwege damals überzeugt, weil es den kulturhistorischen Wanderweg und die Umgebungslandschaft substanziell aufwertet und für die Bevölkerung und die Naherholungssuchenden erlebbar macht», sagt Christine Neff, Geschäftsleiterin des Jurapark Aargau. Auch die breit abgestützte und engagierte Projektträgerschaft mit der Gemeinde Schinznach, dem Jurapark Aargau, Pro Natura, Grundeigentümern und dem Forst sei damals in der Laudatio hervorgehoben worden. Für das Projekt erhielt der Jurapark damals eine Preissumme von 25'000 Franken. An den Einnahmen der Briefmarke ist der Park laut Anina Riniker, Projektleiterin Kommunikation des Jurapark Aargau, nicht beteiligt.

Im Handel ist die Jurapark-Marke des Grafikers Pierre-Abraham Rochat im Wert von einem Franken seit rund einer Woche. Bezogen werden kann sie im Zehnderbogen online auf der Webseite von Post und Jurapark Aargau oder einzeln auch am Post-Schalter.

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