Kommt jetzt die «extra 21»?

Das Coronavirus fordert ein weiteres prominentes «Opfer». Die Expo 2021 wird es nicht geben. Die Gewerbevereine von Brugg und Windisch sondieren nun Alternativen.

Die «extra 21» könnte zwischen NAB/Eisi (Bild) und der FHNW Windisch am 10. und 11. September 2021 stattfinden. (Bild: sha)

09. September 2020
11:51

Die grosse Gewerbeausstellung im Brugger Schachen ist immer ein Publikumsmagnet. Am Sonntag, 21. Oktober 2018, endete die zehnte Expo Brugg-Windisch – mit einem neuen Besucherrekord. Weit über 50 000 Besucherinnen und Besucher waren bei schönstem Herbstwetter an der Gewerbeausstellung zu Gast gewesen. Kein Wunder, dass die beiden veranstaltenden Gewerbevereine Brugg und Windischplus sowie die insgesamt 163 Ausstellenden mit dem Ergebnis hochzufrieden waren.

Turnusgemäss hätte Ende Oktober 2021 wieder eine Expo auf dem Programm gestanden. Doch das verflixte Coronavirus macht den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. «In der jetzigen unsicheren Zeit infolge der Covid-19-Pandemie ist es nicht realistisch, eine Expo durchzuführen», schrieben Markus J. Frey, Leiter Geschäftsstelle Gewerbeverein Brugg, und Jörg Wüst, Präsident Gewerbeverein Windischplus, kürzlich ihren Mitgliedern.


«Enttäuschung ist gross»
Markus J. Frey räumt auf Nachfrage ein: «Die Enttäuschung bei vielen Mitgliedern ist sehr gross, und einige verstehen unseren Entscheid auch nicht.» Verschiedentlich seien Rückfragen gekommen. Doch für Frey steht fest: «Das finanzielle Risiko wäre einfach zu gross gewesen.» Ein Grossanlass wie die Expo brauche Planungssicherheit, und man könnte ihn nicht innert weniger Wochen aus dem Boden stampfen. Deshalb soll es nun erst wieder im normalen Dreijahresrhythmus – also im Jahr 2024 – eine Expo geben. Eine Verschiebung auf das Jahr 2022 wäre laut Frey nicht infrage gekommen, da sonst Terminkollisionen mit anderen Grossveranstaltungen gedroht hätten.


Ein Alternativprogramm
Doch gerade weil die Verantwortlichen der Gewerbevereine Brugg und Windisch die Enttäuschung spürten, beschlossen sie, anstelle der Expo 2021 ein Alternativprogramm zu prüfen. «Wir möchten unser Gewerbe stärken und es den Einwohnern unserer Region präsentieren. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist dies wichtig, und damit wollen wir neue Wege bestreiten», schreiben Markus J. Frey und Jörg Wüst.


«extra 21» als Ersatz
Geworben wird nun bei den Gewerblern für die Ersatzlösung, eine Art «Expo light» mit dem Namen «extra 21». Am 10. und 11. September 2021 könnte der öffentliche Raum zwischen der NAB/Eisi (Brugg) und der Fachhochschule (Windisch) mit Präsentationsflächen exklusiv für die Gewerbetreibenden aus Brugg und Windisch bespielt werden. Dabei sollen die Geschäfte entlang der Route und insbesondere beim Neumarkt miteinbezogen werden. Firmen könnten open-air ihr Geschäft zu günstigen Preisen präsentieren. Wer will, dürfte auch ein Häuschen wie am Weihnachtsmarkt mieten und eigene Präsentationmöglichkeiten erstellen. Für das gastronomische Angebot würden Zelte oder Aufbauten organisiert oder überdachte Möglichkeiten gesucht, so die Idee.

Frey und Wüst sondieren, wer mitmachen will. «Wir benötigen mindestens 40 Aussteller, um an die Detailplanung gehen zu können, nach oben ist die Zahl offen», erklärt Markus J. Frey. Bis zum 15. September sollten sich Interessierte melden. Frey ist klar, dass eine zweitägige «extra 21» nicht für alle Branchen geeignet ist, einige hätten auch bereits abgewinkt, doch viele fänden die Idee gut.

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