Klares Ja zu neuer Kletteranlage

Das Projekt in Unterwindisch soll die Kletteranlage im Windischer Dägerli sowie den Boulderraum Gravity in der Brugger Altstadt ersetzen.

Checkübergabe v. l. Heinz Frei, Claude Werder, Andreas Bürgi, Rolf Wolfensberger, Dani Hohler, Dietrich Berger, Rosey Schär und Uwe Flechsig
Checkübergabe v. l. Heinz Frei, Claude Werder, Andreas Bürgi, Rolf Wolfensberger, Dani Hohler, Dietrich Berger, Rosey Schär und Uwe Flechsig (Bild: sha)

von
Max Weyermann

14. Mai 2019
15:40

Namhafte Beiträge von Hauptsponsoren

Am 9. Mai durften Heinz Frei, Präsident SAC-Sektion Brugg, sowie Rosey Schär und Dani Hohler, Co-Geschäftsführer der Stiftung Faro, die namhaften Beiträge der Hauptsponsoren entgegennehmen: Neue Aargauer Bank, vertreten durch Rolf Wolfensberger, Regionenleiter NAB Brugg, sowie Dietrich Berger, Geschäftsstellenleiter NAB Brugg; Samuel Werder AG, Veltheim, vertreten durch Claude Werder, Verwaltungsratspräsident; SAC-Sektion Lägern/Baden, vertreten durch deren Hochtourenchef Uwe Flechsig. Bei der Begründung für ihr Engagement zeigte sich bei allen drei Sponsoren, dass der Grundgedanke des Projekts und die Kooperation zwischen SAC und Stiftung Faro für ihren Entscheid ausschlaggebend waren: Die Stiftung Faro, so lautet das Konzept, gestaltet in ihrem neuen Wohnzentrum in Unterwindisch gemeinsam mit der SAC-Sektion Brugg die attraktive Kletterhalle als Ort der sportlichen Begegnung für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, für kletterbegeisterte Anfänger und Fortgeschrittene in der Region Brugg, für Familien und Kinder. 

Die neue Kletter- und Boulderhalle mit einer Fläche von gut 500 m2 ist im ehemaligen Rekrutierungszentrum auf dem Kunzareal geplant. Die 1140 Mitglieder zählende SAC-Sektion Brugg übernimmt von der Stiftung Faro, die das Gebäude von der Hiag gemietet hat und hier im Juni 2019 das Wohnheim Spitzmatt für 50 Klienten eröffnen wird, die Hälfte der integrierten Doppelturnhalle samt Nebenräumen in Untermiete. 

 

Zusammenlegung macht Sinn 

Der Grund dafür ist, dass die beiden bisherigen Anlagen in Windisch und Brugg den heutigen Anforderungen in Sachen Raumangebot, Infrastruktur und Betrieb nicht mehr genügen. Zielvorgaben des Vorstandes sind die Zusammenführung von Klettern und Bouldern (Klettern ohne Gurt und Seil, ab 2020 eine Olympiadisziplin) an einem Ort, Betrieb im Ehrenamt und selbsttragend, also ohne Finanzbeitrag aus der Hüttenkasse des Vereins. Die Anlage soll für Anfänger und Fortgeschrittene jeden Alters zur Verfügung stehen. Hier können sich Kletterer auch mit Klienten der Stiftung Faro, die das Projekt unterstützt, und mit weiteren Interessierten zum gemeinsamen Sport treffen. Die Kletterer können auf rund zwei Dutzend verschiedenen Routen mit angebrachten Haltegriffen bis auf 7,3 Meter steigen, beim Bouldern wird man sich maximal in Höhen von 4,5  Metern bewegen können. Im Moment müssen noch Abklärungen bezüglich der Statik des Hallenbodens vorgenommen werden.  

  • Kletterer können auf zwei Dutzend Routen mit angebrachten Haltegriffen bis auf 7,3 m steigen, beim Bouldern maximal in Höhen bis 4,5 m
    Kletterer können auf zwei Dutzend Routen mit angebrachten Haltegriffen bis auf 7,3 m steigen, beim Bouldern maximal in Höhen bis 4,5 m (Visualisierungen: zVg)

Finanzierung gesichert

Nach der detaillierten Präsentation des Vorhabens durch Präsident Heinz Frei, Kassier Hannes Brunner und Mitinitiant Roland Jakob (mit einer 3-D-Animation) sowie nach eingehender Diskussion gaben die 140 anwesenden Stimmberechtigten ohne Gegenmehr oder Enthaltungen grünes Licht für die weiteren Schritte in dieser Angelegenheit. Das Kostendach für die Kletter- und Boulderhalle, die rund vier Mal mehr Platz bietet als bisher, beträgt 450'000 Franken. Als Beiträge bereits zugesagt respektive in Aussicht gestellt sind 165'000 Franken vom Swisslos-Sportfonds Aargau, ein zinsloses Darlehen von 100'000 Franken von der Stiftung Faro sowie Sponsorengelder von aktuell 85'000 Franken. Zusätzliche rund 25'000 Franken von Sponsoren sollen einer ersten Abzahlung des Faro-Darlehens dienen. Der vom Vorstand beantragten Mitfinanzierung durch den SAC Brugg von 100'000 Franken erwuchs keine Opposition. Der Mietvertrag mit der Stiftung Faro ist vorerst auf 15 Jahre fest geplant, mit anschliessenden Verlängerungsmöglichkeiten um zweimal fünf Jahre. Der zweite Teil der Sporthalle wird von der Stiftung Faro für Eigenbedarf (unter anderem für Aikido-Trainings) benötigt und nicht für eine eventuelle spätere Erweiterung der SAC-Aktivitäten zur Verfügung stehen. Laut den Budgets für die kommenden Jahre wird die neue Halle mehr Betriebsaufwand erfordern als die beiden bisher separat geführten Anlagen, was sich jedoch angesichts der optimierten Möglichkeiten zweifellos lohnt. Unter anderem steht auch die Faro-Cafeteria zur Benützung offen.

 

Moderate Benützungsgebühren

Die Kompensation der höheren Kosten soll durch Anpassung der auch weiterhin vergleichsweise moderaten Benützungsgebühren erreicht werden. SAC- Mitglieder und Faro-Klienten können jedoch von Vergünstigungen profitieren, und auch für Jugendliche sind wie bis anhin Spezialtarife vorgesehen. Für die kommenden Jahre wird vorsichtig mit Erträgen von jeweils zwischen 60'000 und 66'000 Franken gerechnet. Nach Abzug der jeweiligen Ausgaben hoffen die Betreiber auf ausgeglichene Ergebnisse. 

  

Name wird evaluiert

Faro-Co-Geschäftsführer Dani Hohler dankte zum Schluss der Versammlung für die einstimmige Annahme des Antrages des Vorstandes zur Realisierung des Projektes. 

Und selbstverständlich freuten sich auch die SAC-Verantwortlichen sowie die Mitglieder sichtlich auf die neue Kletter- und Boulderhalle, für die mit einem Wettbewerb nach einem Namen gesucht wurde. Dieser wird jetzt evaluiert und dürfte in absehbarer Zeit bekannt gegeben werden und dem Vorhaben ein «Gesicht» geben. Den Ausklang der im Restaurant La Cantina der Stiftung Faro durchgeführten GV bildete ein reichhaltiger Apéro, in dessen Rahmen rege über die sich bietenden Zukunftsaussichten der SAC-Sektion Brugg diskutiert wurde. Dabei spielt die Kletteranlage eine wichtige Rolle.

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